Ehrenamtliches Engagement im Rampenlicht:

Blick in den Saal
Blick in den Saal

Neujahrsempfang des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Dekanat Ahaus – Vreden

Ein strahlender Morgen bildete die Kulisse für den Neujahrsempfang des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF), der in diesem Jahr seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer besonders in den Fokus rückte. Von den über 300 ehrenamtlichen Mitarbeitern hatten sich vergangenen Dienstag 160 engagierte aus dem ganzen Westmünsterland in der Gaststätte Hovestadt in Ahle eingetroffen. Den Auftakt machte Frau Mathilde Fischer, Vorsitzende des SkF mit ihrer herzlichen Eröffnungsrede, die die Ehrenamtlichen für ihre unermüdliche Arbeit in den Mittelpunkt stellte. Der Dank galt nicht nur der Quantität, sondern vor allem der Qualität der Arbeit, die im vergangenen Jahr geleistet wurde. Der Neujahrsempfang bot die Gelegenheit, den Blick auf die vielfältigen Projekte zu lenken, die durch das Engagement der Ehrenamtlichen erst möglich wurden. Zu nennen sind da die verschiedenen Projekte der Ehrenamtsagentur Handfest wie z.B. dem Treff 55+, den Lesepaten oder dem Besuchsdienst „Gemeinsam statt einsam“, aber auch langjährig etablierte Projekte wie die Ahauser Tafel, die Familienpaten in Gronau, Vreden, Stadtlohn, Südlohn und Oeding, die Kleider- und Haushaltslädchen oder auch die ehrenamtlich geleistete Vorstandsarbeit.

Durch markante Symbole stellten die Koordinatoren die Arbeit der verschiedenen Dienste auf unterhaltsame Symbole vor. So hatte die Koordinatorin Maria Thesing für den Kleiderladen Klamotte & Co in Vreden Babykleidung und einen alten dreckigen Putzlappen mitgebracht. Beides verdeutliche bildhaft, womit sich die ehrenamtlich engagierten tagtäglich beschäftigen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, Maria Woltering, dankte den vielen Helferinnen und Helfern und machte deutlich, wie unverzichtbar und unbezahlbar dieses Engagement für die Zivilgesellschaft ist.

Die Atmosphäre während des Neujahrsempfangs war geprägt von Herzlichkeit und Anerkennung. Für viele Ehrenamtliche, die oft still im Hintergrund agieren, war dies eine besondere Gelegenheit, die verdiente Wertschätzung zu erfahren. Der Tag schuf nicht nur Raum für gegenseitige Anerkennung, sondern stärkte auch das Wir-Gefühl und den Gemeinschaftssinn.

Am Ende verteilte Herr Lügering von der Ahauser Tafel für jeden Anwesenden einen Engel, den er in ehrenamtlicher Fleißarbeit für alle aus Spielfiguren gebastelt hat mit der Botschaft: Du bist für uns und für viele andere Menschen ein unverzichtbarer Engel.

Der Neujahrsempfang war der ermutigende Auftakt für die gemeinsamen Vorhaben im neuen Jahr. Er verdeutlichte, dass ehrenamtliches Engagement im Rampenlicht stehen sollte und inspirierte dazu, weiterhin als Gemeinschaft für eine solidarische und unterstützende Gesellschaft einzutreten. 


Schulmaterialkammer Gronau öffnet

Margret Keck-Brüning (r.) und Silke Uelsmann
Margret Keck-Brüning (r.) und Silke Uelsmann

"Bildung darf nicht an fehlendem Schulmaterial scheitern.“ Der SkF Ahaus-Vreden und der Caritasverband Ahaus-Vreden haben sich vorgenommen, diesen Leitsatz in die Tat umzusetzen. Mit dem Projekt „Buntstift und mehr!“ gibt es in der neuen Schulmaterialkammer in Gronau Hilfe vom Anspitzer bis zum Füller.

Die Schulmaterialkammer an der Laubstiege 13a unterstützt Kinder aus Familien mit geringem Einkommen mit Schulmaterialien. Margret Keck-Brüning (allgemeine Sozialberatung des SkF Ahaus-Vreden) und Silke Uelsmann von der Gemeindecaritas des Caritasverbandes Ahaus-Vreden und möchten mit der Schulmaterialkammer dabei unterstützen, dass sich kein Kind wegen einer unzureichend gefüllten Schultasche schämen muss.

Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte: Die Prüfung der Bedürftigkeit und die Beantragung erfolgt durch die allgemeine Sozialberatung, Laubstiege 13a, in Gronau. Ansprechpartnerin ist Margret Keck-Brüning, Tel. 02562/8173-55, ‚E-Mail: bruening@skf-ahaus-vreden.de. In einem weiteren Schritt erfolgt die Terminabsprache mit Margret Keck-Brüning oder Silke Uelsmann zwecks Ausgabe der Materialien.

Spenden für die Gronauer Schulmaterialkammer werden montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 12 Uhr an der Laubstiege 13a in Gronau angenommen. Neben Sachspenden sind auch Geldspenden willkommen für die Schulmaterialkammer Gronau willkommen. Spendenkonto: Volksbank Gronau-Ahaus, DE90 4016 4024 0000 4589 00, Stichwort "Schulmaterialkammer Gronau"


Sichtbares Zeichen mit "Rote Schuhe Aktion" setzen

25. November 2022

Gronau- Anlässlich des internationalen Tages gegen häusliche Gewalt ( 25. November) haben die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Frau Brefeld  und der SkF Ahaus, Frau Keck-Brüning in Epe und Gronau ein sichtbares Zeichen mit einer „Roten Schuh Aktion“ gesetzt. Rot steht für Liebe. Rot steht für Blut.  Laut UN wird in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-) Partner getötet, mehr als ein Mal pro Stunde wird eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt.

Mit dieser Aktion wollen wir ein sichtbares Zeichen setzen um auf das Thema aufmerksam zu machen.


Bildung ist die Eintrittskarte

(Foto: Caritas)
(Foto: Caritas)

Silke Uelsmann (Caritas) lks. und Margret Keck-Brüning (SkF) setzen auf Unterstützung

Oktober 2022

Gronau- Bildung ist die Eintrittskarte ins Leben. In Deutschland herrscht die allgemeine Schulpflicht - das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass jedes Kind auch tatsächlich dieselben Startchancen hat. Auch in Gronau gibt es immer mehr bedürftige Familien, die nicht über die Mittel verfügen, ihren Kindern die von den Schulen geforderten Materialien zu beschaffen. Silke Uelsmann von der Gemeindecaritas des Caritasverbandes Ahaus-Vreden und Margret Keck-Brüning (allgemeine Sozialberatung des SkF Ahaus-Vreden) wollen Abhilfe schaffen. Sie möchten mit einer Schulmaterialkammer dabei unterstützen, dass sich kein Kind wegen einer unzureichend gefüllten Schultasche schämen muss.
Steigende Energie- und Lebensmittelkosten, Inflation – immer mehr Familien geraten in finanzielle Not und benötigen Unterstützung. „Vor allem für Alleinerziehende wird es immer schwerer, mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln klarzukommen", berichtet Margret Keck-Brüning. Hinzu kommen wirtschaftlich schwache Familien und Migrationsfamilien. „Kinder sind unsere Zukunft, aber sie werden es immer schwerer haben", sagt Silke Uelsmann. Das geht schon los mit den Dingen, die Eltern ihren I-Dötzchen mit auf den Weg geben sollen – und geht nahtlos über auf die weiterführenden Schulen. Ein gefülltes Federmäppchen liegt preislich schnell mal bei 25 Euro, für einen Farbkasten, Zeichenblöcke und Ölkreide sind auch gut 30 Euro fällig und Turnsachen inklusive Sportschuhe sind auch nicht unter 50 Euro zu bekommen.
Nicht einfacher wird es durch die Vorgaben mancher Schulen, dass es zum Beispiel ein Marken-Farbkasten sein sollte und welche Marken-Stifte benötigt werden. Silke Uelsmann: „Da kann es Bilnicht so kräftige Farben hat wie das Premium-Produkt." Silke Uelsmann und Margret Keck-Brüning setzen nun auf Unterstützung. Sie suchen für ihre Schulmaterialkammer vom Anspitzer bis zum Zirkel alles, was für den Schulalltag auf der Grundschule oder den weiterführenden Schulen nötig ist. Margret Keck-Brüning: „Radiergummis, unbenutzte Hefte, Stifte, Blöcke – auch wenn es nur Kleinigkeiten sein sollten, jede Hilfe zählt."
Spenden für die Gronauer Schulmaterialkammer werden montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 12 Uhr an der Laubstiege 13a in Gronau angenommen. „Sobald genügend Material vorhanden ist, wird die Schulmaterialkammer öffnen", erläutert Silke Uelsmann. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Neben Sachspenden sind auch Geldspenden für den Aufbau der Schulmaterialkammer willkommen, Spendenkonto: Volksbank Gronau-Ahaus, DE90 4016 4024 0000 4589 00, Stichwort „Schulmaterialkammer Gronau"

Foto und Text: Caritas Ahaus-Vreden


Anwaltliche Beratung bei Frauen

September 2022

"Bleiben oder gehen - Trennung ja oder nein?"

Gronau- Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bietet Frauen in Gronau Beistand bei Beziehungskrisen an. In einem Orientierungsgespräch mit Melanie Reichert-Riese, Fachanwältin für Familienrecht aus Gronau, die für dieses Angebot mit dem SkF zusammenarbeitet, geht es konkret um die Frage „Bleiben oder gehen – Trennung ja oder nein?“ Denn, so heißt es vom SkF: Wenn in einer Paarbeziehung aus Streit eine Krise wird und das zusammenleben im Alltag sich immer schwieriger gestaltet, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung eine mögliche Alternative sein kann. Eine Trennung hat erhebliche rechtliche Auswirkungen und es sollte daher sorgsam und überlegt vorgegangen werden. Häufig zögern betroffene Frauen sehr lange, sich anwaltliche Unterstützung zu suchen.
Das Angebot findet das nächste Mal am Donnerstag (15. September) in den Räumen des SkF in der Laubstiege 13a statt. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Weitere Informationen und Terminvereinbarungen beim SkF unter 02562 8173-40 (Gudrun Schemitzek, Frauenschutzwohnung) oder 02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning, Beratung bei häuslicher Gewalt).

[Flyer]


Projekt "Morgensonne" feiert 10-jähriges Jubiläum

Foto: Pressestelle der Stadt Ahaus
Foto: Pressestelle der Stadt Ahaus

Das Team der "Morgensonne" mit Bürgermeisterin Karola Voß (1.v.l.)

August 2022

Kooperation zwischen SkF  und der Stadt Ahaus

Ahaus- Das Projekt „Morgensonne“ feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Bürgermeisterin Karola Voß gratulierte gemeinsam mit Silke Herbrand und Heiner van Weyck vom Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus dem gesamten Team ganz herzlich. Die Morgensonne ist für Schwangere und Eltern mit kleinen Kindern bis drei Jahren eine kostenlose und anonyme Anlaufstelle, die unkompliziert und kompetent Hilfe bei den kleinen und großen Problemen des Alltags bietet. „Ich freue mich, dass wir durch unsere Zusammenarbeit Schwangere und Eltern mit kleinen Kindern in Ahaus lebensnah und ganz handfest unterstützen können“, so Bürgermeisterin Karola Voß.
Das Team der Morgensonne besteht aus einer Sozialpädagogin und zwei Kinderkrankenschwestern – so kann Beratung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung aber auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stattfinden. „Insgesamt wurden 255 Familien aus Ahaus und den Ortsteilen in der Morgensonne individuell betreut, in den letzten fünf Jahren waren es durchschnittlich rund 40 Neuanmeldungen pro Jahr, davor weniger. 2021 haben wir 60 Familien beim Start ins neue Familienleben geholfen“, erklärt Claudia Mersmann, Fachbereichsleitung „Frühe Hilfen“ beim SkF Ahaus-Vreden.
Besonders in der aktuellen Pandemiesituation können Sorgen und Überlastung schnell überhand nehmen und der Alltag mit Kindern ist zwischen Quarantäne und Kita oft eine große Herausforderung. Um auch in Pandemiezeiten sicher für die Familien und die Kinder da zu sein, gibt es ein verlässliches Hygienekonzept bei den persönlichen Beratungen und natürlich die Möglichkeit, telefonisch (Tel.: 02561 9523-95) oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen.
„Die Morgensonne leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Familien in Ahaus und gibt lebensnah und praktisch Hilfestellung“, sind sich Heiner von Weyck und Silke Herbrand, vom Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus. Die Stadt Ahaus unterstützt das Projekt im Hintergrund als Kostenträgerin.

Text und Foto: Pressestelle der Stadt Ahaus

[Fachbereich Frühe Hilfen für Familien]


Finanzielle Notlagen

Finanzielle Notlagen

In ihrer Aufgabe als Sozialberaterin ist die Sozialarbeiterin des SkF Margret Keck-Brüning nah an den Menschen und ihren Problemen

August 2022

Beraterin kommt an ihre Grenzen

Gronau- Angesichts rasant steigender Preise für Lebensmittel, Strom, Benzin und Mieten steigt auch die Frage nach Beratung schon jetzt massiv in der sogenannten Allgemeinen Sozialberatung des SkF Ahaus-Vreden. Das schreibt SkF-Mitarbeiterin Margret Keck-Brüning, die die einzige Allgemeine Sozialberatung in Gronau im Elisabeth-Haus an der Laubstiege anbietet. „Die Nachfrage nach der Sozialberatung wächst alarmierend“, sagt die Diplom- Sozialarbeiterin.
Die Sicherung der finanziellen Existenz sei eine der wesentlichen Aufgaben der Allgemeinen Sozialberatung. Egal, mit welchem Problem ein Klient in die Beratung komme, die Frage nach der Existenzsicherung stehe fast immer im Mittelpunkt, so Margret Keck-Brüning.
Deutliche Zunahme
Im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete sie eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach finanzieller Beratung und Unterstützung. „Immer öfter kommen Klienten und präsentieren ein Schreiben vom Energieträger mit offenstehenden Beträgen und der Androhung der Stromsperrung. Ferner wissen einige Klienten nicht, fällige Ratenzahlungen zu zahlen und auch Mietschulden sind Thema in der Beratung.“ Auch die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten brächten einkommensschwache Menschen immer weiter an den Rand ihrer Existenz, lautet ein Erfahrungswert der Sozialarbeiterin.
Existenznot
„Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig . . .“ wird für immer mehr Menschen mittlerweile bittere Realität. Sie werden immer mehr gezwungen, an allem zu sparen. Auch ein deutlicher Anstieg von älteren Menschen sei in der Beratung zu verzeichnen.
Energiepreise
„Gut, dass es in Gronau den Verein Mensch in Not, das Sozialbüro der Kirchengemeinde und die Gronauer Tafel gibt. Hier vermittle ich mittlerweile jede Woche Klienten hin“, berichtet Margret Keck-Brüning.
Da die Allgemeine Sozialberatung des SkF seit Januar alleine dieses Beratungsangebot in Gronau vorhält (die Diakonie ist zum Jahresende 2021 ausgestiegen), komme sie mittlerweile oft an ihre zeitlichen Grenzen. „Und das bereits jetzt, wo noch gar nicht abzusehen ist, wie schwierig es für die Menschen demnächst finanziell wird. Ich mag gar nicht daran denken, wenn die weiteren Erhöhungen der Lebensmittel, der Energieträger und die Abrechnungen dazukommen, so Margret Keck-Brüning, was man wohl als Weck- und Hilferuf verstehen muss.

[Fachbereich Allgemeine Sozialberatung]


SkF freut sich über Unterstützung

Foto: Stadtwerke Gronau
Foto: Stadtwerke Gronau

1400 Willkommenstaschen übergab Sylvia Rasokat-Poll (r.) von den Stadtwerken Gronau an Barbara Haget (Foto: Stadtwerke Gronau)

Juli 2022

Taschen bei Familien beliebt

Gronau- 1400 weitere Willkommenstaschen mit der Aufschrift „Neue Energie-Quelle“ übergab Sylvia Rasokat-Poll, Teamleiterin Marketing bei den Stadtwerken Gronau, nun an Barbara Haget vom Sozialdienst katholischer Frauen Ahaus-Vreden (SKF) in Gronau.
Im Rahmen des Projektes „Hallo, kleiner Mensch“ besuchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen vom SKF alle Mütter von Neugeborenen im Gronauer St.-Antonius-Hospital.
Die Frauen erhalten dann die sogenannte Willkommens-Tasche, gefüllt mit vielen Informationen, Beratungsadressen und Begrüßungsgeschenken, allesamt gespendet von verschiedenen Gronauer Firmen und Institutionen.
Die Stadtwerke Gronau unterstützen das Projekt schon von Beginn an. „Die Anzahl der Geburten liegt in Gronau bei etwa 700 im Jahr. Mit den 1400 Taschen sind wir für die nächsten beiden Jahre wieder gut versorgt,“ so Barbara Haget. „Das Projekt läuft nach wie vor sehr gut und die Taschen sind bei den Familien äußerst beliebt.“

[Fachbereich Hallo kleiner Mensch]


Schulmaterial für ukrainische Geflüchtete gesucht

Schulmaterial für ukrainische Geflüchtete gesucht

Caritasausschuss, SKF Ahaus und Vreden und Caritasverband Ahaus-Vreden organisieren die Aktion für ukrainische Flüchtlingsfamilien. (Pfarrgemeinde St. Agatha.

Mai 2022

Epe- Wir möchten ukrainischen Familien helfen, im deutschen Schulalltag Fuß zu fassen“, erläuterte Silvia Frieler, Vorsitzende des Caritasausschusses der Pfarrgemeinde St. Agatha, die Idee zu dem Projekt, das als Kooperation zwischen dem Caritasausschuss, dem SKF Ahaus und Vreden und dem Caritasverband Ahaus-Vreden entsteht. „In vielen Familien haben sich mittlerweile Schulmaterialvorräte angesammelt, die aufgrund von Schul- oder Lehrerwechseln nicht mehr genutzt werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit möchten wir diese Materialien an diejenigen weitergeben, die sie dringend benötigen,“ ergänzt Pastoralassistentin Marion Nolte.
Schulartikel jeglicher Art, angefangen bei Schulheften über Stifte, Etuis, Zirkel, Taschenrechner einzeln oder in größeren Mengen – bis hin zu Schultornistern können täglich von 9 bis 17 Uhr an der Oststraße 31 in Epe abgeben werden.
Dankenswerterweise stellt die Firma Homölle Viatherme GmbH für diesen Zweck unentgeltlich den notwendigen Geschäftsraum zur Verfügung. Die Materialien werden zunächst für die Erstausstattung ukrainischer Flüchtlinge verwendet. „Wenn genügend Schulmaterialien gespendet werden und sich vielleicht auch Freiwillige finden, die bereit sind, bei diesem Projekt mitzuarbeiten, ist es uns ein Herzensanliegen, dieses Projekt in eine dauerhafte Struktur zu überführen und für alle Bedürftigen in Gronau und Epe zu öffnen“, erklären Silke Uelsmann vom Caritasverband und Margret Keck-Brüning vom SKF zu den weiteren Planungen.
„Hierzu muss aber noch weitere konzeptionelle Arbeit stattfinden und der Kontakt zu den Schulen intensiviert werden, um ein gutes und gangbares Prozedere für die Materialausgabe zu entwickeln“, so Christiane Hölscher, Pastoralreferentin der Kirchengemeinde St. Agatha Epe.


Signal in Gronau gegen Gewalt

Signal in Gronau gegen Gewalt

Margret Keck-Brüning von der Beratungsstelle gegen Häusliche Gewalt vom  SkF Ahaus-Vreden und Andreas Purz von der Beratungsstelle Männer gegen Männergewalt Euregio e.V.

Mai 2022

Beratungsstelle gegen Häuslicher Gewalt des SkF Ahaus-Vreden e.V. und Männer gegen Männergewalt  Euregio e.V. wollen in Gronau Signal setzen

Gronau- Zu einem ersten persönlichen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch, um das Netz der Hilfe gegen Häusliche Gewalt in Gronau zu verdichten trafen sich nun Margret Keck-Brüning, von der Beratungsstelle gegen Häusliche Gewalt vom  SkF Ahaus-Vreden und Andreas Purz von der Beratungsstelle Männer gegen Männergewalt Euregio e.V.
Gemeinsam wollen sie sich enger vernetzen und miteinander kooperieren um in Gronau das Thema Häusliche Gewalt sichtbarer zu machen und Hilfe sowohl für Opfer wie auch Täter anzubieten.
Häusliche Gewalt hat viele Gesichter, so die gemeinsame Aussage beider Mitarbeiter.
Schlagen, beschimpfen, beleidigen, drohen, kontrollieren, ausgrenzen, eine Ohrfeige, treten, einsperren, sexuelle Belästigung, Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung, und vieles mehr sind Ausdrücke von Häuslicher Gewalt.
Bislang haben beide Beratungsstellen mehr nebeneinander gearbeitet. Das möchten wie nun verändern und zukünftig mehr kooperieren.
Häusliche Gewalt ist ein unsichtbares Thema.  Das Geschlecht spielt dabei eine wichtige Rolle. Es gibt die Opfer und die Täter. Jede 3. Frau in Deutschland erlebt in Deutschland in einer Partnerschaft Gewalt, so besagt es eine Statistik.
Wir stehen zu allererst auf der Seite der betroffenen Frauen und deren Kinder, so M. Keck-Brüning vom SkF Ahaus-Vreden. Wir beraten, wie unser Vereinsname schon sagt Männer, die Gewalt ausüben, also die Täter so A. Purz. Doch beide haben auch die ganze Familie im Blick.
Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit in Gronau aufzuzeigen, dass es sowohl für betroffene Opfer als auch Täter Anlaufstellen gibt. Wir möchten das Tabu brechen und helfen, das Betroffene (Opfer und Täter) darüber reden.
Gronau ohne Partnerschaftsgewalt ist mehr als ein Wunsch, doch wir wollen es zumindest gemeinsam angehen und öffentlicher machen, wie es auch das Projekt „GewAlternativen“ des Kreises Borken schon macht, in dem beide Stellen mitwirken.


Ausstellung in der Fabi: Gronauer Alltagsheldinnen

Mai 2022

Gronau- Frauen, die anderen Frauen Mut machen: In der katholischen Familienbildungsstätte an der Laubstiege 15 in Gronau ist bis zum 24. Juni eine Wanderausstellung mit großformatigen Bildern von Gronauer Alltagsheldinnen zu sehen.

Die Ausstellung wird von der Gemeindecaritas des Caritasverbandes Ahaus-Vreden, dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Familienbildungsstätte präsentiert. Insgesamt sind es zwölf Geschichten, die in Bildern Mut machen. Sie zeigen, dass man es schaffen kann, selbst aus der ausweglosesten Situation wieder in ein gutes Leben zurückzufinden. Neben den Bildern sind Lebensgeschichten aufgezeichnet.

Die Fotos sind montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr zu sehen, freitags von 9 bis 12 Uhr.


SkF sucht Familienpaten

Ulrike Terhaar /Foto: Bödding
Ulrike Terhaar /Foto: Bödding

März 2022

Gronau- Der SkF sucht dringend Familienpaten. Das sind Menschen, die sich für einen begrenzten Zeitraum einmal wöchentlich ehrenamtlich in einer Familie engagieren, um die Eltern zu entlasten. Die Ehrenamtlichen werden unter anderem durch Fachkräfte begleitet, können sich mit anderen Familienpaten austauschen, erhalten einen Versicherungsschutz und Fahrtkostenerstattung.

Ansprechpartnerin beim SkF ist Ulrike Terhaar, 02562 8173-52

E-Mail: terhaar@skf-ahaus-vreden. de

[Fachbereich Familienpaten]


Frauen, die anderen Mut machen

Ulrike Terhaar, Christiane Hölscher und Silke Uelsmann mit zwei der großformatigen Motive in der Kirche St. Agatha in Epe
Ulrike Terhaar, Christiane Hölscher und Silke Uelsmann mit zwei der großformatigen Motive in der Kirche St. Agatha in Epe
In der Barockkirche in Zwillbrock enstand eines der Motive für den Mutmachkalender: Eine türkische Frau, die allen Traditionen und religiösen Hindernissen zum Trotz ihr Leben als alleinerziehende Mutter meisterte und sich sinnbildlich selbst heiratete
In der Barockkirche in Zwillbrock enstand eines der Motive für den Mutmachkalender: Eine türkische Frau, die allen Traditionen und religiösen Hindernissen zum Trotz ihr Leben als alleinerziehende Mutter meisterte und sich sinnbildlich selbst heiratete

März 2022

Bericht und Fotos: Caritas

Foto- und Kalenderprojekt des Caritasverbandes Ahaus-Vreden und
des SkF: Ausstellung in St. Agatha in Gronau-Epe

Gronau- Zwölf Geschichten von Frauen, die Mut machen, sind in einem Kalender-Projekt des Caritasverbandes Ahaus-Vreden und des SkF versammelt. Zu diesem "Mutmach-Kalender" gibt es auch eine Wanderausstellung mit den Fotos der Alltagsheldinnen. Die Bilder sind aktuell in der St.-Agatha-Kirche in Epe zu sehen.

Mal geht es um eine junge Frau, die vor 17 Jahren als Frühchen mit 500 Gramm auf die Welt kam, kaum Überlebenschancen hatte, sich aber bis heute tapfer ins Leben gekämpft hat. Mal geht es um eine Frau, die Gewalt in der Ehe erfuhr, mit nichts als ihren drei Kindern floh und getragen durch ihren Glauben ein neues Leben begonnen hat. Mal geht es um eine geflüchtete Frau, die schwer traumatisiert nach Deutschland kam und keinen Lebenswillen mehr hatte, heute die große Liebe und zwei gesunde Kinder an ihrer Seite hat.

Insgesamt sind es zwölf Geschichten, die Mut machen. Sie zeigen, dass man es schaffen kann, selbst aus der ausweglosesten Situation wieder in ein gutes Leben zurückzufinden. Großformatige Bilder der Frauen und einige Lebensgeschichten sind in der Fastenzeit in der St. Agatha-Kirche in Gronau-Epe zu sehen.

Frauen, die anderen Frauen Mut machen: Für ihren "Mutmach-Kalender" suchten Silke Uelsmann vom Caritasverband Ahaus-Vreden und Ulrike Terhaar vom Sozialdienst katholischer Frauen Heldinnen des Alltags aus Gronau. Frauen, die schwierige, manchmal auch existenzielle Lebenserfahrungen gemacht und gemeistert haben. Sie sollten darüber erzählen und sich passend zu ihrer Geschichte fotografieren lassen.

Im Zuge der Suche nach diesen starken Frauen meldete sich die Fotografin Hiske van Keulen aus Bad Bentheim, um sich als Fotografin anzubieten und gleichzeitig mit ihrer eigenen Geschichte am Kalender teilzunehmen.

Daraufhin entstand die Idee, die Bilder zusätzlich auszustellen und eine Wanderausstellung für das ganze Jahr 2022 zu planen. Hiske von Keulen: "Ich habe mich in meiner Arbeit als Fotografin und Künstlerin immer schon besonders gerne mit Menschen beschäftigt, die mit seelischen und körperlichen Handicaps leben müssen. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu begleiten."

Im Verborgenen

Christiane Hölscher, Pastoralreferentin in St. Agatha, freut sich über die Chance, auf die aufmerksam machen zu können, die Ungeheures leisten - "und das fernab der Öffentlichkeit im Verborgenen. Die Heldinnengeschichten stehen stellvertretend für die vielen Frauen, die Tag für Tag Heldenhaftes in ihrem Alltag leisten." Diesen Frauen werde durch die Initiative von Silke Uelsmann und Ulrike Terhaar Aufmerksamkeit und Anerkennung zuteil.

St. Agatha in Epe öffnet die Türen für die Ausstellung in der Fastenzeit täglich von 9 bis 18 Uhr und schafft auch bei weiteren Veranstaltungen Aufmerksamkeit für dieses Thema: Am 28. März um 19.30 Uhr wird es einen Gesprächsabend in der St. Agatha-Kirche geben, an dem Interessierte zunächst die Ausstellung besuchen können und anschließend die Möglichkeit haben, mit einigen der starken Frauen ins Gespräch zu kommenmen. Des Weiteren werden die "Starken Frauen" ebenfalls in den Gottesdiensten am 2. und 3. April Thema sein.

Der Kalenderverkauf während der gesamten Zeit erfolgt bei "Lidys Boutique" und der Volksbank in Epe und nach den Gottesdiensten. Den Kalender gibt es zum Preis von 15 Euro. Der Erlös ist für die "Unterstützung von Frauen in schwierigen Lebenssituationen" gedacht.

Um Unterstützung geht es auch in der Beratungsstelle im St. Elisabeth Haus der Beratung in Gronau. Silke Uelsmann von der Gemeindecaritas und Ulrike Terhaar von der Schwangerschaftsberatung und Familienpatenkoordination des SkF begegnen alltäglich Frauen, die viele Sorgen und Probleme haben. Die beiden Mitarbeiterinnen leisten gemeinsam Hilfe, bei der die Angebote des Caritasverbandes und des SkF ineinandergreifen. Trotzdem sind manchmal die Sorgen für die Frauen beinahe erdrückend. "Häufig fragen wir uns, wie unsere Klientinnen diese schweren Lebensumstände aushalten, oder sogar meistern und zur Verbesserung führen", erklärt Silke Uelsmann.

Persönliche Schicksale

Die Frauen tun das ohne Aufhebens, ohne einen Blog darüber zu schreiben oder es irgendwo zu posten, ohne eine Auszeichnung dafür zu bekommen. "Oft schon hatten wir den Gedanken, diesen Heldinnen des Alltags vielleicht nicht gleich ein Denkmal zu setzen, aber doch öffentlich darauf aufmerksam zu machen, was tagtäglich von Müttern und Frauen geleistet wird", erläutert Silke Uelsmann. Viele persönliche Schicksale aus ihrer Arbeit haben sie erfahren lassen, wie entschlossen und ausdauernd sich diese Frauen in Krisen, bei Schicksalsschlägen und mit Krankheiten immer wieder aufrichten, die Situation mit Kraft und Mut angehen und sich dem Leben stellen. "Mit unserem "Mut-Mach-Kalender" ist es nun soweit - wir stellen Ihnen einige der "starken Frauen" aus Gronau vor, die sich nicht unterkriegen lassen und auch in Krisenzeiten jeden Tag mit neuer Kraft begonnen haben und beginnen", berichtet Ulrike Terhaar.

Nach Ostern ist die Bilder-Ausstellung in der Familienbildungsstätte Gronau, Laubstiege 15, zu sehen.

Die Organisatoren danken folgenden Sponsoren für die Umsetzung des Projektes: Druckpunkt, Nora Moden, Damenthron des Schützenvereins, Bürgerstiftung Gronau, Volksbank Gronau, Musikverein Epe.


Wieder gestartet - Frühstückstreff für Alleinerziehende

Foto: SkF
Foto: SkF

März 2022

Zusammenkommen, sich austauschen, Freuden und Sorgen teilen, das alles können die Alleinerziehenden beim Frühstückstreff.                     

Gronau- "Ich leite ein kleines Familienunternehmen“ – den Spruch aus der Werbung kann man zu alleinerziehenden Müttern und Vätern auch sagen. Das Familienleben als Alleinerziehende bedeutet schließlich immer eine tägliche Herausforderung, heißt es in einer Mitteilung des SkF für die Dekanate Ahaus und Vreden. Wesentlich für die Zufriedenheit ist es im anstrengenden Alltag Alleinerziehender, zur Ruhe zu kommen, aufzutanken und mit netten Menschen in ähnlicher Lebenssituation im Austausch zu sein. Dafür hat der SkF den Frühstückstreff geschaffen. In lockerer und angenehmer Frühstücksatmosphäre kann bei Kaffee, Tee und frischen Brötchen gemeinsam erzählt, gelacht und zugehört werden. Alle Alleinerziehenden aus Gronau, die sich angesprochen fühlen, sind vom SkF zum Austausch eingeladen.
Der nächste Frühstückstreff findet am Donnerstag (10. März) um 9.30 Uhr statt. Weitere Treffen gibt es jeweils am zweiten Donnerstag im Monat.

Um Anmeldung zwecks Planung wird unter 02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning) oder per E-Mail an bruening@skf-ahaus-vreden.de gebeten.
Für die Teilnahme am Alleinerziehenden-Frühstück gelten die allgemeinen Corona-Hygiene-Regeln.


Digitale Woche rund um die Geburt

Foto: WN Frank Zimmermann
Foto: WN Frank Zimmermann

Diese Fachfrauen mischen bei der digitalen Woche rund um die Geburt mit: v.l. Anna Volmer (Hebamme), Judith Tasche (Hebamme), Diana Ricker (pädagogische Mitarbeiterin FBS), Christin Bußjan und Ulli Terhaar (Schwangerenberatungsstelle SkF) und Dr. Senait Berhane (Oberärztin im St.-Antonius-Hospital). (Foto WN: Frank Zimmermann)

Februar 2022 (aus WN vom 18.02.2022)

Angebot für werdende Eltern

Gronau- Informationen rund um die Geburt erhalten werdende Eltern in der ersten Märzwoche von sechs Fachfrauen. Dabei geht es auch um Fragen, wie aus einem Paar eine Familie wird und wie die Eltern eines neugeborenen Kindes mit den Themen Sexualität und Verhütung umgehen sollten.

Die „Digitale Woche rund um die Geburt“ feiert vom 3. bis 10. März Premiere – und ist eigentlich doch eine alte Bekannte. Die Organisatorinnen des Tages rund um die Geburt, der schon seit vielen Jahren bei der Familienbildungsstätte (FBS) auf dem Programm steht, haben nämlich das bewährte Tagesprogramm in ein Wochenprogramm umgeplant.
„Im vergangenen Jahr haben wir den Tag rund um die Geburt erst verschoben und dann ist er wegen Corona doch noch ausgefallen. Wir möchten den Schwangeren aber etwas anbieten, deshalb haben wir uns für die digitale Variante entschieden“, erklärt Diana Ricker, pädagogische Mitarbeiterin der FBS.

Das Programm:

3. März (Donnerstag):
Dr. Senait Berhane (Oberärztin im St.-Antonius-Hospital): „Rund um die Geburt“. Sie erklärt unter anderem, wann die Gebärenden ins Krankenhaus gehen sollten, was im Kreißsaal im OP (bei einem Kaiserschnitt) und im Wochenbett passiert. Außerdem geht sie auf die aktuellen Corona-Regeln ein.

7. März (Montag):
Ulli Terhaar und Christin Bußjan (Schwangerenberatungsstelle SkF): „Die erste Zeit zu dritt“. Dabei geht es um die Herausforderung, mit dem neugeborenen Kind eine Familie zu werden und trotzdem auch ein Paar zu bleiben.

8. März (Dienstag):
Kirsten Radau (Schwangerenberatungsstelle Diakonie): „Sexualität und Verhütung nach der Geburt“ – ein wichtiges Thema, das erfahrungsgemäß aber immer noch ein bisschen in der Tabu-Ecke steht.

9. März (Mittwoch):
Judith Tasche (Hebamme und Heilpraktikern): „Stillen oder Flasche? – Gesunde Ernährung von Anfang an.“ „Ich werde beides beleuchten“, sagt Tasche. Die Hauptsache sei, dass die Entscheidung für das eine oder das andere die Familie nicht aus der Balance bringt.

10. März (Donnerstag):
Anna Volmer (Hebamme): „Ablauf einer natürlichen Geburt“. Volmer will verschiedene Geburtspositionen vorstellen, aber auch erklären, was mit in die Kreißsaaltasche gehört.

Das neue Format bietet einige Vorteile:

Während sich die Teilnehmenden beim Tag einzelne Workshops aussuchen mussten, können sie nun an allen Veranstaltungen teilnehmen. Außerdem müssen sie weder ihre Wohnung verlassen noch eine Kinderbetreuung organisieren, falls es nicht ihre erste Geburt ist. Auch müssen sich die werdenden Eltern nicht darum sorgen, sich bei einer Präsenzveranstaltung kurz vor der Geburt noch mit dem Corona-Virus zu infizieren. Das könnte insbesondere für die werdenden Väter fatal sein, denn dann dürften sie bei der Geburt nicht dabei sein.
Die Organisatorinnen verhehlen aber auch nicht, dass der Austausch per Videoschaltung auch Nachteile hat: „Das Zwischenmenschliche fehlt schon“, sagt Judith Tasche. Und Diana Ricker betont: „Die persönliche Begegnung ist uns eine Herzensangelegenheit, davon leben wir alle in unseren Berufen.“ Die Frauen sind – wie viele andere auch – coronamüde und hoffen deshalb darauf, dass die Pandemie bald überstanden ist.

Anmeldung über die FBS
Wer an einer (oder mehreren) der Veranstaltungen teilnehmen möchte, muss sich über die Internetseite der FBS anmelden und erhält dann einen Link mit den Zugangsdaten zur jeweiligen Zoom-Konferenz sowie gegebenenfalls Informationsmaterial per E-Mail. Die Teilnahme ist kostenlos. Die FBS veranstaltet den Tag – beziehungsweise jetzt die Woche – gemeinsam mit der Diakonie sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF, Dekanate Ahaus und Vreden) und in Zusammenarbeit mit den freien Hebammen und dem St.-Antonius-Hospital.

(Bericht Frank Zimmermann WN)  

[Infoplakat]  [Internetseite FBS]


Kreisweite Aktion gegen häusliche Gewalt

Kreisweite Aktion gegen häusliche Gewalt

Kreis Borken/Gronau-

Häusliche Gewalt ist immer noch ein Tabuthema, da sie nicht öffentlich stattfindet.

Aber, sie geht uns Alle an! Wir dürfen nicht wegsehen, dafür steht die "Rote Bank".

Hier finden Sie verschiedene Statements zum Thema "Häusliche Gewalt und zur Initiative "Rote Bank":

Statement: Doris Ströing, Fachdienstleitung Kinder, Jugend und Familie Gronau

Jede Form von Gewalt gegen Frauen (egal ob verbal oder körperlich) richtet mit der Zeit einen seelischen Schaden an, der für Dritte oftmals unsichtbar bleibt. Die damit verbundene Ohnmacht, Selbstzweifel und Zukunftsangst von Müttern überträgt sich unbewusst auch auf die im häuslicher Gemeinschaft lebenden Kinder. Selbst wenn sie persönlich von den tätlichen Übergriffen verschont bleiben sollten, entwickeln sie Schutzmechanismen und Verhaltensauffälligkeiten, die ihr ganzes weiteres Leben prägen können.

Jedes Zeichen, dass körperliche Gewalt gegen Frauen (und Kinder) plakativ anprangert, ist gut und wichtig.  Als Jugendamtsleiterin (und ehemalige Gleichstellungsbeauftragte) der Stadt Gronau kann ich die kreisweite Aktion der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten als sichtbares Zeichen gegen häusliche Gewalt nur begrüßen.

Doris Ströing                                                         Stadt Gronau (Westf.)
Fachdienstleiterin Kinder, Jugend und Familie
     Der Bürgermeister

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Statement: Melanie Reichert-Riese, Rechtsanwältin und Uwe Riese, Pfarrer Gronau

Gewalt, in welcher Form auch immer, ist aus Sicht des christlichen Glaubens und in jeder auf Humanität beruhenden Ethik ein absolutes No-Go! Sie passiert mitten unter uns und in allen sozialen Schichten, ist menschenrechtsverachtend und diskrimierend.

Kein Mensch hat ein Recht auf Gewalt;
Jeder Mensch hat die Pflicht, Probleme und Konflikte gewaltlos zu klären.

Aber nicht immer haben sich alle im Griff! Auch wenn dies ein Faktum ist, gibt es dafür keine Rechtfertigung. Zwar unterliegen wir alle der Verfehlung, aber dennoch haben wir die Verpflichtung, stets an uns selbst zu arbeiten. Gewalt in Form von Taten, Worten, aber auch in Form des Schweigens , des Wegsehens und Weghörens, des Nichthandelns, auch des Kleinredens… sind keine angemessenen Verhaltensweisen. Das Nein der Theologie und auch des Rechts steht entschlossen dagegen!

Gewalt schafft Probleme, verstärkt Konflikte und vertieft Beziehungsstörungen….

Die roten Bänke sind ein gutes Signal, ein deutliches Zeichen, ein sichtbares Bekenntnis, Platz zu nehmen und in Ruhe liebe – und verständnisvoll miteinander zu sprechen. Dabei heißt es: Nicht „rot sehen“ und sich gewaltsam gegenüber dem Anderen ausleben, sondern „rot leben“ – in Liebe, mit Respekt und Verständnis füreinander. So wie Jesus Christus es zugespitzt hat: Das, was ihr einer meiner Schwestern oder einem meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Schauen Sie hin?! Gewalt geht uns alle an.

Melanie Reichert-Riese              Uwe Riese
Rechtsanwältin
                            Pfarrer

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Statement: Margret Keck-Brüning, SkF e.V. Ahaus-Vreden

Statement:  Margret Keck-Brüning, SkF e.V. Ahaus-Vreden

Häusliche Gewalt ist immer noch ein Tabuthema, da sie nicht öffentlich stattfindet. Aber, sie geht uns Alle an!
Deshalb ist es wichtig, gerade mit der „Roten Bank“ diesem Thema Raum zu geben.
Die „Rote Bank“ ist ein Blickfang, allein schon durch die Signalfarbe. Wir müssen hinsehen….
Die „Rote Bank“ erinnert an die Gewalt, die täglich hinter verschlossenen Türen stattfindet.
Die „Rote Bank“ ist als Appell zu verstehen, bei häuslicher Gewalt nicht wegzusehen, sie nicht zu verharmlosen und nicht zu tolerieren. Hinschauen und auf das Thema aufmerksam machen sind die ersten Schritte dazu.

Margret Keck-Brüning 
Beratung bei häuslicher Gewalt / SkF e.V. Ahaus-Vreden

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Statement: Seelsorgeteam St. Agatha Epe

Seelsorgeteam St. Agatha Epe
Seelsorgeteam St. Agatha Epe

Die Rote Bank macht aufmerksam auf die Gewalt, die allzu vielen Frauen im häuslichen Umfeld widerfährt. Halt gemacht hat die rote Bank auch vor der Agatha-Kirche. Darum ist es Zeit für uns als Seelsorgeteam von St. Agatha Epe, uns zum Thema zu positionieren. Jesus hat sich immer für die Gewaltlosigkeit eingesetzt. Natürlich stellen wir uns als Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Agatha darum gegen jede Gewalt gegenüber Frauen. Aber allein mit dem Verweis auf die Gewaltlosigkeit Jesu wäre ein Statement der katholischen Kirche viel zu kurz gegriffen, denn wir müssen auch eingestehen: Über Jahrhunderte hat die katholische Kirche ein Männer- und Frauenbild unterstützt und gefestigt, welches mitverantwortlich ist für geschlechtsspezifische Gewalt. Geschlechterungerechtigkeit steht in einem Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen, weil sie Machtverhältnisse definiert und Abhängigkeiten fördert. Wir als Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Agatha Epe fordern die Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen Lebenslagen, auch innerhalb der katholischen Kirche. Darum unterstützen wir das Projekt „Rote Bank“ und das Anliegen des Projektes, auf das Tabuthema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Die rote Bank ist nicht nur ein Zeichen, das erschüttern und aufrütteln soll. Es ist auch ein Symbol der Hoffnung auf eine grundlegende Veränderung in der Gesellschaft bezüglich des Geschlechterverhältnisses und steht für das Empowerment von Frauen. Dieses Zeichen befürworten wir ausdrücklich.

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Statement: Frank Rentmeister, Erster Polizeihauptkommisar, Kreispolizeibehörde Borken

Häusliche Gewalt ist ein Phänomen, von dem ganz überwiegend Frauen und Kinder betroffen sind. Das tatsächliche Ausmaß lässt sich nur annähernd bestimmen,  weil die Polizeiliche Kriminalstatistik nur die bekannt gewordenen Straftaten erfasst. Im Kreis Borken sind im Jahr 2020 615 Strafanzeigen wegen Delikten, die der Häuslichen Gewalt zuzurechnen sind, erfasst worden. Es ist also davon auszugehen, dass diese Zahl nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Gewaltgeschehens abbildet.
Durch die gesetzlichen Grundlagen zu Wohnungsverweisung und Rückkehrverbot gilt dabei für die Polizei in erster Linie der Grundsatz: Der Täter verlässt die Wohnung, das Opfer bleibt!

Die Polizei im Kreis Borken setzt sich entschieden dafür ein, dass

- in konkreten Situationen die Ausübung weiterer Gewalt effektiv verhindert wird und eine konsequente Strafverfolgung gewährleistet wird
-  Täter erfahren dass Gewalt in Beziehungen keine Privatangelegenheit ist und sie zur Rechenschaft gezogen werden
-  Opfer häuslicher Gewalt in dem Bewusstsein gestärkt werden, dass staatliche Stellen Hilfe leisten
-  den Opfern bedarfsgerechte Hilfs- und Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Kreis Borken unterstützen die Rote Bank Aktion als wichtigen gesellschaftlichen Appell, bei Gewalt an Frauen und Kindern nicht wegzusehen! Gemeinsames Ziel ist es, Schutz und Hilfe für die Opfer von Häuslicher Gewalt spürbar zu verbessern.

Frank Rentmeister
Erster Polizeihauptkommisar der Kreispolizeibehörde Borken

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Statement: Elisabeth Katscherowski, SkF Gronau

Statement:  Elisabeth Katscherowski, SkF Gronau

Die Aktion „Rote Bank“ ist ein hervorragendes Projekt um das Thema Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ein Stück weiter öffentlich zu machen.
Für mich bedeutet Rot – Blut, Gefahr -.
Die Frauen müssen wissen, da wo die „Rote Bank“ steht, bekomme ich Hilfe. Der QR-Code auf der Bank zeigt die Hilfsangebote hier auf.
Der SkF Gronau betreut die Frauenschutzwohnung seit nun 25 Jahren. Hier wird täglich Frauen und Kindern die Gewalt erlebt haben Unterstützung angeboten.

Elisabeth Katscherowski 
1. Vorsitzende SkF Gronau

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Statement: Ewald Vogeshaus, Weißer Ring Kreis Borken

Bekanntlich setzt sich der Weiße Ring e.V. für alle Opfer von Gewalt ein, auch für Opfer an Frauen.
Daher unterstütze ich die Aktion voll und ganz.

Ewald Vogeshaus 
Außenstellenleiter Weißer Ring im Kreis Borken

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Statement: Reinhild Wantia, Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreises Borken

Mit dem Thema „häusliche Gewalt“ in unterschiedlichster Form sind wir in unserer Arbeit beim Sozialpsychiatrischen Dienst vielfältig konfrontiert.
Wenn das eigene Zuhause kein sicherer Ort mehr ist, hat dies für die Opfer häuslicher Gewalt oftmals langfristig folgenschwere Auswirkungen.
Psychische Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten und Suchtmittelkonsum sind nicht selten die Folgen solcher Traumatisierungen.
Oberste Handlungsmaxime kann daher nur sein, alle in Frage kommenden Möglichkeiten zu nutzen, um der Gewalt ein Ende zu bereiten.
Dabei brauchen nicht nur die Opfer Hilfe und Begleitung.
Ebenso wichtig ist es, den Tätern zu vermitteln, dass sie professionelle Unterstützung benötigen, um von ihren zerstörerischen Verhaltensmustern wegzukommen, denn nicht selten sind den TäterINNEn diese Muster in früheren Jahren im wahrsten Sinne des Wortes selbst eingeprügelt worden.
Hinschauen und Melden hat bei häuslicher Gewalt nichts mit Denunziantentum zu tun, sondern mit Civilcourage.
Die rote Bank soll helfen, für dieses immer noch stark tabuisierte Thema in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren.
Gleichzeitig soll sie dazu ermahnen und auffordern, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln.

Reinhild Wantia
Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreises Borken


Frei leben ohne Gewalt

Foto: Driland Kolleg
Foto: Driland Kolleg

November 2021

Foto: Gemeinsam wurde vor der Schule die leuchtend blaue Fahne "Frei leben - ohne Gewalt" gehisst

Flagge zeigen                    

Gronau- Anlässlich des "Tag gegen Gewalt an Frauen", der jedes Jahr am  25.11 begangen wird, wurde Margret Keck-Brüning, Dipl.-Sozialarbeiterin vom Sozialdienst Kath. Frauen ins Driland Kolleg Gronau eingeladen, um von ihrer Arbeit in der Beratung mit von Gewalt betroffenen Frauen ( und Männern) zu berichten und über Hilfsangebote in Gronau zu informieren. Zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Magdalene Bücker besuchte sie die einzelnen Klassen, wo sie auf großes Interesse und Betroffenheit angesichts der konkreten Beispiele aus der Beratung traf. Margret Keck-Brüning konnte von Menschen berichten, die mitunter über Jahre Gewalt in Beziehungen erlebten und Wege aus dieser Gewaltspirale fanden. Sie  machte klar: "Gewalt hat viele Gesichter und niemand muss sie ertrage".
"Das Driland Kolleg beteiligt sich in diesem Jahr erstmals an der Aktion und wir freuen uns sehr über das große Interesse und die positive Resonanz der Studierende" ergänzt Magdalene Bücker.


Terre des Femmes Fahnenaktion "frei leben ohne Gewalt"

Terre des Femmes Fahnenaktion "frei leben ohne Gewalt"

November 2021

Foto: Margret Keck-Brüning (SkF) li. und Edith Brefeld (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau)

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Driland-Kolleg  und die SkF´s Gronau und Ahaus-Vreden beteiligen sich am 25.11.2021 an dieser Aktion.                     

Gronau- Am 25. November finden jährlich zum Internationen Tag "Nein! zu Gewalt an Frauen" im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Veranstaltungen statt. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller Internationaler Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen" anerkannt.
Die Fahnenaktion der Menschenrechtskommission "Terre des Femmes" ist eine davon und bundesweit bekannt. Die blaue Fahne als Zeichen gegen Gewalt an Frauen wird in vielen Städten zu sehen sein, so auch wieder am Gronauer Rathaus. Ferner beteiligen sich in diesem Jahr auch das Driland-Kolleg, der SkF Gronau und der SkF Ahaus-Vreden daran. Auf Initiative der Schulsozialarbeiterin Magdalene Bücker und mit Unterstützung der Schulleitung wir auch am Kolleg die Fahne gehisst. "Wir wollen diesen Tag zum Anlass nehmen, auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen, um Frauen und Mädchen zu ermutigen, ein Leben zu führen, in dem eine gewaltfreie und respektvolle (Liebes-)Beziehung möglich ist!", so Margret Keck-Brüning vom SkF Gronau. Die weithin sichtbare Fahne soll mahnen: "Häusliche Gewalt ist keine Privatsache!" meint auch Edith Brefeld als Gleichstellungsbeauftragte.
Weltweit, in der Bundesrepublik, in Gronau gehören für viele Frauen und ihre Kinder Misshandlungen durch Ehemann, Ex-Partner, Bruder usw. zum Alltag. Jede 3. Frau in Deutschland hat bereits Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in ihrer häuslichen Umgebung erlebt. Frauen werden geschlagen, getreten, geboxt, an den Haaren gezogen, eingesperrt, verbal gedemütigt – das Spektrum ist breit - das Leid unvorstellbar.
Der gefährlichste Ort für eine Frau ist statistisch gesehen ihr eigenes Zuhause. Einkommen, Bildung, Alter, Nationalität und Religion sind dabei völlig belanglos.
Wir alle müssen aufmerksam sein. Wegschauen ist keine Option! Es geht uns alle an!


Vertrauen ist alles

Foto: Martin Borck WN
Foto: Martin Borck WN

Oktober 2021

Foto v.li.: Sandra Cichon, Rainer Hülskötter, Claudia Mersmann, Judith Tasche und Martin Mehring zogen ein positives Fazit zur Arbeit der „Frühen Hilfen“ am Standort Gronau

Frühe Hilfen bündeln elf Projekte                     

Gronau- Mit der richtigen Hilfe zur passenden Zeit lassen sich so manche Probleme vermeiden. Das ist auch der Grundgedanke der „Frühen Hilfen“. Damit erhalten junge Familien und Alleinerziehende Unterstützung – und zwar bevor Situationen entstehen, aus denen Krisen erwachsen können.

Hindernisse können riesig groß erscheinen – mit der richtigen Hilfe an der Hand werden sie aber bezwingbar. Vor allem, wenn die Hilfe früh einsetzt.
Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Probleme erst mal gar nicht über den Kopf wachsen.
Unter dem Begriff „Frühe Hilfen“ sind in Gronau elf Projekte zusammengefasst, die jungen Familien und Alleinerziehenden mit ihren Kindern von Anfang an zur Seite stehen. Bei Sorgen um die Gesundheit von Mutter und Säugling. Bei Geldproblemen. Bei Schwierigkeiten mit Behörden. Oder bei Krisen in der Partnerschaft – die sich ja erst mal auf die neue Situation einstellen muss.
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF), die Stadt Gronau und das St.-Antonius-Hospital bilden den organisatorischen Kern des Angebots. Mit Fäden zu einer Vielzahl von Partnerorganisationen, die eng vernetzt sind. Und das schon seit 15 Jahren.
Claudia Mersmann und Geschäftsführer Martin Mehring vom SkF, Hebamme Judith Tasche, Rainer Hülskötter (Jugendamt) und Sandra Cichon (Erste Beigeordnete und Sozialdezernentin) zogen bei einem Pressegespräch eine positive Bilanz der Zusammenarbeit.
Der Erfolg beruht auf Vertrauen. Ohne das läuft nichts bei der „Frühen Hilfe“. Das gilt für das Vertrauen zwischen den Projektpartnern untereinander – aber noch stärker für das Vertrauen, das Hilfesuchende dem multiprofessionellen Netzwerk und seinen Mitgliedern entgegenbringen. Das eine bedingt aber auch ein bisschen das andere. Wie sonst wäre es möglich, dass die Fälle durch die Stadt anonym abgerechnet werden, wenn es dieses Vertrauen zwischen der Stadt und den in der Beratung Agierenden nicht gäbe?
Anonymität ist für viele Betroffene Voraussetzung sich gegenüber den Helferinnen zu öffnen. „Für manche ist der Begriff Jugendamt ja angstbesetzt“, weiß Rainer Hülskötter aus Erfahrung. Angst vor Kindesentzug, weil die Eltern fürchten, etwas nicht richtig gemacht zu haben, Angst auch vor Stigmatisierung.
„Um diese Anonymität beneiden uns viele. Das ist nicht überall so“, sagt Judith Tasche, die seit Jahren involviert ist. Gerade der Kontakt zu den Hebammen ermöglicht den Hilfe- und Ratsuchenden einen niedrigschwelligen und – da haben wir den Begriff wieder – vertrauensvollen Zugang. Die Fälle, in denen die Frühe Hilfe zurate gezogen werden, sind mannigfaltig: Schwangerschaft im Teenageralter, Krankheiten der Mutter, Spielsucht beim Vater, Erziehungsprobleme. Manchmal geht es um ganz einfache Verständnisschwierigkeiten.
Oft hilft schon die Checkliste, die alle Mütter von Neugeborenen an die Hand bekommen. Sie enthält Tipps zu erforderlichen Behördengängen und Ansprechpartner für Kindergeld, Elternzeit und ähnliches. Sensibilität ist bei allen Personen gefragt, die mit der Klientel zu tun haben. Auch diese Sensibilität und die Bekanntheit der Frühen Hilfen musste bei Personal in Krankenhäusern und Praxen erst einmal geweckt und vermittelt werden: „Das hat teils schon Geduld gekostet“, sagt Judith Tasche. Frauen- und Kinderärzte und auch weiter weg liegende Kliniken, die mit Menschen aus Gronau zu tun haben, mussten angesprochen werden. Und müssen es angesichts der Personalfluktuation immer wieder. „Kein Tag ohne Abenteuer“, fasst Claudia Mersmann die Erfahrungen aus 15 Jahren zusammen. Abenteuer, die das Leben schreibt. Auch in den nächsten 15 Jahren. Mindestens.

Bericht: Martin Borck WN

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Frühstückstreff am neuen Standort

November 2021

Gronau- "Ich leite ein kleines Familienunternehmen" den Spruch aus der Werbung  kann man zu alleinerziehenden Müttern und Vätern auch sagen. Das Familienleben als Alleinerziehende bedeutet schließlich immer eine tägliche Herausforderung.
Nach der langen Corona-Pause möchten wir nun den Frühstückstreff „Auszeit“ wieder starten.
Wir laden Alleinerziehende ein, bei einer Tasse Kaffee oder Tee…. neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Alle Alleinerziehende, die sich angesprochen fühlen, sind herzlich zum Austausch eingeladen.
Der erste Frühstückstreff  findet am Donnerstag, 11. November  um 9:30 Uhr in den Räumen der Fabi, Laubstiege 15 in Gronau statt. Weitere Treffen werden jeweils am 2. Donnerstag im Monat sein.
Um Anmeldung zwecks Planung wird gebeten unter 02562 8173-55 (Frau Keck-Brüning) oder per Mail an bruening@skf-ahaus-vreden.de
Es gelten zur Teilnahme am Alleinerziehenden-Frühstück die 3-G-Regeln.


"Rote Bank" jetzt auch an der Laubstiege

Foto: Privat
Foto: Privat

Oktober 2021

Foto: Wollen mit der roten Bank ein Zeichen setzen: (v.l.) Edith Brefeld, Gudrun Schemitzek und Margret Keck-Brüning

Gewalt an Frauen ächten                    

Gronau- Aktuell ist es immer noch gelebte Wirklichkeit, dass jeder dritten Frau in Europa Gewalt angetan wird. Fakt ist auch, dass jeder Meniskus besser behandelt wird als eine geschlagene Frau, so eine Recherche der aktuellen „Emma“.
Gewalt gegen Frauen ist ein großes Feld mit vielen Facetten. Tatsache aber bleibt: Gewalt bleibt Gewalt und ist nie okay. Ein Nein bleibt ein Nein und Schweigen ist keine Zustimmung, sondern vielmehr Angst, Scham, Verzweiflung. Die rote Bank vorm Gronauer Rathaus soll hierzu ein Zeichen setzen. Eine weitere rote Bank ist nun vor dem Beratungshaus an der Laubstiege dazugekommen. Seit Jahren kümmern sich hier die Mitarbeiterinnen um Frauen, die Gewalt erfahren haben. Gudrun Schemitzek vom SkF Gronau ist unter anderem für die Frauenschutzwohnung zuständig und Margret Keck-Brüning vom SkF Ahaus unterstützt Frauen in der Beratungsstelle, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.
Flagge zeigen
Der SkF Gronau sowie der SkF Ahaus möchten für Gronauer Frauen, die Gewalt erfahren, Flagge zeigen. Dieses Tabuthema muss öffentlich gemacht werden, heißt es in einer Mitteilung. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Edith Brefeld, arbeitet daher eng mit dem SkF in diesem Bereich zusammen. Gemeinsam laden sie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gronau ein, E-Mails mit ihren Statements als Unterstützung gegen Gewalt an Frauen an gewaltschutzberatung@skf-ahaus-vreden.de zu schicken. „Positionieren Sie sich!“, so die Aufforderung von Margret Keck-Brüning.


Beistand bei Beziehungskrisen für Frauen

September 2021

„Bleiben oder gehen“ - „Trennung -ja oder nein?

Gronau- Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bietet Frauen in Gronau Beistand bei Beziehungen statt. In einem Orientierungsgespräch mit Melanie Reichert-Riese, Fachanwältin für Familienrecht aus Gronau, geht es konkret um die Frage "Bleiben oder gehen - Trennung ja oder nein?"
Das Angebot findet am Mittwoch, 15. September in den Räumen SkF, Laubstiege 13a in Gronau statt. Eine Terminvereinbarung ist hierzu erforderlich beim SkF unter Tel. 02562 8173-40 (Gudrun Schemitzek, Frauenschutzwohnung) oder Tel. 02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning, Beratung bei häuslicher Gewalt.

[Flyer]


Projekt Morgensonne hat 500. Fall aufgenommen

Foto: SkF
Foto: SkF

August 2021

Foto: Das aktuelle Team der Morgensonne (v.l.): Judith Tasche (Hebamme), Barbara Haget (Kinderkrankenschwester) und Claudia Mersmann (Sozialpädogin). Eine Stelle ist zurzeit vakant.

Helfen, bevor das Kind im Brunnen liegt                     

Gronau- Eine Familie ist ein sensibles Gebilde. Wenn nur ein Mitglied krank wird, schwankt manchmal das ganze System. Dann kommt es darauf an, dass ein Netzwerk vorhanden ist, das die Taumelnden hält. Das können weitere Familienmitglieder wie Großeltern sein, Freundinnen und Freunde oder auch professionelle Helferinnen. Fehlt ein solches Netz, kann es schnell zu Überforderungssituationen kommen. Und dann sind es oft die Kinder, die am stärksten unter der Krise leiden. Je jünger sie sind, desto weniger haben sie der Situation entgegenzusetzen.
Vor diesem Hintergrund wurde vor etwas weniger als 15 Jahren das Projekt Morgensonne in Gronau gegründet. Im Auftrag der Stadt bietet ein multiprofessionelles Team des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) für die Dekanate Ahaus und Vreden „frühe Hilfen“ an. Also Unterstützung für Familien, in denen eine Frau schwanger ist, das Kind gerade geboren wurde oder noch ganz klein ist. Dabei werden auch alleinerziehende Frauen als Familie verstanden.
„Wir haben in der Morgensonne den 500. Fall aufgenommen“, erzählt Claudia Mersmann (Fachbereichsleiterin Frühe Hilfen beim SkF) über die laufende Arbeit. Sie gehörte schon beim Projektstart zum Team, hat also den besten Überblick. Einerseits freut sie sich, dass vielen Familien mit relativ wenig Aufwand eine große Hilfe an die Hand gegeben werden konnte.
„Das kann die Vermittlung zu einem Kinderarzt sein oder zur Schuldnerberatung“, nennt sie Beispiele. Andererseits gebe es aber auch Familien, die über einen längeren Zeitraum und auch immer wieder auf Hilfe angewiesen sind. „Neulich hat Fall 198 wieder angerufen“, sagt sie schmunzelnd.
Dass sie als Sozialpädagogin im Team mit einer Hebamme und einer Kinderkrankenschwester arbeitet, findet sie besonders gut. Somit können die Helferinnen das breite Feld der familiären Probleme – das von der Teenager-Schwangerschaft über gesundheitliche Probleme der Babys bis hin zu finanziellen Nöten reicht – gut beackern.
Außerdem sind sie gut vernetzt, wissen also immer, wen sie noch ins Boot holen, an wen sie die Ratsuchenden verweisen können.
Ein Vorteil für die Hilfesuchenden ist zudem, dass die Fälle mit der Stadt Gronau anonym abgerechnet werden. Dadurch ist das Hilfsangebot sehr niederschwellig und niemand muss sich Sorgen machen, seine Probleme könnten ungewollt bei einer Behörde bekannt werden.
Um Familien kleine Anschaffungen oder Kursteilnahmen zu ermöglichen, freut sich das Team auch über Geldspenden.
Erreichbar ist das Team der Morgensonne in Gronau unter 02562 8173-51 oder -48 sowie per E-Mail an Claudia Mersmann (mersmann@skf-ahaus-vreden.de) oder Barbara Haget (haget@skf-ahaus-vreden.de).

Bericht: Frank Zimmermann WN

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Abschied von "Frau Elisabeth"

Foto: Frank Zimmermann WN
Foto: Frank Zimmermann WN

Ende Juni 2021

Foto: Beim SkF dreht sich das Personalkarussell: (v.l.) Ulrike Terhaar übernimmt die Schwangerschaftsberatung von Elisabeth Grote, die am Monatsende in den Ruhestand geht. Margret Keck-Brüning übernimmt einen Teil der Alleinerziehenden-Arbeit von Terhaar.

Wechsel bei der Schwangerschaftsberatung des SkF

Gronau- "Auf der grünen Wiese steht ein Karussell..." - Eltern, die mit ihren Kindern eine Krabbelgruppe besucht haben, kennen die Anfangszeile dieses Liedes. Und Menschen, die auf dem Weg zur Elternschaft Hürden überwinden mussten, kennen Elisabeth Grote vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) für die Dekanate Ahaus und Vreden. Doch jetzt dreht sich das Personalkarussell beim SkF, denn Elisabeth Grote hat am kommenden Mittwoch (30.06.) ihren letzten Arbeitstag, sie geht in den Ruhestand.
Eine Ewigkeit in Gronau
Wie lange die gebürtige Dortmunderin in Gronau tätig war? "Eine Ewigkeit", sagt sie spontan. Anfangs noch im Josefshaus an der Kaiserstiege, später in einem Haus an der Blücherstraße, schließlich am jetzigen Standort, dem St.-Elisabeth-Haus an der Laubstiege. Ihrem Arbeitgeber und ihrem Themenfeld, der Schwangerschaftsberatung, hat sie immer die Treue gehalten. Gehadert hat sie, als die katholische Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung ausgestiegen ist. Da habe sie über einen Wechsel nachgedacht, räumt sie rückblickend ein.
Überhaupt, so hat sie festgestellt, kommen politische Themen sehr schnell in der sozialen Arbeit an. Nicht zuletzt, weil die Klienten unmittelbar davon betroffen sind, wenn es zum Beispiel zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt oder wegen Corona viele Betriebe auf Kurzarbeit umstellen.
Politik schlägt auf die Arbeit durch
Auch der verstärkte Zuzug von Geflüchteten 2015, insbesondere aus Syrien, hat sich in der Beratungsarbeit bemerkbar gemacht. Denn auch von diesen Menschen haben sich insbesondere die Frauen hilfesuchend an Elisabeth Grote gewandt, die von vielen Klientinnen einfach nur "Frau Elisabeth" genannt wird.
Aber jetzt blickt Elisabeth Grote nach vorne: "Am Donnerstag habe ich meine erste Doppelkopf-Runde nach Corona", erzählt sie über ihren ersten Tag als Rentnerin. Angst, dass sie in Zukunft nicht weiß, was sie mit ihrer Zeit anfangen soll, hat sie jedenfalls nicht: "Wir haben einen großen Garten, Hühner, Katzen und einen Hund", erzählt die Diplom-Sozialarbeiterin, die mit ihrem Mann in Heek lebt. Ihre erwachsenen Kinder und ihr Enkel leben in Düsseldorf, wo die heute 65-Jährige an der Fachhochschule studiert hat.
Gut vernetzt in Gronau
Gronau will Grote aber keineswegs den Rücken kehren. In der Dinkelstadt hat sie die gute Vernetzung zu schätzen gewusst, die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen, die im St.-Elisabeth-Haus eng beieinander sind. Ulrike Terhaar und Margret Keck-Brüning locken die scheidende Kollegin denn auch schon, bald wieder vorbeizuschauen – stellen Kuchen in Aussicht.
Die beiden sitzen nämlich sozusagen mit im Personalkarussell, das sich durch Grotes Weggang dreht: Ulrike Terhaar übernimmt die Schwangerschaftsberatung zusätzlich zum Aufgabenfeld "Familienpaten", für das sie schon länger zuständig ist. Ihre Stelle wird dafür von 20 auf 35 Stunden aufgestockt. Für den Bereich "Arbeit mit Alleinerziehenden" ist Ulrike Terhaar künftig nicht mehr zuständig. Für die Alleinerziehenden ist dann Margret Keck-Brüning alleinige Ansprechpartnerin. Auch ihre Stelle wird von einer halben auf eine Dreiviertelstelle aufgestockt. Perspektivisch soll aber noch eine neue Kollegin das Team in Gronau verstärken.
Arbeit neu aufstellen
Und da der Wechsel in eine Zeit fällt, in der coronabedingt ohnehin vieles nicht "normal" läuft, wollen die Frauen ihre jeweilige Arbeit in den kommenden Monaten neu aufstellen. "Ich könnte mir zum Beispiel einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Eltern von Frühchen vorstellen", nennt Ulrike Terhaar ein Beispiel.
Elisabeth Grote wird das sicher interessiert verfolgen, wenn auch mit einigem Abstand. Und wer weiß, vielleicht kehrt sie ja als Ehrenamtliche zurück.
Die Schwangerschaftsberatung des SkF findet nach Termin statt. Ulrike Terhaar ist unter 02562 817352 erreichbar oder per E-Mail (terhaar@skf-ahaus-vreden. de).

Bericht und Fotos: Frank Zimmermann WN

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


Gemeindecaritas und SkF planen "Mutmach-Kalender"

Ulrike Terhaar (l., Sozialdienst katholischer Frauen) und Silke Uelsmann (Gemeindecaritas) suchen Frauen, die beim Projekt „Mutmach-Kalender“ mitmachen wollen.
Ulrike Terhaar (l., Sozialdienst katholischer Frauen) und Silke Uelsmann (Gemeindecaritas) suchen Frauen, die beim Projekt „Mutmach-Kalender“ mitmachen wollen.
Ein Beispielfoto für den Mutmach-Kalender. Dieses Bild steht für das, was Silke Uelsmann von der Gemeindecaritas Kraft und Mut gibt, den Herausforderungen im Alltag gerecht zu werden: der Kontakt mit ihren Pferden und das Klavierspiel
Ein Beispielfoto für den Mutmach-Kalender. Dieses Bild steht für das, was Silke Uelsmann von der Gemeindecaritas Kraft und Mut gibt, den Herausforderungen im Alltag gerecht zu werden: der Kontakt mit ihren Pferden und das Klavierspiel

Mai 2021

Bericht und Fotos: Caritas

Gronauer Frauen als Vorbilder gesucht

Gronau- "Wir machen Mut" heißt ein Projekt von Silke Uelsmann (Gemeindecaritas) und Ulrike Terhaar (Sozialdienst katholischer Frauen), das sich an Frauen jeden Alters in Gronau richtet. Geplant ist ein "Mutmach-Kalender" für das Jahr 2022 mit zwölf Kalenderblättern. Gesucht werden Frauen, die schwierige – manchmal auch existenzielle – Lebenserfahrungen gemacht und sie gemeistert haben. Und die darüber erzählen und sich passend zu ihrer Geschichte fotografieren lassen.
Für die Texte und Fotomotive werden Ideen gesammelt und besprochen. "Diese Frauen können ein Vorbild und Inspiration für viele andere sein und ihnen Mut machen", sagt Silke Uelsmann. Der Kalender soll zu einem Dokument von Menschen und ihren Geschichten werden, die mitten aus dem Leben stammen.
Ulrike Terhaar, die in der Alleinerziehendenberatung tätig ist, berichtet aus der Praxis. "Unsere Klienten stehen häufig vor wirklich großen Problemen. Wenn sie sie gemeistert haben, können sie stolz sein, dass sie es geschafft haben." Ulrike Terhaar und Silke Uelsmann kamen auf die Idee, dies zu dokumentieren und in die Öffentlichkeit zu bringen.
"Es gibt immer Situationen im Leben, die schwierig sind. Aber wenn man sie durchgestanden hat, geht es einem besser und man ist daran gewachsen", sagt Silke Uelsmann. Was hat zum Beispiel einer 17-Jährigen die Kraft gegeben, ihr Kind alleine aufzuziehen und gleichzeitig eine Ausbildung zu absolvieren?
Doch soll es in dem Kalender nicht nur um Alleinerziehende gehen. Gesucht werden Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Episoden ihres Lebens gestärkt herausgingen. "Das kann mithilfe einer anderen Person erfolgt sein, es können aber auch Dinge sein, die einen stark werden lassen." Der Mutmach-Kalender möchte anregen, nicht das Belastende zu sehen, sondern das Schöne, das Kraftgebende. "Das möchten wir in Bild und Text festhalten."
Wer seine Geschichte erzählen und anderen Mut machen will, kann mit Silke Uelsmann und Ulrike Terhaar Kontakt aufnehmen.
Interessierte Frauen werden gebeten, eine Mail entweder an s.uelsmann@caritas-ahaus-vreden.de oder an terhaar@skf-ahaus-vreden.de zu schreiben.
Auch eine Kontaktaufnahme unter 0151 46360826 ist möglich.
Die Anmeldung sollte bis zum 15. Juni erfolgen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kalender sollen gegen eine Schutzgebühr verkauft werden. Der Erlös kommt weiteren Projekten der Gemeindecaritas/SkF zugute.

[Fachbereich Alleinerziehende]


Betreuungsverein betreut Betreute

V.li.: Frau Hengstermann, Herr Wieling, Frau Krechting, Frau Funke, Herr Lügering, Frau John
V.li.: Frau Hengstermann, Herr Wieling, Frau Krechting, Frau Funke, Herr Lügering, Frau John

Mai 2021

Rechtliche Vertretung in Zeiten von Corona nötiger denn je!!!

Ahaus- Der Betreuungsverein des Sozialdiensts katholischer Frauen steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern steht mit seinen 5 Betreuer/innen den betreuten Menschen, die ihnen anvertraut wurden, mit Rat und Tat zur Seite. Und das scheint wichtiger denn je zu sein. Gerade während dieser so schwierigen Phase mit erheblichen Einschränkungen trifft es Menschen mit Beeinträchtigungen, die ihre Angelegenheiten nicht eigenständig regeln können, besonders hart. Arbeitsgelegenheiten können nicht so genutzt werden, wie es wünschenswert wäre und auch eine Quarantäne ist für Menschen in Wohngruppen in besonderer Weise eine Herausforderung. Alltägliche Tagesabläufe wurden jäh unterbrochen, Freizeitbeschäftigung und Kommunikationsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Oft führen diese Einschränkungen dazu, sich mehr und mehr zurückzuziehen.
Doch gerade in dieser Zeit stehen die rechtlichen Betreuer/innen des SkF, die meist für die Aufgabenbereiche der Gesundheits- und Vermögenssorge verantwortlich sind, ihren Betreuten zur Seite und versuchen seit einem Jahr durch vermehrte Telefonate, Spaziergänge im Freien oder eine Kontaktaufnahme auf der Terrasse, die Sorgen und Nöte zu lindern. Da der gesetzliche Betreuer ausschließlich dem Wohl des zu Betreuenden verpflichtet ist, ist es sehr wichtig zu wissen, wie es dem ihm anvertrauten Menschen geht, was er wünscht und wo Interessen vertreten werden müssen. So galt es z. B. herauszufinden, wer eigenständig in die Corona-Schutzimpfung einwilligen kann und möchte oder wo der gesetzliche Betreuer die Interessen vertreten muss. Dass nun die Impfstrategie dahingehend verbessert wurde, dass auch Betreuer eine Impfung erhalten, halten alle Mitarbeiter des SKF für sehr sinnvoll, da sie so beruhigter und geschützter die Menschen aufsuchen können, deren Interessen sie vertreten.
Der Betreuungsverein begleitet nicht nur Menschen, die Unterstützung im Sinne einer rechtlichen Vertretung benötigen, sondern steht auch denjenigen zur Verfügung, die ehrenamtlich eine Betreuung übernommen haben und die Fragen haben oder eine Unterstützung in ihrem Amt benötigen. Darüber hinaus informiert der Betreuungsverein auch über vorsorgende Vollmachten und steht Interessierten mit Rat und Tat zur Verfügung. Bedauerlicherweise sind aber auch in diesem Bereich die pandemiebedingten Einschränkungen deutlich zu spüren und Präsenzveranstaltungen einfach noch nicht möglich. Menschen, die eine Vorsorgevollmacht erstellen möchten und Fragen dazu haben oder weiterführende Informationen zur Vorsorgevollmacht, Betreuungs- oder Patientenverfügung benötigen oder sich über eine rechtliche Betreuung informieren möchten, können sich zunächst telefonisch melden, so dass gemeinsam nach der besten Unterstützungsmöglichkeit gesucht werden kann.
Wir hoffen alle sehr, dass auch für Menschen mit Beeinträchtigungen die Lockerungen bald zu spüren sein werden, da auch hier der Geduldsfaden mittlerweile sehr dünn geworden ist. Wie auch immer, die Betreuer sind und werden da sein, ob nun eher im Hintergrund oder bei einem Besuch vor Ort.
Wer Fragen, Wünsche und Anregungen an den Betreuungsverein hat, kann sich gerne unverbindlich unter der Telefonnummer 02561 429093-30 wenden.
Als außerordentlich erfahrene Verwaltungsangestellte wird Edith Funke ihre Anfragen passgenau an den richtigen Ansprechpartner weiterleiten.

[Fachbereich Betreuungsverein]


Angebot fällt der Pandemie zum Opfer

Foto: Frank Zimmermann WN
Foto: Frank Zimmermann WN

April 2021

"Tag rund um die Geburt" wird abgesagt

Gronau- Die Akteurinnen, die beim alljährlichen „Tag rund um die Geburt“ in der Familienbildungsstätte werdenden Eltern jede Menge Tipps und Informationen für den Weg des Nachwuchses ans Licht geben, sind in weiten Teilen eine gut eingespielte Gemeinschaft. Doch der offene niederschwellige Charakter der Veranstaltung würde unter Corona-Bedingungen verloren gehen. Daher haben sich die Veranstalterinnen schweren Herzens dazu entschlossen, den Tag in diesem Jahr abzusagen.

Nun stellen die Westfälischen Nachrichten (WN) in einer kleinen Reihe die Kooperationspartnerinnen vor, sodass werdende Eltern zumindest so an grundlegende Infos kommen.

Hier Berichte über die teilnehmenden Akteurinnen des SkF:

Früh auf Hebammen-Suche machen

Judith Tasche
Judith Tasche

April 2021

Selbstvertrauen in die Elternschaft

Foto: Privat

Gronau- Eine weitere Vorstellung der Kooperationspartnerinnen beim Tag rund um die Geburt mit Judith Tasche.

Das Interview führte Frank Zimmermann (WN)

Sie haben schon an mehreren Tagen rund um die Geburt teilgenommen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Judith Tasche: Die vielen Menschen mit ihren Wünschen und Fragen haben immer zu sehr lebhaftem Austausch geführt. So gab es in den vielen Jahren immer wieder neue Impulse und interessante Begegnungen mit den sehr unterschiedlichen werdenden Eltern und den diversen Kooperationspartnern. Das machte die Infotage lebhaft, bunt und abwechslungsreich.

Welche Frage einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers ist Ihnen nachhaltig im Gedächtnis geblieben?

Tasche: Ein Elternpaar, das großen Respekt vor der neuen Aufgabe „Eltern werden“ hatte, hat mich gefragt, wie sie diese große Lebensumstellung meistern könnten.

Was haben Sie geantwortet?

Tasche: Ich habe beide Eltern ermutigt, das große Ziel der Teamarbeit nicht aus den Augen zu verlieren.
Bei allen Fragen, die sich stellen werden, gibt es vielfältige Antworten von Fachleuten: Hebammen, Kinderärzten, Gynäkologen und vielen mehr, die weiterhelfen.
Aber am Wichtigsten für das Gelingen der Aufgabe ist es, dass die Eltern als Partner zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und motivieren, sich gemeinsam auf das Thema Familie einzulassen. Nur so wächst das Selbstvertrauen in die Elternschaft.

Warum ist Ihr Angebot so wertvoll?

Tasche: Als Hebammen teilen wir mit den werdenden Eltern die große Freude über die werdende oder wachsende Familie. Hebammen sind für Eltern in all diesen Bereichen kompetente Ansprechpartner: Geburtsplanung, Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburt, Wochenbett, Rückbildung, Entwicklung des Säuglings im ersten Jahr. Hebammenhilfe steht jeder Familie kostenlos zur Verfügung und die Beratung ist vertraulich. Im Moment kann die Beratung auch per Videochat stattfinden.
Fast immer entsteht ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen der Hebamme und den Betreuten, so können wirklich alle Fragen ohne falsche Zurückhaltung gestellt werden. Die Themen sind sehr vielfältig und werden mit viel Fachwissen und in Ruhe besprochen. Während der Hebammenbesuche gelingt es oft schon in der Schwangerschaft Ängste zu nehmen und die Eltern gut auf die aufregende und schöne Zeit mit Kind vorzubereiten.

Wie können Interessierte Sie erreichen?

Tasche: Hebammen arbeiten selbstverständlich auch in der Corona-Zeit weiter. Für die Hebammensuche empfehle ich erstens die Internetseite des Kreises Borken, dort ist unter „Hebammen im Kreis Borken“ eine pdf-Datei mit allen Hebammen zu finden. Zweitens veröffentlicht der Krankenkassenverband eine Hebammenliste unter: gkv-spitzenverband.de/service/hebammenliste/hebammenliste.jsp

Worauf freuen Sie sich beim Tag der Geburt 2022 am meisten?

Tasche: Am Besten finde ich es, nicht einem Monitor, sondern echten Menschen gegenüberzustehen. Ich freue mich auf viel gemeinsamen Austausch und gemeinsames Lachen ohne Coronasorgenfalten!

Haben Sie zu dem Thema noch etwas auf der Seele, wonach ich nicht gefragt habe?

Tasche: Es ist für Schwangere sehr sinnvoll, sich früh auf die Suche nach „ihrer“ Hebamme zu machen.
Wenn eine Wöchnerin sich erst nach der Geburt meldet, wird sie wahrscheinlich keine Hebamme finden, die so kurzfristig noch Betreuungskapazitäten frei hat. Ich wünsche allen werdenden Eltern in dieser Zeit Gesundheit, Geduld und starke Nerven.

Schwangerschaftsberatung des SkF

Elisabeth Grote
Elisabeth Grote

April 2021

Auch werdende Väter bekommen Bäuche

Foto: SkF

Gronau- Eine weitere Vorstellung der Kooperationspartnerinnen beim Tag rund um die Geburt mit Elisabeth Grote.

Das Interview führte Frank Zimmermann (WN)

Sie haben schon an mehreren Tagen rund um die Geburt als Vertreterin der Schwangerschaftsberatung teilgenommen. Welche Frage einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers ist Ihnen nachhaltig im Gedächtnis geblieben?

Elisabeth Grote: Meine Workshops beim Tag rund um die Geburt haben sich oft mit dem Thema beschäftigt, wie sich die Beziehung zwischen den werdenden Eltern mit Beginn der Schwangerschaft und Geburt verändert. Und in diesem Zusammenhang erinnere ich mich tatsächlich an eine Frage eines werdenden Vaters, die ich nicht wirklich gut beantworten konnte, nicht nur, weil sie in den eher medizinischen Bereich fällt, sondern auch, weil ich sie im ersten Moment als etwas absurd empfand: „Wie ist das eigentlich, verändern sich die Hormone eines werdenden Vaters auch?“Die anderen Teilnehmerinnen begannen gleich zu witzeln über die wachsenden Bäuche der werdenden Väter und konnten auch über sich verändernde Essgewohnheiten der Partner berichten.Erstaunt war ich dann, als ich bei der Nachbearbeitung des Workshops einmal genau diese Frage im Internet recherchiert habe. Es gibt einige Studien, die sich mit diesem Thema wissenschaftlich auseinandersetzten und durchaus zu Ergebnissen kommen, die diese Frage mit einem „Ja“ beantworten. (z. B. Wissenschaft.de – auch Männer sind ein bisschen schwanger.)

Warum ist Ihre Institution/Ihr Angebot für werdende Eltern in Gronau und Umgebung so wertvoll?

Grote: Seit mehr als 30 Jahren beraten wir in Gronau schwangere Frauen/Paare rund um die Schwangerschaft und Geburt und begleiten die Frauen auch auf Wunsch nach der Geburt bis zum dritten Lebensjahr. Dabei geht es um berufliche Fragen zum Beispiel zu Ausbildung, Elternzeit oder Mutterschutz. Persönliche Fragen die durch die Schwangerschaft ausgelöst werden beziehen sich unter anderem auf die Lebensplanung, Partnerschaft, Beziehung und Gesundheit. Auch finanzielle Fragen treiben die Menschen um: Wohngeld, Elterngeld, Unterhalt, Arbeitslosengeld II. Bei rechtlichen Fragen (in Kooperation mit unserer Sozialjuristin) beraten wir zu Themen wie Vaterschaft, Sorgerecht, Rechte als Alleinerziehende. Konkrete Hilfen leisten wir bei Behördengängen und durch die Vermittlung wirtschaftlicher Hilfen durch Stiftungen und Fonds für Schwangere.

Wie können Interessierte Sie trotz der Corona-Einschränkungen erreichen?

Grote: Auch in Corona-Zeiten sind wir für unsere Zielgruppe da, immer im Einklang mit den Vorgaben, die die Pandemie nötig macht. Keine Frau/kein Paar wird abgewiesen. Wenn persönliche Kontakte nicht möglich sind, dann findet Beratung per Telefon oft in Kombination mit E-Mails statt ( 02562 817341, grote@skf-ahaus-vreden.de).

[Schwangerschaftsberatung]

Familienpaten des SkF

Ulrike Terhaar
Ulrike Terhaar

April 2021

Ehrenamtliche schenken Zeit

Foto: Privat

Gronau- Den Anfang bei der Vorstellung der Kooperationspartnerinnen beim Tag rund um die Geburt macht Diplom-Pädagogin Ulrike Terhaar.

Das Interview führte Frank Zimmermann (WN)

Sie haben schon an mehreren „Tagen rund um die Geburt“ als Vertreterin des Angebots Familienpaten teilgenommen. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ulrike Terhaar: Am Tag der Geburt kommen viele Paare und nutzen das Angebot, um sich gemeinsam in netter Atmosphäre Informationen zu dem bevorstehendem Ereignis der Geburt zu holen. Sie sammeln Informationen, trinken einen Kaffee, knüpfen schon mal den einen oder anderen Kontakt, nehmen Infomaterial mit . . .

Welche Frage einer Teilnehmerin/eines Teilnehmers ist Ihnen nachhaltig im Gedächtnis geblieben?

Terhaar: Zu den Familienpaten kam die Frage, ob das wirklich sein könne, dass Ehrenamtliche einfach so in die Familie kommen und unterstützen?

Was haben Sie geantwortet?

Terhaar: Ja, der bürokratische Aufwand ist sehr gering und die Ehrenamtlichen haben sich dazu entschlossen, ihre Zeit zu „verschenken“.

Warum sind Ihre Institution und Ihr Angebot für werdende Eltern in Gronau und Umgebung so wertvoll?

Terhaar: Im Sinne von anpackender Hilfe sind Ehrenamtliche sehr unkompliziert in den Familien einsetzbar, das ist besonders schön an diesem Projekt. Jetzt im Lockdown ist die persönliche Begegnung natürlich schwer, gerade weil die Ehrenamtlichen mit den Kindern schlecht Distanz halten können. Eltern nutzen das Angebot gern, besonders wenn sie wenig familiären Beistand haben. Viele Familien mit Mehrlingsgeburten oder Ein-Eltern-Familien freuen sich auch über diese Unterstützung. Wir wünschen uns, dass wir mit unserem Angebot dazu beitragen können, dass Eltern gar nicht erst in Überforderungssituationen geraten beziehungsweise mal die Möglichkeit haben, sich zu entlasten, wenn sie viel um die Ohren haben. Wie jede Mutter und jeder Vater weiß, verlangt einem die Betreuung eines Säuglings oder Kleinkinds viel ab, kommt dann noch Schlafmangel und und und hinzu, kann man sich schon mal sehr den Besuch einer Patin wünschen . . .

Worauf freuen Sie sich beim Tag der Geburt 2022 am meisten?

Terhaar: Darauf, nette interessierte junge Paare wieder persönlich zu treffen, schöne Gespräche zu führen, hoffentlich auch gemeinsam ein leckeres Stück Kuchen dabei zu essen und unverbindlich über unsere vielen guten Angebote zu informieren.

Wie können Interessierte Sie trotz der Corona-Einschränkungen erreichen?

Terhaar: Sie können mich unter 02562 8178-52 oder per E-Mail an terhaar@skf-ahaus-vreden.de erreichen, danach kann auch ein persönliches Treffen mit entsprechenden Hygienemaßnahmen stattfinden. In den konkreten Lockdown-Situationen kann ich leider nicht vermitteln, aber ich kann trotzdem schon mal die Interessierten kennenlernen und Patinnen suchen.

[Familienpaten]



Sozialbratung in Gronau bietet weiterhin persönliche Beratung nach vorheriger Anmeldung an

Foto: Privat
Foto: Privat

März 2021

Persönliche Termine auf Basis des Hygienkonzeptes nach vorheriger Anmeldung möglich.

Foto: Margret Keck-Brüning beschreibt, wie sich die Allgemeine Sozialberatung des SkF Ahaus-Vreden in den vergangenen Monaten verändert hat.

Gronau- Die Allgemeine Sozialberatung des SkF Ahaus-Vreden mit Sitz in Gronau in der Laubstiege, bietet auch während der Corona-Pandemie weiterhin eine persönliche Beratung an und war 2020 für viele Menschen erreichbar. Der persönliche Kontakt zu den Klienten hat dabei laut Margret Keck-Brüning, verantwortliche Sozialarbeiterin des SkF, nach wie vor eine große Bedeutung. Seit der Corona-Pandemie ist aber nichts mehr wie es war.
Bis zum Ausbruch der Pandemie war es immer möglich, ohne Termin zu einem Beratungsgespräch zu kommen. Das ist seither so nicht mehr möglich. Zum gegenseitigen Schutz werden nun telefonisch oder per Mail Beratungstermine vergeben. Alles was sich telefonisch, schriftlich oder per Mail dabei regeln lässt, wird nicht mit in die persönlichen Beratungsgespräche genommen.
Persönliche Beratungsgespräche auf der Basis des Hygienekonzeptes sehen so aus, dass die Ratsuchenden und die Beraterin sich auf Abstand und getrennt durch eine Plexiglasscheibe begegnen. Beide tragen inzwischen FFP-2-Masken und zusätzlich wird regelmäßig gelüftet und desinfiziert. Es steht hierfür ein eigener Beratungsraum für die Gespräche zur Verfügung.
„Ohne Face to Face-Beratung geht es in vielen Fällen gar nicht“, so Margret Keck-Brüning. Die Sozialberatung ist erste Anlaufstelle bei Problemen aller Art, zum Beispiel. Arbeitslosigkeit, Schulden, Krankheit, Alter, Obdachlosigkeit und vieles mehr. Die Problemlagen sind nicht selten komplex. Erschwerend sind dann noch Sprachprobleme und zeitlicher Druck, wenn Klienten sich erst „fünf vor zwölf“ auf den Weg in die Beratung machen. Unterlagen wurden einfach liegen gelassen und Anträge vergessen zu stellen, so oft die Erfahrungen im Beratungsalltag.
Die existenzsichernde Beratung zählte 2020 zu der wichtigsten Aufgabe der Sozialberatung. Für 126 Menschen war sie die erste Anlaufstelle. 90 Frauen und 35 Männer nahmen das Angebot wahr, es kam zu 515 Beratungskontakten.
Großes Anliegen der Ratsuchenden war fast immer das Thema Finanzen. Die Corona-Zeit hat die Krisensituation Einzelner und in Familien akuter gemacht. Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, fehlendes Einkommen, Angst die Miete auf Dauer nicht zahlen zu können, Stromschulden, alles das waren und sind dringende Themen. Die Corona-Krise stellt das Leben aller Menschen auf eine ziemlich harte Probe, so Keck-Brüning.
Die aktuelle Situation führt oft zu weitgreifenden Veränderungen im beruflichen, privaten und sozialen Bereich. Unsicherheiten und Zukunftsängste sind für viele Menschen derzeit ein täglicher Begleiter.
Hier einmal Beispiele aus der Beratung: Familie A., 3 Kinder, Herr A., bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt, hat durch Corona seine Arbeit verloren; Frau A. hat durch Corona ihren Minijob verloren; die Familie hat viele Schulden, u.a. für Miete, Strom und Auto, nun muss ein Antrag auf ergänzende Sozialleistungen gestellt werden.
Frau B. bekommt eine kleine Rente; sie hat immer nebenbei noch auf Minijob-Basis gearbeitet, da sie nicht vom Amt leben wollte; nun ist der Minijob weggebrochen; alles gesparte ist aufgebraucht. Wenn sie die Miete monatlich gezahlt hat, bleibt kaum noch was zum Leben.
„Wir haben hier in Gronau ein gutes Netzwerk an Unterstützung bei materieller Not“, erklärt Keck-Brüning. So konnte in Einzelfällen zur Tafel verwiesen werden oder einmalige finanzielle Hilfen konnten durch den Verein „Menschen in Not“ und die Kirchengemeinden vermittelt werden.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag im vergangenen Jahr bei der Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten. Sich durch den Dschungel der Behörden zu finden und zu wissen, was kann beziehungsweise muss ich nun beantragen, fällt erfahrungsmäßig vielen Hilfesuchenden schwer. Aufwendige Anträge zu stellen wie ALG I und II bereitet vielen von ihnen Probleme und damit Stress. Hinzu kommt noch die zunehmende Umstellung der Behörden und Einrichtungen auf digitale Antragstellungen, die so manchem Hilfesuchenden Probleme bereitet. Selbst das Verstehen der Bescheide fällt teilweise schwer.
Aufgabe der Allgemeinen Sozialberatung ist es in all diesen Fällen, die notwendige Unterstützung zu gewährleisten und hierbei ggf. auch immer wieder den Kontakt zur Agentur für Arbeit, zum Jobcenter, zur Familienkasse, zu den Stadtwerken, den Vermietern und anderen aufnehmen, um die Angelegenheiten regeln zu können. Es ist nun ein „anderer“ Arbeitsalltag, so Keck-Brüning abschließen in ihrer Beschreibung der Lage.

[Fachbereich Allgemeine Sozialberatung]


"Bleiben oder gehen" - Ist eine Trennung eine mögliche Alternative?

Foto: SkF
Foto: SkF

März 2021

Angebot für Orientierungsgespräch - im Rahmen der Unterstützung bei häuslicher Gewalt

Foto: Margret Keck-Brüning (l.) und Gudrun Schemitzek sind Ansprechpartnerinnen für eine Terminvergabe

Gronau- Wenn in einer Paarbeziehung aus Streit eine Krise wird und das Zusammenleben im Alltag sich immer schwieriger gestaltet, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung eine mögliche Alternative sein kann. Eine Trennung hat erhebliche rechtliche Auswirkungen und es sollte daher sorgsam und überlegt vorgegangen werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Ahaus-Vreden.
Häufig zögern betroffene Frauen es jedoch sehr lange hinaus, sich zusätzlich zur psycho-sozialen Beratung auch anwaltliche Unterstützung zu suchen. Ein niedrigschwelliges Angebot wäre daher sinnvoll, um bei den betroffenen Frauen mögliche Ängste und Unsicherheiten in Verbindung mit einer Trennung abzubauen.
Gudrun Schemitzek, Mitarbeiterin der Frauenschutzwohnung Gronau (SkF Gronau) hat sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Margret Keck-Brüning aus der Beratung bei häuslicher Gewalt (SkF Ahaus-Vreden) im vergangenen Jahr auf den Weg gemacht, hier ein neues Projekt anzubieten, um Frauen eine weitere Hilfestellung zu geben.
„Mit einem ersten Orientierungsgespräch einer Rechtsanwältin bieten wir einen ersten Überblick“, so die Aussage der SkF-Mitarbeiterinnen. „Die Entscheidung zu einer Trennung wollen und können wir keiner Frau abnehmen. Wir können Frauen aber Schritt für Schritt bei ihrer Entscheidung begleiten.“

Für dieses neue Projekt konnte die Rechtsanwältin Melanie Reichert-Riese, Fachanwältin für Familienrecht aus Gronau, gewonnen werden. Die ersten Termine haben im vergangenen Jahr bereits stattgefunden.
Nächster Termin des Angebots ist am Mittwoch (10. März) beim SkF in Gronau, Laubstiege 13a. Eine Terminvereinbarung ist hierzu erforderlich. Weitere Informationen und eine Terminvereinbarung unter 02562 8173-40 (Gudrun Schemitzek) oder 02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning).

[Flyer]


Immer wieder neue Aufgaben

Januar 2021

Corona bringt Familien und Alleinerziehenden Stress - aber auch schöne Momente

Gronau- Corona stellt Familien und Alleinerziehende vor immer wieder neue Aufgaben.
Viele Familien waren wohl nach dem 1. Lockdown so langsam wieder in einer- wenn auch veränderten- Normalität angekommen. Sie hatten ihre Arbeitszeiten dank geregelter Kinderbetreuung wieder im Griff und sich gute Strukturen geschaffen, um die alltäglichen Anforderungen bewältigen zu können. Nun, mitten im 2. Lockdown, dürfte es in vielen Haushalten wieder schwer sein, alle Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. Ein-Eltern-Familien trifft dies wieder besonders hart. Sie sind wieder rund um die Uhr gefordert, den Kindern, der Arbeit und eventuell noch finanziellen Problemen, gerecht zu werden. "Für viele Alleinerziehende ist es manchmal unlösbar, das alles schaffen zu können, wobei die Weiterführung der Arbeit, die schulische Unterstützung der Kinder und deren Betreuung im Besonderen als Superstress beschrieben werden", erklärt Ulrike Terhaar von der Alleinerziehenden Beratung des SkF in Gronau. „Mit eingeschränkten Spiel- und Verabredungsmöglichkeiten bin ich als Mutter fast die ganze Zeit gefordert." berichtet eine Mutter, die sich in der Beratungsstelle telefonisch entlasten möchte, "ich kann das alles nicht schaffen!"
Zum Glück hat NRW die Wahrnehmung von Umgangsrechten aus der neuen 1-Haushalt + 1-Person-Regelung herausgenommen, sonst hätte der getrennt lebende Elternteil nur eines der Kinder treffen dürfen. Begrüßenswert ist auch die Erweiterung der Kinderkrankentage für erwerbstätige Alleinerziehende von maximal 90 Tagen bei mehreren Kindern pro Jahr. Die Doppelbelastung von Betreuung und Erwerbstätigkeit hat in den letzten Wochen viele Alleinerziehende an ihre Grenzen gebracht, daher waren und sind Unterstützungs-Maßnahmen dringend gefragt.
Die Anlaufstelle für Alleinerziehende des SkF Ahaus –Vreden in Gronau ist natürlich weiterhin geöffnet, es gibt Angebote zu telefonischer Beratung, persönlich und per Mail unter 02562 8173-52 oder unter terhaar@skf-ahaus-vreden.de
In der ganzen schwierigen und stressigen Zeit gibt es aber zum Glück auch immer wieder schöne Momente und Erfahrungen. So wie die dieser Mutter eines Schulkindes: „Wir sind uns zur Zeit sehr nahe, ich kann viel besser die Bedürfnisse des Jungen erkennen, wir machen Kuschelrunde oder bereiten gemeinsam Mittagessen und er erzählt, früher habe ich wohl nie so richtig zugehört…."

[Fachbereich Alleinerziehende]


"Bleiben oder gehen" - "Trennung - ja oder nein?"

Dezember 2020

Neues Projekt im Rahmen der Unterstützung bei häuslicher Gewalt ist gestartet

Gronau- Wenn in einer Paarbeziehung aus Streit eine Krise wird und das Zusammenleben im Alltag sich immer schwieriger gestaltet, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung eine mögliche Alternative sein kann. Eine Trennung hat erhebliche rechtliche Auswirkungen und es sollte daher sorgsam und überlegt vorgegangen werden.
Häufig zögern betroffene Frauen es jedoch sehr lange hinaus, sich zusätzlich zur psycho-sozialen Beratung auch anwaltliche Unterstützung zu suchen.
Ein niedrigschwelliges Angebot wäre sehr sinnvoll, um bei den betroffenen Frauen mögliche Ängste und Unsicherheiten in Verbindung mit einer Trennung abzubauen.
Die Mitarbeiterinnen der Frauenschutzwohnung Gronau haben sich gemeinsam mit ihrer Kollegin aus der Beratung bei häuslicher Gewalt auf den Weg gemacht, hier ein neues Projekt anzubieten, um Frauen eine weitere Hilfestellung zu geben.
Mit einem ersten Orientierungsgespräch einer Rechtsanwältin bieten wir einen ersten Überblick, so die Aussage der Mitarbeiterinnen.  Die Entscheidung zu einer Trennung wollen und können wir keiner Frau abnehmen. Wir können Frauen aber Schritt für Schritt bei ihrer Entscheidung begleiten.
Für dieses neue Projekt konnte nun  die Rechtsanwältin Frau Reichert-Riese, Fachanwältin für Familienrecht aus Gronau gewonnen werden.
Am Mittwoch, 9. Dezember findet der nächste Termin zu diesem neuen Angebot statt, was dann zukünftig alle drei Monate sein wird.
Dieses Angebot findet in den Räumlichkeiten des SkF, Laubstiege 13a in Gronau statt. Eine Terminvereinbarung ist hierzu erforderlich. Weitere Informationen und eine Terminvereinbarung sind unter den Telefonnummern 02562 8173-40 oder 8173-55 zu bekommen.

[Flyer]


"Flagge zeigen" Die Terre des Femmes Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt"

Foto: SkF
Foto: SkF

25. November 2020

Foto: V.l. Margret Keck-Brüning, Hildegard Bancken und Gudrun Schemitzek.

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau und die SkF´s Gronau und Ahaus-Vreden beteiligen sich am 25.11.2020 an dieser Aktion

Gronau- Am 25. November finden jährlich zum Internationen Tag „Nein! zu Gewalt an Frauen“ im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Fahnenaktion  der Menschenrechtskommission „Terre des Femmes“ ist bundesweit bekannt und eine davon. Die blaue Fahne als Zeichen gegen Gewalt an Frauen wird in vielen Städten zu sehen sein. Auch die Stadt Gronau beteiligt sich bereits seit vielen Jahren daran. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau, Frau Brefeld  weist darauf hin, dass die Fahne am 25. November  am Rathaus in Gronau sichtbar hängen wird.  Ferner beteiligen sich  in diesem Jahr  auch der SkF Gronau und der SkF Ahaus-Vreden, die in Gronau neben der Frauenschutzwohnung auch Beratung bei häuslicher Gewalt anbieten.
Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller Internationaler Gedenktag “ Nein zu Gewalt an Frauen“ anerkannt. Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages war die Entführung, Vergewaltigung, Folterung und Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik.
In Gronau möchten wir dieses Datum nun auch mit der Fahnenaktion zum Anlass nehmen, um auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen , um Frauen und Mädchen zu ermutigen, ein Leben zu führen, in dem eine gewaltfreie und respektvolle Liebes-Beziehung möglich ist! Die weithin sichtbare Fahne soll mahnen: „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache!“ so die Mitteilung der Mitarbeiterinnen der  SkF´s.
Weltweit, auch in der Bundesrepublik und auch  in Gronau gehören für viele Frauen und ihre Kinder Misshandlungen durch  Ehemann, Ex-Partner, Bruder usw. zum Alltag.
Jede 3. Frau in Deutschland hat bereits Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in ihrer häuslichen Umgebung erlebt. Frauen werden geschlagen, getreten, geboxt, an den Haaren gezogen, eingesperrt, verbal gedemütigt – das Spektrum ist breit.
Besondere Formen von Gewalt erfahren auch tagtäglich Frauen mit Migrationshintergrund. Auch hier ist das Spektrum groß. Es reicht von der Isolation, körperlicher Gewalt, Zwangsheirat und Scheinehen, bis hin zum Ehrenmord.
Der gefährlichste Ort für eine Frau ist statistisch gesehen ihr eigenes Zuhause. Einkommen, Bildung, Alter, Nationalität und  Religion sind dabei völlig belanglos.
Beim diesjährigen Aktionstag werden insbesondere Menschenrechtsverletzungen durch Zwangs- und Frühverheiratung (#meinherzgehörtmir/Jahresthema) in den Fokus genommen.
Wir alle müssen aufmerksam sein. Jeder kann Hilfe suchen – auch wenn er glaubt, jemand im Umfeld könnte betroffen sein. Wegschauen ist keine Option! Es geht uns alle an.

[Flyer "Häusliche Gewalt"]


SkF unterstützt auch Ratsuchende in Schöppingen und Heek

Foto: SkF
Foto: SkF

November  2020

Unterstützen Schwangere und junge Familien auch in Schöppingen und Heek: V.l. Almuth Heßling, Jutta Nyssen, Daniela Rölver und Heike Lukas

Schöppingen/Heek- Jungen Familien früh Hilfe bieten

Manchmal machen Kleinigkeiten den Unterschied aus, ob ein Familiensystem funktioniert oder etwas schief geht. Damit das Pendel in die richtige Richtung ausschlägt, bietet der Sozialdienst katholischer Frauen Frühe Hilfen für Schwangere und Familien mit kleinen Kindern an.
Claudia Mersmann rührt die Werbetrommel: „In Schöppingen ist unser Angebot nicht so bekannt“, sagt die Fachbereichsleiterin „Frühe Hilfen“ des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) im Dekanat Ahaus-Vreden. Das Team bietet Schwangeren und jungen Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr individuelle, kostenlose Unterstützung an.
„Das ist eine gute Ergänzung zur Arbeit der Hebamme“, findet Diplom-Sozialpädagogin Mersmann. Die Familien-Kinderkrankenschwestern Heike Lukas , Daniela Rölver und Jutta Nyssen sowie Diplom-Sozialarbeiterin Almuth Heßling wollen die Familien, bei denen Probleme auftreten, so früh wie möglich erreichen.
Dazu besuchen sie die Ratsuchenden auf Wunsch auch zu Hause. Das Team sitzt in Ahaus und ist neben Ahaus und seinen Ortsteilen auch für Schöppingen, Heek sowie Legden zuständig. Häufig sind es schon Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein Fahrradanhänger, mit denen den Betroffenen geholfen werden kann.
In Schöppingen komme für einige Betroffene das Problem der verkehrlichen Anbindung hinzu. „In Ahaus und Gronau sind alle Einrichtungen, wie Ärzte oder Behörden, vor Ort“, sagt Claudia Mersmann. Das sei in Schöppingen nicht der Fall. Deshalb müssten die Familien entweder mit dem Auto oder Bus fahren. Mersmann: „Das merken wir schon.“
Grundsätzlich seien es aber in allen Kommunen die gleichen Schwierigkeiten. Das Spektrum reicht von Gesundheitsfragen, Neugeborenenpflege, Bindungsproblemen bis hin zu finanziellen Sorgen oder bürokratischen Angelegenheiten. So hätten einige Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Anträgen.
„Je nachdem, was die Familien brauchen, wird dann individuell geguckt, wo man sie noch anbinden kann, welche Unterstützungsmöglichkeiten infrage kommen oder welche Kontakte vermittelt werden können“, so Claudia Mersmann.
Die Teammitglieder begleiten die Frauen oder Familien auch zu wichtigen Terminen und vermitteln in andere Institutionen wie Schwangerschaftsberatungsstellen, Kurberatung, Frühförderung, Behörden oder Ärzte. Claudia Mersmann ist überzeugt, dass sich die Hilfesuchenden, um sich im Dschungel der diversen Hilfsangebote zurecht zu finden, Orientierung und Koordination benötigen.
 
Interessierte können das SkF-Team in Ahaus telefonisch kontaktieren unter 02561 9523-95.

Bericht: Rupert Joemann WN)  

[Originalbericht WN]

[Fachbereich Frühe Hilfen]


"Morgensonne" - Unterstützung geht weiter

Foto: SkF
Foto: SkF

November  2020

Foto: Das Team der Morgensonne: (v.l.) Eva Maria Rittner, Judith Tasche, Barbara Haget und Claudia Mersmann

Gronau- Gerade für Familien, die eh auf Unterstützung angewiesen sind, bringen die aktuellen Beschränkungen weitere Probleme mit sich. Die Diskussion über angemessenen Heimunterricht für Schulkinder ist zum Beispiel schnell zu Ende, wenn der Familie der Strom abgestellt wurde. Die Mitarbeiterinnen des Projekts Morgensonne nehmen sich solcher Probleme an – auch jetzt.

Auf der einen Seite sind da die Aufrufe aus der Politik, Kontakte aller Art so gut wie möglich zu reduzieren. Auf der anderen Seite sind da die Mitarbeiterinnen des Projekts Morgensonne Gronau, das beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) – Dekanate Ahaus und Vreden – angesiedelt ist, die gewissermaßen in die Stille rufen: „Wir sind nach wie vor für die Familien da!“

Diese Unterstützung sei gerade jetzt wichtiger denn je, ist Claudia Mersmann , Fachbereichsleiterin Frühe Hilfen beim SkF, überzeugt. Denn: Durch die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich gerade der Alltag von Familien erheblich verändert. Damit verbunden sind zusätzliche Sorgen, weiß Mersmann und nennt einige Beispiel aus ihrem Arbeitsalltag.
Arztbesuche sind beschwerlich geworden
„Die jungen Mütter haben keinen Austausch mehr untereinander, da die Gruppentreffen ausfallen. Behördengänge sind beschwerlicher geworden. Es muss geklärt werden, welche Einrichtung überhaupt noch für Publikumsverkehr geöffnet ist. Einiges können die Familien zwar online erledigen, aber dann fehlen vielleicht die Ansprechpartner“, listet Mersmann auf.
Auch Arztbesuche seien beschwerlicher geworden: Ehepartner dürfen nicht mehr mit zum Frauenarzt. Familienangehörige, die sehr junge Mütter gerne begleiten würden, müssen vor der Praxis warten. Gleiches gelte für Geschwisterkinder, weshalb sich für die Zeit des Arztbesuchs die Frage nach einer Betreuung stelle. Aber wie soll man die organisieren, wenn man Kontakte vermeiden soll, insbesondere auch zu Großeltern, die womöglich zu einer Risikogruppe gehören?
Junge Väter waren von Frau und Kind getrennt
Auch aus der Zeit des ersten gesellschaftlichen Stillstands im Frühjahr weiß Claudia Mersmann von Problemen zu berichten, die Familien ohne Unterstützungsbedarf so nicht kennen. Wenn zum Beispiel die Kinder zu Hause mithilfe digitaler Medien unterrichtet werden sollen, der Familie aber wegen Überschuldung der Strom abgestellt wurde, ist das Ende der Fahnenstange schnell erreicht. Und mancher Vater hat noch heute daran zu knabbern, dass er zwar bei der Geburt des Kindes dabei sein durfte, anschließende Besuche von Frau und Baby aber tabu waren.
 
Bei solchen und vielen weiteren Problemen unterstützt das multiprofessionelle Team der Morgensonne die Ratsuchenden. Noch relativ neu im Team ist Familienkinderkrankenschwester Barbara Haget, die seit Mitte Mai beim SkF arbeitet. Vorher hat sie Familien beim Jugendamt des Landkreis Grafschaft Bentheim betreut. Davor war sie wiederum viele Jahre auf der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation der Euregio-Klinik in Nordhorn tätig.

Bericht: Frank Zimmermann WN)  

[Originalbericht WN]

[Fachbereich Frühe Hilfen]


"Morgensonne des SkF hilft jungen Familien in Problemsituationen

Foto: SkF
Foto: SkF

November  2020

Foto: V.l. Almuth Heßling, Jutta Nyssen, Daniela Rölver und Heike Lukas

AhausFür viele Paare und Familien ist es eine große Freude, wenn sie ein Baby erwarten. Auch wenn die Freude überwiegt, gibt es in der Schwangerschaft oder nach der Geburt vielleicht Sorgen oder Umstände, die noch geklärt oder verändert werden müssen.

Vielleicht ist nicht alles so schön, wie man es sich vorher erträumt hat: Das Baby schreit viel, es gibt gesundheitliche Probleme, familiäre Sorgen oder die Mutter ist einfach immer müde, fühlt sich überfordert, fragt sich vielleicht sogar, wie das denn überhaupt so weitergehen kann.
„Aber so weit muss es gar nicht kommen“, sagt Almuth Heßling, Diplomsozialarbeiterin. Sie koordiniert die „Morgensonne“ beim SKF in Ahaus. Zusammen mit ihren Kolleginnen, den Familien- Kinderkrankenschwestern Heike Lukas, Daniela Rölver und Jutta Nyssen, bietet sie schwangeren Frauen und jungen Familien Unterstützung und die Vermittlung von weiteren Hilfen an. Dabei finden Besuche zu Hause statt, sie begleiten die Familien zu wichtigen Terminen oder vermitteln in andere Institutionen.
„Die Fragen, mit denen die Mütter und Väter zu uns kommen, sind sehr unterschiedlich und auch mal speziell“, erklärt Daniela Rölver, Familienkinderkrankenschwester der Frühen Hilfen beim SKF. „Das Spektrum geht von Gesundheitsfragen, Neugeborenenpflege, Bindungsproblemen bis hin zu finanziellen Sorgen oder bürokratischen Angelegenheiten. „Manche Familien haben nur eine Kleinigkeit, die sie wissen wollen, während andere größeren Bedarf haben“, ergänzt Jutta Nyssen, ebenfalls Familienkinderkrankenschwester.
Es gibt auch minderjährige Mütter oder Eltern, die Schwierigkeiten mit Behörden haben, oder eben selbst Erkrankte, die nun nicht wissen, wie es mit der Krankheit und dem Kind weitergehen kann. In der „Morgensonne“ erhalten junge Familien Hilfe und Unterstützung. Je nachdem, was die Familien brauchen, wird dann individuell geguckt, wo man sie noch anbinden kann, welche Unterstützungsmöglichkeiten in Frage kommen oder welche Kontakte vermittelt werden können.
Um sich im Dschungel der Hilfsangebote zurechtzufinden, benötigen manche Hilfesuchende Begleitung, Orientierung und Koordination. Dies können bei Bedarf die Mitarbeiterinnen des SKF übernehmen. Zielgruppe der „Morgensonne“ sind Familien mit Kindern unter drei Jahren oder schwangere Frauen. „Wir haben ein verlässliches Hygienekonzept entwickelt und sind auch in Corona-Zeiten für die Familien in Ahaus und Umgebung da“, betont Familienkinderkrankenschwester Heike Lukas. Weitere Infos unter Tel. 02561 9523- 95.

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Entlastung durch Familienpaten

Foto: privat
Foto: privat

Oktober 2020

Hilfe mit Rat und Tatkraft

Gronau- Im ganz normalen Familienalltag fehlt immer wieder mal eine helfende Hand, die dafür sorgt, dass nicht alles aus dem Ruder läuft, wenn die Zeiten gerade stressig sind. In Phasen hoher Belastung ist es schön, wenn Verwandte, Freunde und Nachbarn einspringen und sich gegenseitig helfen. Diesen Rückhalt hat nicht jede Familie. Umso schöner ist es, dass es in solchen Zeiten Familienpatinnen und -paten gibt. Die des SkF Ahaus-Vreden gibt es in Gronau seit 2013. Sie haben mit großem Engagement, Begeisterung und kreativen Ideen Familien unterstützt.
Die Patinnen und -paten besuchen die Familien in der Regel einmal wöchentlich, haben stets ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen der Eltern und helfen mit Rat und Tatkraft. Sie unterstützen die Eltern auch bei der Förderung und Betreuung der Kinder. Die Begleitung ist für viele Familien eine wertvolle und wichtige Hilfe im Alltag. Eltern berichten durchweg über positive Erlebnisse.
Als ehrenamtlicher Pate ist man Ansprechpartner und schafft Freiräume für Eltern und Kinder. Die Dankbarkeit und Wertschätzung der Eltern und die strahlenden Augen der Kinder sprechen dafür, dass die Hilfe ankommt. Ulrike Terhaar als Ansprechpartnerin des SKF, informiert und begleitet die Patenschaften vor Ort. Sie sorgt für fachlichen Input, organisiert Austauschtreffen mit anderen Patinnen und ist insbesondere zuständig für die Vermittlung einer einfühlsamen und verlässlichen Patenschaft.
In der letzten Zeit wurden geeignete Hygienemaßnahmen ausgebaut. Der vermehrte Aufenthalt in der freien Natur und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit und Schutz wurde von vielen Familien und deren Patinnen sehr positiv wahrgenommen. Die Zeiten haben sich durch Corona verändert, aber mit Blick auf das Positive sind die Patinnen nun zurück in den Familien. Sich Zeit zu nehmen und Zeit zu geben, stärkt das Miteinander auf eine schöne Art und Weise.
Wer sich für ein Patenamt bewerben möchte, oder sich selbst eine Patenschaft wünscht, kann sich bei Ulrike Terhaar, SkF Ahaus-Vreden in Gronau unter 02562 ?8173-52 oder unter: terhaar@skf-ahaus-vreden.de melden.

[Fachbereich Familienpaten]


Familienpatinnen machen auf sich aufmerksam


Oktober 2020

Familienpatinnen machen auf sich aufmerksam.

Vreden- Bei schönem Wetter haben sich ehrenamtlich tätige Familienpatinnen für Familien, wohnhaft in Vreden, Stadtlohn, Südlohn, Oeding zum Fotoshooting getroffen. Auftakt ist eine Werbeaktion für die in Kürze neu erscheinenden Poster und Flyer. Das Projekt ist seit 10 Jahren ein gut funktionierendes Hilfesystem für Familien, deren jüngstes Kind nicht älter als drei Jahre alt ist. Es ist zudem kostenlos, vertraulich und beruht auf einer freiwilligen Basis auf beiden Seiten. Die Patinnen unterstützen und helfen, indem sie einmal pro Woche für ein paar Stunden die Kinderbetreuung übernehmen, Zeit zum Reden und Zuhören haben, Hilfestellung im Alltag bieten oder die Mutter auf eigenen Wunsch hin zum Arzt oder zur Behörde begleiten. Das Team der Patinnen trifft sich regelmäßig zum gemeinsamen Austausch und für Fortbildungsangebote. Mehr als die Hälfte der Patinnen sind schon seit Projektbeginn mit dabei und freuen sich heute noch, den nun großen Kindern und deren Eltern zu begegnen und immer noch Vertrautheit zu spüren. “Es ist schön zu sehen, mit wieviel Engagement das gesamte Team hinter dem Projekt steht. Wenn es gelingt, dass Patin und Familie sich auf Augenhöhe begegnen, ist die gegenseitige Wertschätzung garantiert. Neue Patinnen sind selbstverständlich in unserem Team jederzeit herzlich willkommen“, so Claudia Both-Ratzke vom SKF. Als Sozialpädagogin vor Ort ist sie für die Vermittlung einer engagierten, einfühlsamen und verlässlichen Patenschaft zuständig.Die Familienpatinnen freuen sich über weitere interessierte Familien, die sich Entlastung im alltäglichen Umgang mit kleinen Kindern wünschen. Bei Interesse als Pate oder als Familie bitte melden beim SkF, Dienststelle Vreden, Koordinatorin Claudia Both-Ratzke Tel. 02564 9328-14, both@skf-ahaus-vreden.de, www.skf-ahaus-vreden.de

[Fachbereich Familienpaten]


Betreuungsverein bietet Expertentelefon an

September 2020

Experten beantworten Ihre Fragen.

Ahaus- Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche der katholischen Betreuungsvereine bietet der SkF Ahaus und Vreden zu unten genannten Zeiten ein Expertentelefon an, um alle Fragen rund um vorsorgende Vollmachten und Betreuungen zu beantworten.

30. September 2020 /  10:00 - 12:00 und 15:30 - 18:00 Uhr

Telefonnummern: 02561 429093-35 und 429093-37

[Fachbereich Betreuungsverein]


Die Opfer bleiben häufig stumm


September 2020

Foto: V.l. Hildegard Bancken, Gudrun Schemitzek und Margret Keck-Brüning vom SkF mit dem Flyer, der auf Häusliche Gewalt aufmerksam machen soll.

Kooperation der SkF-Ortsverbände Gronau und Ahaus zum Thema "Häusliche Gewalt"

Gronau- Die Ortsverbände Gronau und Ahaus-Vreden des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) arbeiten seit Anfang dieses Jahres zusammen, um am Standort Gronau die Angebote im Bereich der Bekämpfung der häuslichen Gewalt effektiv zu vernetzen. Dadurch soll der Wirkungsgrad des bestehenden Angebotes erhöht werden.  
„Viele Menschen arbeiten in Gronau äußerst engagiert an der Bekämpfung häuslicher Gewalt“ heißt es in einem Bericht des SkF. Dennoch sei dies kein Grund zum Zurücklehnen und Ausruhen. Nach wie vor passierten täglich zu viele Fälle von häuslicher Gewalt. Jede dritte Frau habe mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. Betroffen sind Frauen aller sozialer Schichten. Dazu gehören Übergriffe, Prügel, Kontrolle, Drohungen, Beschimpfungen und soziale Isolation.
„Die Opfer bleiben immer noch viel zu häufig stumm – aus Scham, aus Angst vor Gerede oder weiterer Gewalt. So bleiben viele betroffene Frauen ohne Hilfe und die Macht der Täter bleibt“, so der SkF.
Eine Kultur des Hinsehens müsse sich etablieren. Die Menschen müssen sensibilisiert werden, Anzeichen für häusliche Gewalt in ihrem Umfeld wahrzunehmen und befähigt werden, Hilfe zu holen. Nur so kann es zukünftig zu einer Verhinderung von häuslicher Gewalt kommen und somit die Unterstützung für Betroffene gelingen.
Das SkF-Mitarbeiterinnenteam möchte sich dafür hier in Gronau stark machen. „Unser Anliegen ist es, häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder abzubauen und den Betroffenen gute und professionelle Hilfeangebote und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.“
Für Frauen in gewaltbelasteten Paarbeziehungen liege die Schwelle, sich an zuständige Stellen des Hilfesystems zu wenden, oft sehr hoch. „Wir setzen uns für ein gewaltfreies Leben von Frauen und Kindern ein“, so die Mitarbeiterinnen.
„Gronau ist keine heile Welt. Wir möchten das Thema Häusliche Gewalt in Gronau aus der Tabuzone holen. Gronau ist bunt und auch unter den Frauen mit Migrationshintergrund gibt es häusliche Gewalt. Wir wollen dazu beitragen, die Wachsamkeit zu schärfen und wirksame Maßnahmen und Aktivitäten gegen häusliche Gewalt entwickeln.“
Ein nun entwickelter Flyer ist hier ein erster Schritt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Projekte werden folgen. Das erste Projekt, ein Erst-Orientierungsgespräch für Frauen mit einer Rechtsanwältin startet (siehe Info) in diesem Monat. Weitere Projekte sind angedacht.
 
Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen an der Laubstiege 13a unter Tel.? 02562 8173-40 oder 81373-55, E-Mail: frauenschutzwohnung@skf-gronau.de oder gewaltschutzberatung@skf-ahaus-vreden.de zur Verfügung.

[Flyer]  [Originalbericht aus WN]


Orientierungsgespräche werden angeboten

September 2020

„Bleiben oder gehen“ - „Trennung -ja oder nein?

Gronau- Ein neues Projekt im Rahmen der Unterstützung bei häuslicher Gewalt startet im September. Wenn in einer Paarbeziehung aus Streit eine Krise wird und das Zusammenleben im Alltag sich immer schwieriger gestaltet, stellt sich oftmals die Frage, ob eine Trennung eine mögliche Alternative sein kann. Eine Trennung hat erhebliche rechtliche Auswirkungen und es sollte daher sorgsam und überlegt vorgegangen werden. Häufig zögern betroffene Frauen es jedoch sehr lange hinaus, sich zusätzlich zur psychosozialen Beratung auch anwaltliche Unterstützung zu suchen. Ein niedrigschwelliges Angebot wäre sehr sinnvoll, um bei den betroffenen Frauen mögliche Ängste und Unsicherheiten in Verbindung mit einer Trennung abzubauen. Die Mitarbeiterinnen der Frauenschutzwohnung Gronau haben sich gemeinsam mit ihrer Kollegin aus der Beratung bei häuslicher Gewalt auf den Weg gemacht, hier ein neues Projekt anzubieten, um Frauen eine weitere Hilfestellung zu geben. „Wir bieten ein erstes Orientierungsgespräch mit einer Fachanwältin für Familienrecht an, das einen Überblick geben soll. Die Entscheidung zu einer Trennung wollen und können wir keiner Frau abnehmen. Wir können Frauen aber Schritt für Schritt bei ihrer Entscheidung begleiten. Für dieses neue Projekt konnte Frau Rechtsanwältin Reichert-Riese, Kanzlei Bierschenk, Hagemann und Kollegen, Eper Straße 16-18, 48599 Gronau gewonnen werden.“
Am Mittwoch, 16. September startet dieses neue Angebot, das dann zukünftig alle drei Monate stattfinden soll.
Das Angebot findet in den Räumlichkeiten des SkF, Laubstiege 13a in Gronau statt. Eine Terminvereinbarung ist hierzu erforderlich.
Weitere Informationen und eine Terminvereinbarung sind unter den Telefonnummern (02562) 8173-40 oder 8173-55 zu bekommen.

[Flyer]


Familienpate - ein schönes Ehrenamt

Foto: Claudia Both-Ratzke
Foto: Claudia Both-Ratzke

August 2020

Der SkF Ahaus-Vreden e.V. wirbt um weitere  unterstützende Hände für die ehrenamtliche Tätigkeit als Familienpate/in für Familien, wohnhaft in  Vreden, Stadtlohn, Südlohn und Oeding.

Im Alltag mit Kindern fehlt ab und an jemand, der mithilft, dass nicht alles  aus dem Ruder läuft. In dieser Zeit ist es schön, wenn Verwandte, Freunde und Nachbarn mit einspringen und sich gegenseitig helfen. Diesen Rückhalt hat nicht jede Familie.  Umso schöner ist es, dass es in solchen Zeiten, Familienpaten/innen gibt.
Das Projekt “Familienpaten“ ist seit 10 Jahren ein gut funktionierendes Hilfsangebot für Familien in ihrem Alltag. Der Kreis Borken finanziert dieses Projekt im Sinne der frühen Hilfen mit. Alle  Familien in Vreden,  Stadtlohn, Südlohn und  Oeding, deren jüngstes Kind nicht älter als drei Jahre alt ist, können sich gerne beim SkF melden und dieses Angebot nutzen. Es handelt sich  für Familien um ein vertrauliches, kostenloses und unabhängig von der Konfession und Nationalität Hilfsangebot. Eltern melden durchweg positive Erlebnisse mit ihrer PatIn zurück. Als ehrenamtlicher Familienpate sind Sie Ansprechpartner und schaffen Freiräume für Eltern und Kinder. Die Dankbarkeit und Wertschätzung der Eltern und die strahlenden  Augen der Kinder sprechen dafür, dass die Hilfe ankommt. Eine Sozialpädagogin informiert, berät und begleitet Familienpatenschaften vor Ort. Als Koordinatorin sorgt sie für fachlichen Input, organisiert Austauschtreffen mit anderen PatInnen, insbesondere ist diese zuständig für die Vermittlung einer engagierten, einfühlsamen und verläßlichen Patenschaft.
Die lange Coronapause wurde gut genutzt, um das Projekt unter der  Berücksichtigung geeigneter Hygienemaßnahmen weiter auszubauen.  Hilfe findet auf Augenhöhe statt und die individuellen Schutzmaßnahmen in der jeweiligen Familie können somit gegenseitig vereinbart werden. Sich viel draußen aufhalten, sich bewußt mit dem Thema Schutz auseinander setzen, wird von vielen Familien und deren PatInnen sehr positiv wahrgenommen. Die Zeit mit dem Coronavirus ist eine andere Zeit, aber mit Blick auf das Positive startet das Projekt weiter. Sich die Zeit nehmen und  Zeit geben stärkt das Miteinander auf eine schöne  Art und Weise.
BewerberInnen für ein Patenamt oder Familien, die sich eine  Patenschaft wünschen, melden sich bitte gerne beim SkF Ahaus-Vreden e.V.
Dienststelle Vreden, Koordinatorin Claudia Both-Ratzke
Tel. 02564 9328-14

[Fachbereich Familienpaten]


500 Kilometer durch den Kreis gelaufen

Foto: Privat
Foto: Privat

Juli 2020

Foto: Stephan Lendring bei der Übergabe an Margret Keck-Brüning (li.) und Elisabeth Katscherowski

Spendenlauf von Stephan Lendring für das Projekt "Beratung bei häuslicher Gewalt"

Gronau- Er lief und lief und lief – für einen guten Zweck. 500 Kilometer legte Feuerwehrmann Stefan Lendring per Pedes zurück. Einen Teil des Erlöses seiner Aktion übergab er jetzt dem SkF. Die benötigen das Geld für eine besondere Kooperation.
Stephan Lendring, der in Feuerwehrmontur unglaubliche 500 Kilometer durch den Kreis Borken gelaufen ist und dabei um Spendengelder bat, übergab jetzt einen Teil seiner Spende dem SkF Gronau/SkF Ahaus-Vreden für das gemeinsame Projekt „Beratung bei häuslicher Gewalt“ in Gronau.
2020 schlossen die beiden SkFs eine Kooperation, um das Thema „Häusliche Gewalt“ am Standort Gronau effektiver zu vernetzen und dadurch den Wirkungsgrad des bestehenden Angebotes im Bereich der Bekämpfung der häuslichen Gewalt deutlich zu erhöhen.
Umso größer war jetzt die Freude, diese Spende zu bekommen, so Elisabeth Katscherowksi, Vorsitzende des SkF Gronau. „Wir stehen noch am Anfang unserer Kooperation, aber unsere Mitarbeiterinnen haben schon einige Projektideen, die sie gerne auf Dauer umsetzen möchten. Ohne Spendengelder ist das natürlich kaum möglich.“
Der SkF Gronau unterhält seit vielen Jahren die Frauenschutzwohnung. Mit diesem neuen Projekt möchte er die Arbeit „Häusliche Gewalt“ in Gronau größer aufstellen, sagte sie.
Und verweist auf die Statistik: In Deutschland versuche jeden zweiten Tag ein Mann eine Frau zu töten. Jeden dritten Tag passiere das ann auch. Auch Kinder werden in diesem Zusammenhang getötet. Jede dritte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens Opfer häuslicher Gewalt.
Eine Kultur des Hinsehens muss sich etablieren, so Margret Keck-Brüning, Mitarbeiterin des SkF Ahaus. Sie, Gudrun Schemitzek und Hildegard Bancken, zwei weitere Mitarbeiterinnen des SkF Gronau sind nun in diesem Projekt tätig.
„Unser Anliegen in dem Projekt ist es, häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder abzubauen und den Betroffenen gute und professionelle Unterstützungsangebote zur Verfügung zu stellen“, so Margret Keck-Brüning.
Der SkF Gronau und Ahaus-Vreden setzt sich für ein gewaltfreies Leben von Frauen und deren Kinder ein und möchte das Thema „Häusliche Gewalt“ in Gronau aus der Tabuzone holen.
Stephan Lendring war sich hinterher sicher: Seine Spende ist richtig aufgehoben.


SkF setzt auf telefonische Beratung während der Corona-Pandemie

Team Gronau
Team Gronau
Team Ahaus
Team Ahaus

April 2020

Auch persönliche Beratung soll sichergestellt werden

Gronau- Die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen und wirtschaftlichen Folgen machen den Menschen Angst und bereiten ihnen – teils existenzielle – Sorgen. Das bekommen die Mitarbeiterinnen des SkF für die Dekanate Ahaus und Vreden zu spüren. „Wir haben erhöhte Anfragen zum Beispiel bei der Sozialberatung“, berichtet Claudia Mersmann, Fachbereichsleiterin Frühe Hilfen. Sie betont aber auch: „Unsere Beratungsstellen sind weitestgehend verwaist. Wir sind aber trotzdem ansprechbar!“ Das gelte für alle Beratungsangebote des SkF wie die allgemeine Sozialberatung, die Schwangerschaftsberatung, die Beratung für Alleinerziehende und die Frühen Hilfen. In einigen Bereichen gehen die Beraterinnen auch offensiv vor und rufen bei den Familien an.

Der SkF ist telefonisch über die zentralen Nummern erreichbar:

Gronau: 02562 8173-0  /  Ahaus:  02561 9523-0

Ahaus- Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) für die Dekanate Ahaus und Vreden sendet ein Signal. „Wir sind weiterhin für die Menschen da, gerade in der heutigen Zeit“, erklärt Claudia Mersmann vom SKF.
Etliche Beratungsangebote würden auch trotz erlassener Beschränkungen durch die Corona-Krise weiter laufen. „Oftmals werden sie aber nicht in Anspruch genommen, weil die Menschen denken, dass wir die Beratung eingestellt haben“, berichtet Claudia Mersmann. Das sei aber nicht der Fall.
Beratung am Telefon
Die Schwangerschaftsberatung, der Betreuungsverein, der Bereich der Frühen Hilfen für Familien und die allgemeine Sozialberatung seien telefonisch erreichbar. Auch die Tafel könne im Notfall angerufen werden. Ebenso würden am Telefon Fragen in Sachen Tagespflege für den Bereich Heek-Legden-Schöppingen beantwortet. Die SKF-Zentrale an der Schloßstraße sehe im Moment etwas verwaist aus, sagt Claudia Mersmann. „Das Haus ist aber immer besetzt.“ Allerdings sei die Besetzung schmal. Der Großteil der Mitarbeiter arbeite per Homeoffice. Claudia Mersmann: „Gruppenangebote finden nicht mehr statt, aber für die telefonische Beratung stehen wir weiterhin zur Verfügung.“ Der SKF in Ahaus ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter Tel. 02561 9523-0 zu erreichen.
In den Gesprächen, so berichtet es Claudia Mersmann, geht es mit Blick auf Corona um ganz unterschiedliche Dinge. „Wir merken die Unsicherheiten, die damit verbunden sind. Mal geht es um die Frage, ob Männer mit in den Kreißsaal dürfen, mal darum, ob Mütter ihre Neugeborenen noch mit in Geschäfte nehmen dürfen.“
Die Corona-Krise stellt vor allem Alleinerziehende vor eine Vielzahl von Herausforderungen. „Viele fragen sich, was sie mit ihren Kindern noch dürfen und was nicht.“
Claudia Mersmann weist darauf hin, dass der Begrüßungsdienst mitsamt Beratung („Gut groß werden in Ahaus“) telefonisch weiter läuft. Heike Lukas, Familienkinderkrankenschwester für Ahaus, bietet einen Willkommensbesuch für die kleinen Erdenbürger an und besucht die Familien zu Hause – im Normalfall.
Doch zu Corona-Zeiten ist das alles etwas anders. „Mit Heike Lukas kann telefonisch für einen späteren Zeitpunkt ein Besuchstermin vereinbart werden. Dann gibt es auch das Begrüßungspaket von der Stadt“, erklärt Claudia Mersmann. Der Rucksack enthält einen Gutschein, praktische Hinweise und mehr.


Familienpaten vernetzen sich noch stärker

Foto: DRK/and
Foto: DRK/and

April 2020

Foto: Familienpaten-Koordinatorinnen im Kreis Borken mit zwei neuen Gesichtern, von links: Nicola Eisenbart, Sophia Bürger, Claudia Both-Ratzke und Lydia Lindemann.

"Wir wollen helfen"
Zwei neue Koordinatorinnen in Vreden und Gescher

Kreis Borken- Mehr als 50 Familienpaten helfen derzeit Familien im Kreis Borken bei der Bewältigung des Alltags, kümmern sich um Kinder und haben immer ein offenes Ohr für Alltagssorgen. Dies unterstrichen die vier fürs Westmünsterland zuständigen Koordinatorinnen in einer Pressemitteilung. In zwei Organisationen hat es Umbesetzungen gegeben.
Claudia Both-Ratzke vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF für Vreden, Stadtlohn, Südlohn und Oeding) hat die Organisation für Silke Hessing übernommen. Sie war quasi als „Frau der ersten Stunde“ dabei und hat hervorragende Arbeit in den vier genannten Orten getätigt, wie es hieß.
Sophia Bürger vom Caritasverband Borken ist für Gescher und Reken zuständig. Sie hat die Koordination von Michaela Zoll übernommen, die ebenfalls ein großes Engagement für die Region an den Tag gelegt habe.
Lydia Lindemann vom Roten Kreuz im Kreis Borken ist zuständig für Raesfeld, Heiden sowie Velen. Nicola Eisenbart vom Caritasverband für das Dekanat Bocholt betreut Rhede und Isselburg.
Vor allem die gute, jahrelang gepflegte trägerübergreifende Zusammenarbeit beeindruckt, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Die Anfänge liegen zehn Jahre zurück. Aus dem schon damals vom Kreis Borken unterstützten Projekt „Fit mit Kid“ wurden 2015 die kreisweit tätigen „Familienpaten“. Die gute Vernetzung und Kooperation der vier Sozialpädagoginnen trägt zudem zu einer optimalen Umsetzung des Projektes der ehrenamtlichen Hilfestellung bei.
Lydia Lindemann vergleicht ganz allgemein das Projekt mit einer Lokomotive, die im Laufe der Jahre so richtig in Fahrt gekommen sei: Die Züge seien voll „und werden gut angenommen“. Es gebe ein Füreinander und Miteinander der Paten und Familien.
Die Einsätze in den Familien werden von den vier Sozialpädagoginnen in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet koordiniert und begleitet. Sie schauen genau hin, ob es passt zwischen Familien und Paten. „Meist ist es so, dass sich im Laufe der Zeit ein persönliches und von Vertrauen gestütztes Verhältnis entwickelt“, fasst Nicola Eisenbart vom Caritasverband Bocholt zusammen. Die Ehrenamtlichen werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und während ihres Einsatzes durch die jeweilige Koordinatorin professionell begleitet.
Wichtige Aufgaben für die Zukunft seien eine weitere Vernetzung der Organisationen mit Kooperationspartnern sowie Lotsendienste. Lydia Lindemann: „Wir wollen uns noch stärker vernetzen, um anderen helfen zu können.“
Familien, die sich angesprochen fühlen, können sich gerne unter einer der angegebenen Telefonnummern melden.
Ansprechpartnerinnen:
Claudia Both-Ratzke, Sozialdienst katholischer Frauen
Telefon 02564/9328-14, E-Mail: both@skf-ahaus-vreden.de
Sophia Bürger, Caritasverband für das Dekanat Borken
Telefon 0151/544 588 74, E-Mail: familienpaten@caritas-borken.de
Lydia Lindemann, Rotes Kreuz im Kreis Borken
Telefon 02861/8029-164, E-Mail: familienpaten@drkborken.de
Nicola Eisenbart, Caritasverband für das Dekanat Bocholt
Telefon 0151-50825448, E-Mail: nicola.eisenbart@caritas-bocholt.de

[Originalpressemitteilung des DRK]


Frauenschutzwohnung wieder zugänglich

März 2020

Auch persönliche Beratung soll sichergestellt werden

Gronau- Die Gronauer Frauenschutzwohnung ist ab sofort wieder bereit, schutzsuchende Frauen und/oder Kinder aufzunehmen. Das hat der Vorstand des SkF kurzfristig beschlossen.

Fachleute befürchten, dass bei anhaltendem Kontaktverbot in der Corona-Krise die häusliche Gewalt zunehmen könnte.
„Wir sind da!“ Das Ausrufezeichen ist deutlich hörbar, als Margret Keck-Brüning telefonisch verkündet: Die Gronauer Frauenschutzwohnung ist ab sofort wieder bereit, schutzsuchende Frauen und/oder Kinder aufzunehmen. Der Vorstand des SkF habe kurzfristig getagt und entschieden, die Schutzwohnung wieder zugänglich zu machen – selbstverständlich unter Beachtung aller derzeit geltenden Hygieneauflagen.
„Die Maßnahmen sind gegeben“, betont Margret Keck-Brüning vom SkF Ahaus-Vreden, der in Kooperation mit dem SkF Gronau ratsuchende Familien berät und betreut. „Die Ehrenamtlichen vom Bereitschaftsdienst sind bereit, und sie sind ausgestattet mit Desinfektionsmitteln und Handschuhen.“ Einzige Einschränkung: Nur je eine Frau mit ihren Kindern wird aktuell aufgenommen. „Die Wohnung ist nicht sehr groß“, so Elisabeth Katscherowski. „Da kann man sich nicht so gut aus dem Weg gehen“, erklärt die Vorsitzende des SkF Gronau mit Blick auf die Abstandsregeln, die die Corona-Virus-Epidemie mit sich bringt.
Die Polizei sei informiert, so Margret Keck-Brüning. Und: „Auch die persönliche Beratung wird auf jeden Fall weiter stattfinden.“ Zwar werde die häusliche Beratung zunächst telefonisch erfolgen, aber auch im Büro sei das mit Hilfe von Abstandsmarken durchaus machbar, so die Diplom-Sozialarbeiterin. „Wir haben einen großen Besprechungsraum.“
"Wir sind da!" so Margret Keck-Brüning. Das Thema „Häusliche Gewalt“ habe schon vor Ausbruch der Epidemie ganz oben auf der Liste der Themen gestanden, zumal in Gronau, betont sie. „Wir hatten ohnehin vor, das Thema in diesem Jahr zu intensivieren.“ Insofern sei es dem SkF auch ein dringendes Anliegen, die Angebote so weit als möglich aufrecht zu erhalten. Margret Keck-Brüning wiederholt: „Wir sind da!“
Erreichbar ist das SkF-Büro unter?02562 8173-40 (Gudrun Schemitzek) von Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr sowie unter?02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning) von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr.

(Bericht: Christane Nitsche WN)  

[Originalbericht WN]


Die Suche nach alternativen Hilfen

Die Suche nach alternativen Hilfen

März 2020

Gudrun Schemitzek (rechts) und Margret Keck-Brüning von der Frauenschutzwohnung Gronau. Foto: privat

Frauenschutzwohnung des SkF wegen Corona-Virus geschlossen

Gronau- Aufgrund der Ansteckungsgefahr sind persönliche Beratungsgespräche nicht möglich.“ Auch beim Frauennotruf des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Gronau schlagen sich die Beschränkungen nieder, die wegen des Corona-Virus dem gesamten gesellschaftlichen Leben auferlegt sind. „Im Moment ist kein persönlicher Klientenkontakt möglich“, erklärt Gudrun Schemitzek auf Anfrage der WN. „Auch das Elisabeth-Haus an der Laubstiege ist daher geschlossen.“
Doch was tun, wenn die durch die Epidemie bedingte häusliche Enge dazu führt, dass ohnehin angespannte familiäre Verhältnisse eskalieren? Was, wenn Frauen und/oder Kinder Opfer von häuslicher Gewalt werden und akut Hilfe brauchen? Die Sozialverbände warnen bereits davor, dass ein Anstieg der Zahlen zu erwarten sei.

„Ich kann wohl sagen, dass wir schon merken, dass die Leute länger aufeinanderhocken“, hat Edith Brefeld festgestellt. Es gebe einen „ganz geringen Anstieg“ an Fällen häuslicher Gewalt. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt sieht aber noch keine akute Not. Das Instrument der sogenannten „Wegweisungen“, wobei derjenige, der Gewalt ausübt, in Rücksprache mit der Polizei für zehn Tage dem näheren Umfeld verwiesen wird, greife gut. „Die sind einfacher unterzubringen“, so Brefeld. „Im Moment kommen wir noch gut klar.“ Ob die Frauenschutzwohnung wieder freigegeben werden könne, kläre sich womöglich nächste Woche.

Häusliche Gewalt aus Sicht der Polizei„Wir haben jeden Tag ein paar Fälle drin.“ Das Thema häusliche Gewalt beschäftigt die Polizei im Kreis Borken regelmäßig, so Sprecher Frank Rentmeister. Indes: Um festzustellen, ob die Corona-Epidemie auch zu einem Anstieg von häuslicher Gewalt führt, sei es „noch viel zu früh“.Erschwert werde das auch dadurch: „Häusliche Gewalt an sich ist keine Straftat“, so Rentmeister. Vielmehr fielen darunter Delikte von Beleidigung über Bedrohung und Körperverletzung bis zu Vergewaltigung und anderen Sexualdelikten, die alle gesondert erfasst werden. Die jeweilige Statistik werde monatlich aktualisiert, darum sei eine kurzfristige Auswertung schwierig. Er schaue sich aber täglich das so genannte „Lagebild“ an. „Das ist bis jetzt noch nicht auffällig.“

„Beengte Wohnverhältnisse, kaum Rückzugsmöglichkeiten in Konfliktsituationen, Existenzängste, die Doppelbelastung mit Home- Office und Kinderbetreuung; gerade in den jetzigen Zeiten, wo alles zu Hause stattfindet, kann es zu Spannungen und auch zu psychischer und physischer Gewalt kommen“, so Gudrun Schemitzek und Margret Keck-Brüning in einer gemeinsamen Erklärung für das SkF-Team.

„Noch können wir kein vermehrtes Aufkommen feststellen“, heißt es dort, „doch wir rechnen damit, dass Isolation und Stressfaktoren jetzt vermehrt zu Gewalt und Eskalation führen könnten.“ Indes kann die Gronauer Frauen- und Kinderschutzwohnung „Agnes Neuhaus“ aktuell auch niemanden aufnehmen. „Im Moment ist sie geschlossen“, so Schemitzek im Telefonat mit den WN.

Allerdings versuche man, gemeinsam mit den Kolleginnen vom SkF Ahaus-Vreden und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, eine Lösung zu finden. „Wir wollen auch in den umliegenden Frauenhäusern anfragen, wo noch aufgenommen wird.“ Es sei weiterhin ihr Ziel, dass Opfern häuslicher Gewalt „hier in Gronau“ schnell geholfen werden könne. Dabei sei auch Unterstützung im Umfeld der Familien gefragt. „Wir bitten Nachbarn und Bezugspersonen um besondere Aufmerksamkeit und wachsam zu sein“, so die beiden SkF-Mitarbeiterinnen. Edith Brefeld ist jedenfalls froh, dass es keine komplette Ausgangssperre gibt. „Sonst wüsste ich nicht, wie das hier explodieren würde.“

Das Team des Sozialdienstes katholischer Frauen ist telefonisch weiterhin erreichbar: Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr unter Tel. 02562 8173-40 (Gudrun Schemitzek) sowie Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr unter Telefon 02562 8173-55 (Margret Keck-Brüning).

(Bericht WN)  

[Originalbericht WN]


Infotag "Rund um die Geburt"

Foto: WN Frank Zimmermann
Foto: WN Frank Zimmermann

Januar 2020 (aus WN vom 22.01.2020)

Sie alle wirken beim Tag rund um die Geburt mit: v.l. Milena Naundorf (Hebamme), Dr. Senait Berhane (Oberärztin im St.-Antonius-Hospital), Kirsten Radau (Schwangerenberatung Diakonie), Stephan Groepler (Entspannungspädagoge und Stressmanagement-Trainer), Carina Friedrich (Kursleiterin für Hypnobirthing), Elisabeth Grote (Schwangerschaftsberatung SkF), Diana Ricker (FBS), Ulrike Terhaar (Familienpaten, SkF), Judith Tasche (Hebamme) und Anna Volmer (Hebamme) mit Kind. (Foto WN: Frank Zimmermann)

Viele Infos für den Weg ans Licht

Gronau- Mit einer Schwangerschaft – vor allem wenn es die erste ist – sind für die werdenden Eltern viele Fragen verbunden. Wo soll das Kind zur Welt kommen? Wie verläuft eine normale Geburt? Wie kann sie möglichst entspannt gelingen? Stillen oder Flasche?

Möglichst viele dieser Fragen sollen beim Tag rund um die Geburt beantwortet werden. Dazu lädt die Familienbildungsstätte Gronau in Zusammenarbeit mit den Schwangerenberatungen von SkF und Diakonie ein. Mit dabei sind am 1. März (Sonntag) von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr auch freie Hebammen und die Gynäkologin Dr. Senait Berhane. Sie ist Oberärztin am St.-Antonius-Hospital und wird zu Beginn der Veranstaltung (gegen 14.45 Uhr) einen Vortrag zum Thema halten. Sie gibt den Besuchern Informationen zu den Abläufen im Krankenhaus an die Hand. Außerdem spricht sie unter anderem über vermeintlich alarmierende Symptome während der Schwangerschaft wie Blutungen oder Wehen und wie damit umzugehen ist.

Danach haben die Besucher die Qual der Wahl, einen von vier Workshops auszusuchen (ab 15.30 Uhr). Hebamme Milena Naundorf erklärt unter dem Titel „Der Weg ans Licht“ den Ablauf einer normalen Geburt. Auf die Frage „Stillen oder Flasche? – Gesunde Ernährung von Anfang an“ geht die Hebamme Anna Volmer ein (in Vertretung für Judith Tasche). Hypnobirthing ist das Fachgebiet von Carina Friedrich. Die Methode soll Frauen helfen, entspannt und ohne Ängste gebären zu können. Darum geht es im Kern auch im Workshop des Entspannungspädagogen und Stressmanagement-Trainers Stephan Groepler, denn er erklärt, was Eltern schon in der Schwangerschaft für eine entspanntere Geburt tun können.

In einer halbstündigen Pause, in der die Besucher Gelegenheit zum Austausch haben, aber auch Kaffee, Kuchen und gesunde Snacks bekommen, stehen an zahlreichen Ständen Ansprechpartnerinnen mit weiteren Informationen bereit. Kirsten Radau (Schwangerenberatung der Diakonie) gibt den Besuchern einen finanziellen Wegweiser rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt an die Hand und vermittelt weitere Beratungsangebote. Ulrike Terhaar stellt das Projekt Familienpaten des SkF vor. Die Charly-Apotheke präsentiert sich als Mutter-Kind-Apotheke. Die Familienbildungsstätte (FBS) stellt das „Café Kinderwagen“ vor, Vertreter der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius Gronau informieren zum Thema Taufe, und eine Mitarbeiterin der Kindertagespflege Gronau beantwortet Fragen rund um diese Form der Kinderbetreuung.

„Das Angebot ist kostenlos und offen für Frauen in allen Stadien der Schwangerschaft – und ihre Partner!“, betont Diana Ricker von der gastgebenden FBS. In den vergangenen Jahren seien im Schnitt 50 Besucher zum Tag rund um die Geburt gekommen – darunter etwa zur Hälfte Männer.

Auch Frauen und Paare die schon Kinder haben, seien herzlich willkommen und könnten diese auch mitbringen. „Spielsachen haben wir hier genug“, so Ricker. „Und wir machen ausreichend Pausen – Schwangere sollen ja auch viel trinken“, sagt Rickert mit einem Augenzwinkern.

(Bericht Cynthia Hoven WN)  [Originalbericht aus Westfälischen Nachrichten]

[Info zu den Workshops]


"Hallo kleiner Mensch": 1400 neue Taschen für Projekt

Foto: Stadtwerke Gronau
Foto: Stadtwerke Gronau

Dezember 2019

Foto: 1400 Willkommenstaschen übergab Sylvia Rasokat-Poll (rechts) von den Stadtwerken Gronau nun an Ulrike Terhaar.

Gronau- 1400 weitere Willkommenstaschen mit der passenden Aufschrift „Neue Energie-Quelle“ übergab Sylvia Rasokat-Poll, Teamleiterin Marketing bei den Stadtwerken Gronau, nun an Ulrike Terhaar vom Sozialdienst katholischer Frauen Ahaus-Vreden (SkF) in Gronau. Im Rahmen des Projektes „Hallo, kleiner Mensch“ besuchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen vom SkF alle Mütter von Neugeborenen im Gronauer St. Antonius Hospital. Die Mütter erhalten dann die so genannte „Willkommens-Tasche“, gefüllt mit vielen Informationen, Beratungsadressen und Begrüßungsgeschenken, allesamt gespendet von verschiedenen Gronauer Firmen und Institutionen (die WN berichteten).

Die Stadtwerke Gronau unterstützen das Projekt schon von Beginn an. „Die Anzahl der Geburten ist in Gronau von 600 auf etwa 700 jährlich deutlich gestiegen. Mit den 1.400 Taschen sind wir für die nächsten beiden Jahre wieder gut versorgt,“ so Ulrike Terhaar. „Das Projekt läuft nach wie vor sehr gut und die Taschen sind bei den Familien äußerst beliebt.“

[Hallo kleiner Mensch...]


Familienpaten begleiten 65 Familien

Dankeschönfeier für Familienpaten
Dankeschönfeier für Familienpaten

September 2019

Familienpaten im Kreis Borken: Bei einer Dankeschönfeier am Cäcilienhof in Rhedebrügge tauschten sich Ehrenamtliche und Vertreter der Trägerorganisationen bei einem Grillfest aus.

Koordinatorinnen aus vier Organisationen feiern mit ehrenamtlichen Paten
aus dem ganzen Kreis in Rhedebrügge den zehnten Jahrestag einer guten Idee.

Südlohn/Stadtlohn/Vreden- 52 Familienpaten helfen derzeit jungen Familien im Kreis Borken, wenn sie unbürokratisch schnelle Hilfe benötigen.
Auch Paten aus Südlohn, Stadtlohn und Vreden feierten sich jetzt ein wenig selber bei einem Dankeschön-Grillfest am Cäcilienhof in Borken-Rhedebrügge. "Das ist Anerkennung für Unterstützung und tolle ehrenamtliche Arbeit", erklärte Lydia Lindemann vom Roten Kreuz im Kreis Borken, einer der vier Projektträger und zuständig für Raesfeld, Heiden sowie Velen.

Start 2009: „Fit mit Kid“
Die anderen drei Verantwortlichen sind Silke Hessing vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ahaus/Vreden (Stadtlohn, Vreden, Südlohn), die als "Frau der Stunde" von Beginn an dabei ist, Nicola Eisenbart vom Caritasverband für das Dekanat Bocholt (Rhede, Isselburg) sowie Michaela Zoll vom Caritasverband für das Dekanat Borken (Gescher, Reken).
Die vier Sozialpädagoginnen leiten hauptberuflich das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Kreis Borken.
Die Anfänge liegen zehn Jahre zurück. Aus dem schon damals vom Kreis Borken unterstützten Projekt "Fit mit Kid" wurden 2015 die kreisweit tätigen "Familienpaten".
Lydia Lindemann verglich das Projekt mit einer Lokomotive, die im Laufe der Jahre so richtig in Fahrt gekommen sei: Die Züge seien voll "und werden gut angenommen".
Es gebe ein Füreinander und Miteinander der Paten und Familien. Etwa 65 davon werden im Jahr im Kreis Borken betreut.

Professionelle Begleitung
Die Einsätze in den Familien werden von den vier Sozialpädagoginnen in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet koordiniert und begleitet. Sie schauen genau hin, ob es passt zwischen Familien und Paten. "Meist ist es so, dass sich im Laufe der Zeit ein persönliches und von Vertrauen gestütztes Verhältnis entwickelt", fasst Nicola Eisenbart vom Caritasverband Bocholt zusammen. 

Ansprechpartnerinnen
Silke Hessing, Sozialdienst katholischer Frauen, Telefon 02564 93280
E-Mail: hessing@skf-ahaus-vreden.de

Michaela Zoll, Caritasverband für das Dekanat Borken, Telefon 02861 945824
E-Mail: familienpaten@caritas-borken.de

Lydia Lindemann, DRL im Kreis Borken, Tel. 02861 8029164
E-Mail: familienpaten@drkborken.de

Nicola Eisenbart, Caritasverband für das Dekanat Bocholt, Telefon 0151 50825448 E-Mail: nicola.eisenbart@caritas-bocholt.de

[Fachbereich Familienpaten des SkF]


Schwangerschaftsberatung des SkF Ahaus-Vreden

Foto: Frank Zimmermann WN
Foto: Frank Zimmermann WN

Mai 2019

Elisabeth Grote-Scharfbillig (Gronau), Ruth Upgang (Vreden, Stadtlohn, Südlohn und Oeding) und Alexandra Siems (Ahaus, Schöppingen, Heek und Legden) haben im vergangenen Jahr 580 Schwangere bzw. Mütter von Säuglingen/Kleinkindern beraten. Foto: Frank Zimmermann WN

Es wird immer komplizierter

Gronau/Ahaus- Wohnungsmangel, hohe Mieten, zu wenig Hebammen und Kinderärzte: Was viele Menschen umtreibt, kommt bei der Schwangerschaftsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Ahaus-Vreden geballt zur Sprache. Denn was den Menschen schon den normalen Alltag erschwert, das belastet werdende Eltern besonders. Sind die auch noch finanziell auf einem schmalen Brett unterwegs, wird die Freude auf das Baby schnell von Zukunftsängsten und Sorgen überschattet. Die drei Diplom-Sozialarbeiterinnen/-pädagoginnen Alexandra Siems , Ruth Upgang und Elisabeth Grote-Scharfbillig teilen sich zwei Vollzeitstellen und bieten die Beratung in Gronau, Ahaus, Heek, Schöppingen, Legden, Südlohn, Stadtlohn und Oeding an. Gerade hat die Beratungsstelle den Jahresbericht für 2018 vorgelegt.
Was sich verschoben hat, erzählen die drei Beraterinnen, sei vor allem die schnellere Rückkehr in den Beruf oder die Ausbildung. Hier mache sich die Möglichkeit der flexiblen Elternzeitgestaltung ebenso bemerkbar wie das gewachsene Angebot an Kindertagespflege. Durch das vielfältige Angebot sei die Beratung aber auch schwieriger geworden, sagt Ruth Upgang. Viele Klientinnen seien sogenannte Aufstocker – ihr eigener Verdienst wird durch staatliche Hilfen aufgebessert. So könne es aber durch die Zahlung des Elterngelds – das auf andere Leistungen angerechnet wird – passieren, dass die Familien hinterher weniger Geld im Portemonnaie hätten als gedacht.
Neben Fragen der Existenzsicherung seien mit einer Schwangerschaft auch andere Schicksalsfragen verknüpft, haben die Frauen in ihrem Beratungsalltag erfahren. „Oft entscheidet sich an der Schwangerschaft auch die Partnerschaft“, sagt Elisabeth Grote-Scharfbillig. Eine Klientin habe ihr eine SMS gezeigt, darin hatte ihr Partner geschrieben: „Ich will das Kind nicht und vielleicht ist es ja auch gar nicht von mir.“

Blick in die Statistik
Im vergangenen Jahr haben 580 Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren die Schwangerschaftsberatung des SkF in Anspruch gekommen. Weniger als die Hälfte – 219 – wurden dabei von ihrem Partner begleitet. 456 der Frauen waren Neuzugänge, 124 waren Weiterbetreuungen aus den Vorjahren. Knapp die Hälfte der Klientinnen (48,3 Prozent) verfügte über eigenes oder Partnereinkommen. Drei Viertel der Frauen (75,4 Prozent) lebten in einer festen Beziehung. Knapp die Hälfte der Frauen (48 Prozent) hatte die deutsche Staatsangehörigkeit, 13,6 Prozent die eines EU-Staats, 38,4 Prozent kamen aus anderen Ländern und 2,8 Prozent der Frauen machten zur Staatsangehörigkeit keine Angaben. Frauen ohne Berufsschulabschluss waren mit 74,5 Prozent in der Mehrheit. 18,4 Prozent verfügten über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 6,7 Prozent befanden sich noch in Ausbildung oder gingen noch zur Schule (0,4 Prozent machten keine Angaben). ...
Auch Arbeitgeber machen schwangeren Frauen das Leben oft zusätzlich schwer. „Ich hatte schon eine Klientin, die im Einzelhandel gearbeitet hat und trotz ihrer Schwangerschaft schwere Kisten schleppen musste“, nennt Alexandra Siems ein Beispiel. Auch komme es immer wieder vor, dass die Schwangerschaft dazu führe, dass befristete Verträge trotz mündlicher Zusagen nicht verlängert oder Frauen sogar gekündigt würde.
Neben individueller Beratung gehören auch Gruppenangebote zum Portfolio der Schwangerschaftsberatung. Außerdem sind die Frauen vom SkF gut vernetzt, sodass sie bei Bedarf auch an andere Institutionen vermitteln können. Und wenn Frauen sich in schwangerschaftsbedingten Notlagen befinden, kann die Beratungsstelle auch finanzielle Hilfen vermitteln. Im vergangenen Jahr waren das insgesamt 196?404,83 Euro.
??In Gronau ist die Schwangerschaftsberatung im St.-Elisabeth-Haus, Laubstiege 13a, ansässig
(Elisabeth Grote-Scharfbillig, Tel. 02562 8173-41, grote@skf-ahaus-vreden.de).

(Bericht Frank Zimmermann WN)  

[Originalbericht WN]

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


Lama, Erdmännchen und Co.

Foto: Privat
Foto: Privat

Juli 2019

Junge Mütter und Kinder besuchen Tierpark

Gronau- „Das Beste kommt zum Schluss“, so formulierte es ein Gruppenmitglied. Ein Ausflug mit dem Bus ist immer der Höhepunkt eines gemeinsamen Jahres vor der Sommerpause mit der „Gruppe junger Schwangerer und junger Mütter mit ihren Kindern“ von der Schwangerschaftsberatung des SkF. Nun führte die Fahrt in den Tierpark nach Nordhorn. 16 Frauen und 15 Kinder waren mit von der Partie.
Zweimal im Monat findet die Gruppe in der Familienbildungsstätte statt. Es ist eine gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Menschen in ähnlichen Lebenssituationen kennenzulernen und von- und miteinander zu lernen, heißt es in einer Pressemitteilung der Beratungsstelle.
Mithilfe einer Kinderbetreuung könne die Zeit der Gruppenveranstaltungen so wahrgenommen werden, dass auch die Kinder Gemeinschaft erleben und die Mütter ihren Freiraum genießen können.
„Es ist die Mischung aus Spaß, Lernen und Austausch, die uns auch in diesem Jahr einen regen Gruppenzulauf bescherte“, freut sich Elisabeth Grote, die die Gruppe gemeinsam mit Mechtild Glandorf leitet.
Freuen können sich Teilnehmerinnen und ihre Kinder auch auf das neue Programm, das nach der Sommerpause im September beginnt.
Da im Moment viele junge Mütter mit Säuglingen teilnehmen, stehen zu Beginn des Treffens immer wiederkehrende Fingerspiele und kleine Reime auf der Agenda. Auch wichtige Informationen wie Fragen zu Verhütung und Familienplanung sollen nach der Sommerpause Thema sein.
Interessierte Frauen können sich bei Elisabeth Grote in der Schwangerschaftsberatung des SkF, Laubstiege 13a, anmelden,Tel.02562 8173-41.

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


Kinobesuch zum Ferienauftakt

Juli 2019

Kinobesuch für Alleinerziehende

Gronau- Viel Spaß hatten Alleinerziehende mit ihren Kindern bei einem Besuch zum Ferienstart im Gronauer Kino. Die Beratungsstelle für Alleinerziehende des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ahaus Vreden hatte zu diesem Freizeitangebot eingeladen. Mit über 50 großen und kleinen Personen startete das Kinovergnügen. Viele Alleinerziehende haben nicht das Geld, um in Urlaub zu fahren oder sich Freizeitangebote zu leisten. „Wir werden dieses Angebot daher sicher in diesem Jahr noch einmal stattfinden lassen“, versicherten die Beraterinnen Margret Keck-Brüning und Ulrike Terhaar von der Alleinerziehenden-Beratungsstelle. Der Dank gilt dem Spender, der diesen Nachmittag ermöglicht hat. Weitere Spenden sind erwünscht und landen da, wo es nötig ist.
Weitere Infos zur Alleinerziehenden-Beratung und zu den Freizeitangeboten gibt es bei Margret Keck-Brüning Tel. 02562 8173-55 und Ulrike Terhaar Tel. 02562 8173-52.

[Arbeit mit Alleinerziehenden]


Krisenmanagement am Wochenbett

Juli 2019

Fortbildung für Hebammen

Gronau- Was tun, wenn die Mutter eines Neugeborenen psychisch auffällig wird? Wenn der Vater nachmittags schon mit einer Bierflasche in der Hand am Kinderbett sitzt. Oder wenn offensichtlich das Geld für elementare Ausstattung wie Windeln fehlt? Lauter Fragen, mit denen Hebammen konfrontiert werden können, die zur Nachsorge nach der Geburt eines Kindes zu den Familien nach Hause fahren.
Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen an die Hand zu geben, war das Ziel einer halbtägigen Fortbildung. Durchgeführt wurde sie von Sozialpädagogin Claudia Mersmann und Familienhebamme Judith Tasche. Beide sind seit 11 Jahren beim Projekt “Morgensonne“ des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Dekanate Ahaus und Vreden aktiv.
20 Hebammen haben an der Fortbildung teilgenommen und dafür am Ende gute Noten verteilt: „Über einen Rückmeldebogen haben wir lauter Einser und nur eine Zwei bekommen“, berichtet Claudia Mersmann.

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Tagesmütter wünschen sich mehr Spielgeräte

Tagesmütter wünschen sich mehr Spielgeräte

Mai 2019

Die hiesigen Tagesmütter gehen mit ihren Pflegekindern gerne auf den Spielplatz. Passende Spielgeräte gibt es für die kleinsten Kinder aber kaum. Foto: MLZ

Die Tagesmütter in Südlohn und Oeding hoffen, dass der Spielplatz bald besser für Kinder unter drei Jahren ausgestattet wird.

Südlohn/Oeding- Ungewöhnlich viel Betrieb herrscht am Donnerstagmorgen auf dem Spielplatz am Vitusring. Rund 20 Kinder unter drei Jahren toben dort durch die Gegend, pusten Seifenblasen in die Luft, spielen mit dem großen Schwungtuch oder tollen einfach durch die Gegend. Sie sind mit den Tagesmüttern, von denen sie betreut werden, auf den Spielplatz gekommen. Kaum bewegen sie sich aber in Richtung der Spielgeräte, werden die Frauen besonders aufmerksam. „Für die Kleinen sind diese Geräte kaum geeignet“, sagt eine der Tagesmütter und deutet auf die Rutsche. Für die Kinder, die alle noch unter drei Jahre alt sind, seien die Geräte zu hoch und zu gefährlich. Eine Alternative gibt es in der ganzen Gemeinde kaum. Da soll etwas gemacht werden. Deswegen treffen sich Frauen, Kinder und Ludger Butenweg von der Gemeindeverwaltung Südlohn an diesem Morgen auf dem Spielplatz.
Kleinere Spielgeräte, auf denen die Kinder auch ohne direkte Absicherung durch die Tagesmütter spielen können, sollen her. Es würde den Frauen auch reichen, wenn nur der Spielplatz am Vitusring so ausgestattet wird. „Der ist gut zu erreichen und rundum geschlossen. Das ist sicherer als eine offene Spielfläche“, erklärt eine der Frauen.
Zusätzlich wünschen sich die Frauen Sitzgelegenheiten oder einen Picknick-Tisch. „Der wird immer gebraucht“, sagt eine. Auch der Sandkasten müsse dringend überarbeitet werden, er ist stark von Unkraut durchzogen, die Umrandung ist abgesackt.
Wenig Verständnis
Für das Spielplatzkonzept der Gemeinde, das die Politik gerade erst noch einmal bekräftigt hat, haben die Frauen nur wenig Verständnis. Die Argumente sind nicht neu: „Überall stehen die gleichen Geräte. Es wäre besser, sich auf einige Spielplätze zu konzentrieren und sie besser auszustatten“, so die einhellige Meinung unter den Frauen. In so einem Konzept wäre dann schwerpunktmäßig auch für die ganz kleinen Kinder mehr möglich.
Auch Raphaela Südfeld, beim Sozialdienst katholischer Frauen für die Kindertagespflege in Südlohn und Oeding zuständig, hofft darauf, dass in der Gemeinde mehr Spielmöglichkeiten für die ganz kleinen Kinder geschaffen werden. Ab spätestens drei Jahren seien Kinder heutzutage immer stärker in institutioneller Betreuung aufgehoben – etwa einer Kindertagesstätte. „Wir sind auf dem Weg in eine Ganztagsbetreuung. Wenn die Kinder dann nach Hause kommen, gehen sie ja nicht direkt mit den Eltern auf den nächsten Spielplatz“, sagt sie. Deswegen ergebe es den größten Sinn, Spielplätze auf die ganz kleinen Spielplatzbesucher auszurichten.
Ludger Butenweg von der Gemeinde Südlohn, der an diesem Morgen auf dem Spielplatz dabei ist, macht sich eine Menge Notizen und den Tagesmüttern Hoffnung: Aktuell liefen mehrere Ausschreibungen für die Ausstattung der Spielplätze im Ort. Das Budget, das im Haushalt dafür vorgesehen ist, sei noch nicht ausgenutzt. Daher könnte am Vitusring in dieser Richtung noch etwas getan werden. Dazu will die Bauverwaltung zunächst noch ein Gespräch mit den Tagesmüttern führen, um die Pläne konkreter zu fassen.
Der Zeitpunkt für den Termin auf dem Spielplatz war nicht zufällig gewählt. Gerade läuft die deutschlandweite Aktionswoche Kindertagespflege. Tagesmütter – und -väter – machen bundesweit auf ihre Form der Kinderbetreuung aufmerksam. „Bevor wir aber auch hier Luftballons steigen lassen, dachten wir, dass wir besser so über unsere Arbeit sprechen“, erklärte Julia Tecker, eine der Tagesmütter aus Südlohn.
Zehn Tagesmütter
Aktuell gibt es in Südlohn und Oeding zehn Tagesmütter, die sich um rund 45 Kinder kümmern. Werte, die sich über die vergangenen Jahre so in der Waage halten. „Mit der Kindertagespflege sind wir in Südlohn und Oeding vor sieben bis neun Jahren gestartet“, sagte Raphaela Südfeld. Die Betreuungsplätze seien direkt zu Beginn sprunghaft angestiegen. Seither halten sie sich in der Waage. „Seit dem sind die Tagesmütter im Ort eine feste Bezugsgröße“, so Raphaela Südfeld weiter.

(Bericht Stephan Teine MLZ)

[Fachbereich Kindertagespflege]


Tagesmütter laden Kinder zum Mitmachen ein


07. Mai 2019

Legden- Ein sonniges Plätzchen auf dem Parkplatz vor der Volksbank diente am Dienstagmorgen Tagesmüttern aus Legden für ihre Aktion „Wir suchen motivierte Tagespflegepersonen“. Federführend für die Aktion zeichnete der Sozialdienst katholischer Frauen, vertreten durch Diane Langel von der Kindertagespflege mit Fachberatung und Vermittlung für Legden. Vor Ort haben sich Tagesmütter mit Kindern aus der Tagespflege getroffen.

Die Tagesmütter machten vor der Volksbank auf Kindertagespflege als berufliche Tätigkeit aufmerksam. Tagespflegepersonen haben Freude am Umgang mit Kindern, sind einfühlsam, schaffen eine liebevolle, familienähnliche Atmosphäre, begleiten und beobachten Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, arbeiten selbständig, können ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten und bilden sich regelmäßig fort. Bevor jemand Tagespflegeperson werden kann, ist ein Vorbereitungskurs von 160 Stunden zu absolvieren.
Auf dem Aktionstag gab es Infos für Interessierte, wie sie Tagesmutter oder -vater werden können. „Ich kann die Welt aus dem Blickwinkel eines Kindes sehen und es zaubert mir täglich ein Lächeln ins Gesicht“, so eine der Tagesmütter. Flyer für ausführliche Informationen gibt es beim Kreis Borken und beim SKF in Ahaus.

(Bericht: MLZ)

Zahlreiche Luftballons steigen in den Himmel


08. Mai 2019

Vreden- Anlässlich der Aktionswoche ließen Vredener Tagesmütter mit ihren Tageskindern zahlreiche Luftballons in den Himmel steigen. Initiator war der Bundesverband für Kindertagespflege, der damit öffentlich machen will, was die Kindertagespflege als gleichwertiges Betreuungsangebot für die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung leistet.  (Bericht: MLZ)

Picknick und viele Spiele

Fotos: privat
Fotos: privat

07. Mai 2019

Schöppingen- Viele Spiele für die Kleinsten, aber auch viele Informationen zur Kindertagespflege gab es beim diesjährigen Aktionstag in Schöppingen.


Tagesmütter bieten Kindern eine zweite Familie

Tagesmutter Nadine Karkutsch (Foto: Victoria Thünte MLZ)
Tagesmutter Nadine Karkutsch (Foto: Victoria Thünte MLZ)
Tagesmutter Bärbel Richter (Foto: Victoria Thünte MLZ)
Tagesmutter Bärbel Richter (Foto: Victoria Thünte MLZ)

Mai 2019  (aus MLZ vom 03.05.2019)

Die Tageskinder erleben einen ganz normalen Alltag. Wie der aussieht, erzählen die beiden Tagesmütter zur Aktion " Woche der Kindertagespflege".

Vreden- Leni (1) sitzt im Hochstuhl am Tisch und brabbelt vor sich hin. Ihre zweijährige Schwester Greta spielt im Nebenzimmer. Nadine Karkutsch und Bärbel Richter trinken Kaffee und unterhalten sich mit dem Besuch von der Presse. Keine von beiden ist die Mutter der Mädchen. Greta und Leni sind Tageskinder, die beiden Frauen sind Tagesmütter. Sie gewähren kurz vor der „Woche der Kindertagespflege“ einen Einblick in ihren Alltag.
Fünf Kinder betreut Nadine Karkutsch (41) an diesem Tag. Vier davon spielen friedlich in einem Zimmer mit lilafarbenem Teppich, Spielküche und Kuschelecke. Sie kommen im Sommer in den Kindergarten und können sich gut selbst beschäftigen. Die einjährige Leni im Hochstuhl im Esszimmer bekommt während des Gespräches immer mal wieder ein Stückchen Banane. Ganz normaler Alltag eben.
Kinder erleben ganz normalen Alltag
„Die Kindertagespflege ist die familienähnlichste Betreuungsform, die es gibt“, erklärt Bärbel Richter (59), die selbst an drei Tagen pro Woche zwei Kinder betreut. Nadine Karkutsch ergänzt: „Die Kinder erleben hier einen ganz normalen Alltag. Sie bekommen also auch mit, wenn die Nachbarin mal vorbeikommt oder wenn ich mittags was kochen muss.“ Und noch etwas macht die Kindertagespflege aus: „Wir öffnen unsere privaten Räume“, sagt Bärbel Richter. Bei ihr spielen die Kinder im Wohnzimmer, Nadine Karkutsch hat dafür einen extra Raum.
Doch es gibt auch die Tagespflege in angemieteten Räumen, das heißt dann Großtagespflege. Eine solche Einrichtung ist die Krümelkiste in Lünten. Birgit Buß und Daniela Egbringhoff kümmern sich dort als Tagesmütter um neun Kinder unter drei Jahren. Der Unterschied zur Kindertagesstätte: „Wir sind wie eine Großfamilie in einem großen Haus. Die Gruppe ist kleiner als in der Kita und wir haben ein sehr enges Verhältnis zu den Kindern und den Eltern“, erklärt Birgit Buß.
Gemeinsames Frühstück vor dem pädagogischen Spielen
Der Arbeitstag von Tagesmutter Nadine Karkutsch beginnt schon vor dem Frühstück. Die ersten Kinder kommen um Viertel vor sieben morgens zu ihr. Dann wird erstmal gemeinsam gefrühstückt, mit ihrem Mann und den eigenen Kindern. „Meine Kinder sind damit groß geworden, dass sie immer Tagesgeschwister hatten“, erzählt Nadine Karkutsch. Auch ihr Mann steht hinter ihrer Arbeit als Tagesmutter, die Kinder wissen genau, wann er von der Arbeit nach Hause kommt. „Wir sind fast wie eine zweite Familie für die Kinder“, so Nadine Karkutsch.

Greta kommt aus dem Spielzimmer ins Esszimmer und streckt Nadine Karkutsch einen leeren Plastik-Teller entgegen. Das Obst, das die Tagesmutter vorbereitet hat, haben die Zweijährigen fair geteilt. Alleine, ohne Stress. Jetzt ist Zeit zum Spielen. Die beiden Tagesmütter hocken sich zu den Kindern auf den Teppich und beugen sich über die Spielkiste. „Oh, was ist das denn für ein Tier?“, fragt Bärbel Richter und hält einen kleinen Plastik-Hund in die Luft. „Ein Hund!“, rufen die Kinder beinahe gleichzeitig und fügen direkt wild durcheinander bellend das richtige Geräusch hinzu: „Wau wau wau!“
Tagesmütter haben Förder- und Bildungsauftrag
„Wir haben als Tagesmütter einen Förder- und Bildungsauftrag“, erklärt Bärbel Richter. Geplante Aktionswochen wie in einer Kita gibt es aber nicht. „Wir sind da spontan und können je nach Wetter und Laune der Kinder entscheiden, was wir machen“, so Nadine Karkutsch.
Jetzt ist aber erst einmal Zeit für das Mittagessen. Nach dem gemeinsamen Kochen und dem Mittagsschlaf geht es raus in die Sonne, bevor die Eltern die Kleinen wieder abholen.

(Bericht Victoria Thünte MLZ)

[Fachbereich Kindertagespflege


Alle gehören zur Familie

Im Garten von Monika Benkhoff
Im Garten von Monika Benkhoff
Erste Gehversuche
Erste Gehversuche
Nudeln gehen immer
Nudeln gehen immer
Alle essen gemeinsam
Alle essen gemeinsam
Mittagspause
Mittagspause

Mai 2019  (aus WN vom 02.05.2019)

Ein Blick in den Alltag der Tagesmütter vor Ort. Bericht zur Aktion " Woche der Kindertagespflege".

Nienborg/Heek- 28 Kinder in Heek gehen zur Kindertagespflege, mal als Vorstufe, mal als Alternative zur Kita. Auf Monika Benkhoffs Grundstück können die Kinder nach Herzenslust spielen. Ihren großen Garten hat sie zu einem Spielparadies für Kinder umgestaltet.
An diesem Vormittag toben besonders viele Kinder herum, denn heute sind auch zwei andere Heeker Tagesmütter mit ihren Kindern zu Besuch in Nienborg. Einmal die Woche treffen sich die Kindertagespflegerinnen zum gemeinsamen Austausch. Die Tagesmütter kennen sich gut und vertreten sich gegenseitig bei Urlaub und Krankheit.
Die drei betreuen Kinder vom Säuglings- bis zum Schulalter, manche nur wenige Stunden in der Woche, andere für bis zu 45 Stunden. Entsprechend verschieden sind ihre Tagesabläufe. Ulla dos Santos Silva betreut etwa Schulkinder am Nachmittag. Für Elisabeth Bußmann fängt der Tag schon um 5.30 Uhr an. Sie betreut Kinder vor allem zu Randzeiten, die im Kindergarten nicht angeboten werden. Sie kommt zu den Kindern nach Hause, damit sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.
Bei Monika Benkhoff dagegen geht es meist in den heimischen Garten. „Wir gehen auch auf den Spielplatz oder in den Wald, Hauptsache nach draußen“, sagt sie. Ihren großen Garten hat sie zu einem Spielparadies für Kinder umgestaltet: mit Rutsche, Schaukel, Klettergerüst und Sandkasten. Dafür mussten Teile des Gemüsegartens ihres Mannes weichen. Der genießt es, mit dem Nachwuchs zu spielen und schaukelt die Kinder auf der Nestschaukel an. „Das ist doch eine schöne Nebenbeschäftigung“, sagt er und lacht.
„Das ist das schöne an der Kindertagespflege. Es ist wie eine Familie“, sagt Jutta Büning , Fachberaterin für Kindertagespflege beim SkF. Auch Hündin Lilli ist immer dabei. Auch eine ihrer zehn Enkelinnen betreut Monika Benkhoff vormittags. Für Antonia und Noah, die von montags bis freitags zu ihr kommen, ist sie wie eine Oma.
„Es ist eine sehr persönliche Betreuung“, sagt Büning. Nicht mehr als drei Kinder unter drei Jahren gehen zu den Tagesmüttern. „Für die Kinder ist das ein sanfter Start.“ Manche Eltern starten mit ein paar Stunden vor dem Wiedereintritt ins Berufsleben.
Der kleine Silas macht auf dem Rasen erste Gehversuche mit Tagesmutter Elisabeth Bußmann. Heute verbringt er seinen ersten Vormittag ohne seine Mama. Zum Start gibt es eine Eingewöhnungsphase, in der die Eltern mitgehen“, erklärt Jutta Büning. „Wenn wir merken, dass die Kinder angekommen, ziehen sich die Eltern nach und nach zurück.“
Fünf Tagesmütter und einen Tagesvater gibt es in Heek. Sie dürfen jeweils bis zu fünf Kinder betreuen. Voraussetzung dafür ist eine Pflegeerlaubnis. Der Qualifizierungskurs für Tagespflegepersonal dauert 160 Stunden. Außerdem müssen alle Haushaltsmitglieder ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Fachberaterin Jutta Büning ergründet in persönlichen Gesprächen vor Ort, ob die Persönlichkeit und die Räumlichkeiten stimmen.
Während die Kinder im Garten spielen, beginnt Monika Benkhoff mit der Vorbereitung des Mittagessens. Heute geht es schnell, denn es gibt Nudeln. „Die gehen immer“, verrät die Tagesmutter. Der Grünkohl am Vortag sei auf weniger Begeisterung gestoßen. „Die Kinder habe ich beim Kochen immer im Blick“, versichert sie. „Und zum Essen habe ich dann eine große Herde in meiner kleinen Küche.“
Nach dem Mittagessen gehen die Kinder ins Bett. Jedes Kind hat seinen eigenen Schlafbereich. „Ich habe es auch schon ohne Mittagsschlaf probiert, da gab es ab nachmittags Chaos mit müden Kindern“, so Monika Benkhoff. Die „Langschläfer“ weckt sie nach einer Weile. „Sonst kriegen ihre Eltern sie abends nicht ins Bett.“ „Ein fester Tagesablauf und Rituale geben den Kindern Halt“, meint Jutta Büning. Und den Tagesmüttern Zeit zum Verschnaufen.

(Bericht und Fotos: Falko Bastos WN)

[Fachbereich Kindertagespflege


Jeden Tag gut betreut

Beim Backen
Beim Backen
Ganz bei der Sache
Ganz bei der Sache
Herbst
Herbst
Alltag
Alltag
Ausflug zum Forellenteich
Ausflug zum Forellenteich
Ausflug zum Gemüsebauerhof
Ausflug zum Gemüsebauerhof
Gemeinsames Sommerfest
Gemeinsames Sommerfest

Mai 2019  (aus MLZ vom 06.05.2019)

Zur Aktion " Woche der Kindertagespflege" gibt der Tageseltern-Verein (Vreden/Stadtlohn/Südlohn) einen Einblick in den Alltag der Kinder und Betreuer:

Stadtlohn- In Stadtlohn gibt es über 20 Tagesmütter, die zum Beispiel regelmäßig gemeinsam Ausflüge planen und mit den Kindern unternehmen. Kindliche Neugier braucht Freiräume, zum Beispiel mit einem von den Tagesmüttern organisierten Picknick in freier Natur, auf Tuchfühlung mit Rehen.
Die Stadtlohner Tagesmütter engagieren sich auch in der Projektarbeit. Mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt sammeln sie Gelder und unterstützen mit dem Erlös bedürftige Organisationen.
Tagesmütter, die zu Hause arbeiten, und Tagesmütter, die in der Großtagespflege tätg sind, unternehmen mit den Kindern gemeinsame Ausflüge, dann wird zum Beispiel die Arbeit der Feuerwehr unter die Lupe genommen.
Team-Aktionen sind den Stadtlohner Tagesmüttern wichtig. Einmal im Jahr findet zum Beispiel ein gemeinsames Sommerfest statt, auch einen adventlichen Abend für die über 20 Tagesmütter gibt es. Die Tagesmütter sind selbstständig und arbeiten nach ihrer eigenen pädagogischen Konzeption. Im Vordergrund steht eine sichere Bindung zu den Kindern und die Einbeziehung der Kinder in Alltagsabläufe.
Die Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform im familiennahen Umfeld. Sie ist hinsichtlich der qualitativen Voraussetzungen und Maßstäbe gleichrangig mit der U3-Betreuung in einer Tageseinrichtung. Bei der Betreuung in einer Tagespflegestelle mit bis zu fünf Kindern können Gruppenerfahrungen im kleinen, überschaubaren Rahmen gemacht werden.

[Fachbereich Kindertagespflege] 


Bundesweite Aktionswoche der Kindertagespflege

Es ist soweit!

Vom 06.05.2019 - 12.05.2019 findet wieder die bundesweite Aktionswoche der Kindertagespflege statt. Interessierte sind herzlich zu den Aktionen der Tageseltern und Kinder in den einzelnen Orten eingeladen. Hier ein kleiner Überblick über die Termine:

Montag, 06.05.19 - 09:00-14:00 Uhr Infostand, Spiele, Gutscheinaktion Heek, Parkplatz zwischen Lidl und KiK
Dienstag, 07.05.19 - 09:30-11:00 Uhr Großes Picknick, Spiel und Spaß Stadtlohn, im Losbergpark
Mittwoch, 08.05.19 - ab 09:30 Uhr Große Ballonaktion Vreden, Marktplatz

"Schau mal rein!" - Die Großtagespflegen öffnen ihre Türen:

Freitag, 10.05.19 - 10:00-11:00 Uhr Pusteblume Stadtlohn, Telgenkamp 77
Freitag, 10.05.19 - 14:00-16:00 Uhr Krümelkiste Vreden-Lünten, Schulweg 9
Freitag, 10.05.19 - 14:00-16:00 Uhr Baumhaus Stadtlohn, Bürgermeister-Horst-Str. 1
Freitag, 10.05.19 - 14:30-16:30 Uhr Vogelnest Stadtlohn, Am Berkelbogen 14
Freitag, 10.05.19 - 14:30-17:00 Uhr Glücksfabrik bei Ventana Vreden, Liese-Meitner-Str. 36

Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern

Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern

April 2019

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Arbeitskreistreffens vor dem Rathaus. Foto: Privat

Ein neues Netz knüpfen

Gronau- 17 Vertreterinnen und Vertreter aus 14 verschiedenen Institutionen haben sich jüngst getroffen, um sich über das Thema Hilfen für Kinder psychisch oder suchtkranker Eltern auszutauschen. Eines wurde dabei schnell deutlich: Alle konnten von Berührungspunkten und Erfahrungen zu diesem Thema berichten.
Die multiprofessionelle Arbeitsgruppe war im November aus dem Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen entstanden. Das Spektrum der vertretenen Institutionen reicht vom Jugendamt bis zur Tagespflege und vom Sozialpsychiatrischen Dienst bis zur Polizei. Organisiert wurde das Treffen vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und dem Jugendamt der Stadt Gronau, vertreten durch Claudia Mersmann und Rainer Hülskötter, die auch bei den Fachtagen des Netzwerks Frühe Hilfen „den Hut aufhaben“.
Beim ersten Treffen, so die Organisatoren, sei es vor allem darum gegangen, dass die Teilnehmer sich und ihre Zugänge und Berührungspunkte zu dem Thema vorstellen. Dabei wurde deutlich, dass der zunächst anhand von statistischen Angaben vermutete Bedarf – beim Fachtag im November war von bis zu 400 Kindern im Bereich Frühe Hilfen die Rede – tatsächlich gegeben ist. Gleichzeitig kristallisierte sich heraus, dass es bei den Betroffenen – Helfern und Hilfebedürftigen – viele offene Fragen zum Umgang mit dem Thema gibt. Nicht zuletzt zum Umgang mit der Frage, wie man das Problem einerseits klar benennen kann, ohne damit andererseits bereits eine Stigmatisierung der Betroffenen vorzunehmen. Denn noch immer sind in unserer Gesellschaft psychische Erkrankungen oft mit Vorurteilen und Tabus behaftet.
Mit dem ausgiebigen Austausch haben die Teilnehmer zum Teil schon das gemacht, was auch auf Wunschzetteln steht, die sie anschließend schreiben durften: Vernetzung, (gemeinsame) Fortbildung, sich austauschen, voneinander profitieren wurde da unter anderem gewünscht.
„Wir werden die Wunschzettel noch genau auswerten und dann überlegen, wie wir auf die Wünsche eingehen können“, beschreiben die Organisatoren ihre „Hausaufgaben“ bis zum nächsten Treffen im September. Außerdem wollen sie überlegen, ob sie eigene, gronauspezifische Angebote zu dem Thema entwickeln können. „Patenschaften für Zeiten, in denen zum Beispiel die Mutter in die Psychiatrie muss oder einfach nicht gut drauf ist“, nennt Claudia Mersmann ein praktisches Beispiel.
Ein wichtiges Ziel der Akteure ist es, dass die Wege für die betroffenen Menschen kürzer werden. Und dass den Kindern geholfen wird – möglichst unkompliziert und ohne Stigmatisierung.

(Bericht Frank Zimmermann WN)

[Fachbereich Frühe Hilfen]  [Originalbericht Westfälische Nachrichten]


Nach der Trennung - was kommt dann?

Im JFB Stadtlohn, Weststraße 9, findet am Dienstag, den 07.05.2019 in der Zeit von 17-19 Uhr die fünfte und letzte Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe "Rechte Alleinerziehender bei Trennung und Scheidung" statt.

Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
An diesem Nachmittag geht es um die Themen Scheidungsverfahren, das Erbrecht, Zugewinn und Versorgungsausgleich, Rentenpunkte, Prozesskosten- und Beratungshilfe, Mediation, Versicherungen und steuerliche Aspekte.
Für das Seminar steht uns der Stadtlohner Rechtsanwalt Wilfried Steinhage (Fachanwalt für Familienrecht und Strafrecht)  zur Verfügung.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen, die sich Hintergrundwissen in den rechtlichen und behördlichen Gegebenheiten verschaffen möchten.
Einzelfälle sollen hier nicht gelöst werden, sondern als Beispiele insbesondere in der Diskussion über Bewältigungsstrategien dienen.
Das Seminar wird angeboten von „Impulse- Treffpunkt Alleinerziehender“ beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Familienbildungswerk e.V. Stadtlohn.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen können Sie sich an Eva Schweers und Silke Temming vom SkF wenden unter Telefon: 02564 9328-20.


"Zeit für mich" Entspannungstag in der FBS


Februar 2019

FBS lädt zur Entspannung  [Flyer]

Gronau- "Zeit für mich“ – so hat die FBS ihr Angebot für einen Entspannungstag überschrieben. Geboten wird ein Tag zwischen Wellness und Beauty, Bewegung und Entspannung, Kreativität und einem Schwätzchen mit der Freundin.
Frauen denken oft zuerst an die Familie oder den Job und nicht an sich selbst. Diese Erfahrungen machen Diana Ricker (FBS) und Ulrike Terhaar (SKF) immer häufiger. Daher entstand die Idee, eine Auszeit vom Alltag für Mütter und Frauen zu organisieren.
Darüber hinaus hat die Beratungsstelle für Alleinerziehende des SKF in diesem Jahr ihr 10 jähriges Bestehen. Dies soll im Rahmen von Veranstaltungen wie dieser gefeiert werden.
Die Veranstaltung „Zeit für mich“ findet am 6. April (Samstag) von 10 bis 15 Uhr in der FBS statt. Die Organisatorinnen freuen sich über das Engagement der Trainerinnen, Kosmetikerin und der Fotografin, die das Programm gestalten. Zur Auswahl stehen Workshops für Yoga oder Acrylmalerei, ausprobiert werden können auch Handmassagen oder Meditation. Auch Getränke und gesunde Snacks werden angeboten. Jede Frau bekommt ein professionelles Kosmetik-Fresh-Up, um beim Fotoshooting zu strahlen. Die Gebühr beträgt 39,50 Euro, inklusive eines Fotos, Getränke und Imbiss.

Anmeldungen sind erforderlich unterTel.02562 93950 (Familienbildungsstätte)

oder online:

[https://www.fbs-gronau.de/info/S1313-210/]

[Fachbereich Alleinerziehende]


Alleinerziehende waren mit ihren Kindern im Kino

Ulrike Terhaar und Margret Keck-Brüning (re.)
Ulrike Terhaar und Margret Keck-Brüning (re.)

17. März 2019

Kinobesuch für Alleinerziehende

Gronau- Drachenzähmen leicht gemacht, Asterix, Captain Marvel, Ostwind und und und ... "Eine schwere Entscheidung zu treffen, in welchen Film man gehen soll bei soviel Auswahl", so die Aussagen vieler Kinder der Alleinerziehenden.
Viel Spaß und Freude hatten Alleinerziehende mit ihren Kindern bei einem Besuch des Gronauer Kinos.
Die Beratungsstelle für Alleinerziehende des  Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ahaus-Vreden hatte anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens in diesem Jahr zu diesem Freizeitangebot eingeladen.
Mit 56 großen und kleinen Personen startete das erste Freizeitangebot 2019. Es waren noch einige weitere Anmeldungen gewesen, doch die Grippe hatte einige nicht kommen lassen können. "Wir werden dieses Angebot daher sicher in diesem Jahr noch einmal stattfinden lassen", versicherten die Beraterinnen Frau Keck-Brüning und Frau Terhaar von der Alleinerziehenden-Beratungsstelle. "Es hat allen so viel Freude gemacht und die Dankbarkeit, dass wir es ihnen kostenlos ermöglichen konnten, war riesig", so Margret Keck-Brüning und Ulrike Terhaar.
Der Dank gilt dem Spender, der den Alleinerziehenden und deren Kindern diesen wunderschönen Nachmittag beschert hat.
Als nächstes steht die Planung für eine Fahrt zum neuen Dinopark nach Metelen an.
"Freizeitangebote können sich viele Alleinerziehende kaum leisten und da wir keine Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen machen, wollen wir dieses Jahr den Alleinerziehenden und deren Kindern einige schöne  Freizeitmaßnahmen ermöglichen".

Weitere Infos zur Alleinerziehenden-Beratung und zu den Freizeitangeboten gibt es bei Margret Keck-Brüning, Tel.: 02562 8173-55 und Ulrike Terhaar, Tel.: 02562 8173-52.

[Arbeit mit Alleinerziehenden]


Rechtsanwalt gibt Ratschläge bei Trennung und Scheidung

Ehegattenunterhalt, Nachscheidungsunterhalt ...

Die vierte Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe „Rechte Alleinerziehender bei Trennung und Scheidung“  im JFB Stadtlohn, Weststraße 9, findet statt am Dienstag, den 02.04.2019 in der Zeit von 17-19Uhr.
Alle Seminare können unabhängig voneinander besucht werden. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
An diesem Nachmittag geht es um das Thema Ehegattenunterhalt, Nachscheidungsunterhalt, unterhaltsrelevante Einkünfte, anrechenbares Einkommen, Schulden etc.
Für das Seminar steht uns der Stadtlohner Rechtsanwalt Wilfried Steinhage (Fachanwalt für Familienrecht und Strafrecht)  zur Verfügung.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen, die sich Hintergrundwissen in den rechtlichen und behördlichen Gegebenheiten verschaffen möchten.
Einzelfälle sollen hier nicht gelöst werden, sondern als Beispiele insbesondere in der Diskussion über Bewältigungsstrategien dienen.
Das Seminar wird angeboten von „Impulse- Treffpunkt Alleinerziehender“ beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Familienbildungswerk e.V. Stadtlohn.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen können Sie sich an Eva Schweers und Silke Temming vom SkF wenden unter Telefon: 02564 9328-20.


Ausflug ins Kino

März 2019

Kinobesuch für Alleinerziehende

Gronau- Die Beratungsstelle für Alleinerziehende des SkF Ahaus-Vreden bietet am Sonntag 17. März 2019 eine Freizeitaktion für Ein-Eltern-Familien mit ihren Kindern an. Es geht ins Gronauer Kino. Treffpunkt ist um 14 Uhr im Kino Mühlenmathe 37.
Die Aktion findet anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Beratungsstelle statt. Weitere Freizeitangebote sollen in diesem Jahr noch folgen, da diese oft aufgrund der finanziellen Situation bei Álleinerziehenden zu kurz kommen, so die Beraterinnen des SkF. Dank einer Privat-Spende ist der Kinobesuch für Groß und Klein finanziert.
Für weitere Spenden ist das Team dankbar. Das Geld kommt immer bei den Alleinerziehenden und deren Kindern direkt an.
Weitere Informationen bei Margret Keck-Brüning Tel.: 02562 8173-55 oder Ulrike Terhaar Te.: 02562 8173-52.

[Arbeit mit Alleinerziehenden]


Rechte Alleinerziehender

Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss

Im JFB Stadtlohn, Weststraße 9, findet am Dienstag, den 12.03. 2019 in der Zeit von 17-19 Uhr die dritte Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe "Rechte Alleinerziehender bei Trennung und Scheidung" statt.
Alle Seminare können unabhängig voneinander besucht werden.
An diesem Nachmittag geht es um das Thema Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss, Beistandschaft etc.
Für das Seminar stehen der Stadtlohner Rechtsanwalt Wilfried Steinhage (Fachanwalt für Familienrecht und Strafrecht) sowie Herr Weddeling vom Kreis Borken (Beistandschaft/Unterhaltsvorschuss) zur Verfügung.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen, die sich Hintergrundwissen in den rechtlichen und behördlichen Gegebenheiten verschaffen möchten.
Einzelfälle sollen hier nicht gelöst werden, sondern als Beispiele insbesondere in der Diskussion über Bewältigungsstrategien dienen.
Das Seminar wird angeboten von „Impulse- Treffpunkt Alleinerziehender“ beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Familienbildungswerk e.V. Stadtlohn.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen können Sie sich an Eva Schweers und Silke Temming vom SkF wenden unter Telefon: 02564 9328-20.


Impulse - Treffpunkt Alleinerziehender lädt ein

Rechtsanwalt gibt Ratschläge bei Trennung und Scheidung

Im JFB Stadtlohn, Weststraße 9, findet am Dienstag, den 26.02.2019 in der Zeit von 17-19 Uhr die zweite Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe "Rechte Alleinerziehender bei Trennung und Scheidung" statt.
Alle Seminare können unabhängig voneinander besucht werden.
An diesem Nachmittag stehen die Kinder mit ihren Unterhaltsansprüchen sowie alles rund um das Thema Umgangs- und Sorgerecht im Mittelpunkt.
Für das Seminar steht uns der Stadtlohner Rechtsanwalt Wilfried Steinhage (Fachanwalt für Familienrecht und Strafrecht) sowie Herr Reick und Frau Paus (Kreis Borken/Fachbereich Jugend und Familie) zur Verfügung.
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen, die sich Hintergrundwissen in den rechtlichen und behördlichen Gegebenheiten verschaffen möchten.
Einzelfälle sollen hier nicht gelöst werden, sondern als Beispiele insbesondere in der Diskussion über Bewältigungsstrategien dienen.
Das Seminar wird angeboten von „Impulse- Treffpunkt Alleinerziehender“ beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Familienbildungswerk e.V. Stadtlohn.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen können Sie sich an Eva Schweers und Silke Temming vom SkF wenden unter Telefon: 02564 9328-20.


Wenn aus Silben Sätze werden...


Februar 2019

Foto: Kindertagespflegepersonen mit ihrem Zertifikat

Kindertagespflegersonen schließen Zertifikatskurs zur alltagsintegrierten Sprachbildung ab

Stadtlohn- Eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist die Sprache. Die Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung ist auch in der Kindertagespflege ein wichtiges Thema, da viele Schritte der Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren erworben werden. In Kooperation mit dem JFB Stadtlohn initiierte der Kreis Borken als zuständiger Jugendhilfeträger  aus diesem Grund eine Fortbildungsreihe zum Thema alltagsintegrierte Sprachbildung. Die ersten Tagespflegepersonen aus dem Kreisgebiet  haben nun diesen umfangreichen Kurs mit Erfolg abgeschlossen.
Wie entdecken Kinder Sprache? Welche Bedeutung hat das Spiel für die Sprachentwicklung? Worauf kommt es bei der alltagsintegrierten Sprachbildung genau an? Welche Sprachanregungen kann ich im Alltag der Kindertagespflege geben?
Dies sind nur Beispiele für die vielen praxisnahen Themen, die im Seminar erarbeitet wurden. Frau Mijne Bertram ist Dipl. Logopädin und Mulitiplikatorin für die alltagsintegrierte Sprachbildung (NRW). Sie erarbeitete  gemeinsam mit den Teilnehmenden unter anderem folgende Themen in insgesamt sechs Blöcken:
-    Persönlichkeits- und Sprachentwicklung von Kindern
-    Sprache beobachten mit BASIK
-    Selbstreflexion der eigenen Sprachbiographie, eigene Ressourcen und Ziele
-    Gestaltung einer gelingenden Zusammenarbeit mit Eltern
Die teilnehmenden Tagespflegepersonen profitierten besonders von einem hohen Praxisbezug und vom Austausch miteinander. Alltagsintegrierte Sprachbildung als festen Bestandteil in den pädagogischen Alltag zu integrieren, trägt ebenso zur Schärfung des Berufsprofils in der Kindertagespflege bei. Der Kurs wird nun in Borken und Stadtlohn in einem zweiten Durchgang erneut angeboten. 

[Fachbereich Kindertagespflege]


Beratungsstelle des SkF ist seit 10 Jahren aktiv für Ein-Eltern-Familien

Foto: privat
Foto: privat

Februar 2019

Foto: Ulrike Terhaar (links) und Margret Keck-Brüning

Eine Lobby für Alleinerziehende
Seit zehn Jahren bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) der Dekanate Ahaus und Vreden in Gronau Beratung für Alleinerziehende an. Anlass für das Team der Beratungsstelle an der Laubstiege, zurückzublicken. 

Gronau- Alles begann 2009. Mit Unterstützung der Stadt Gronau wurde eine Personalstelle mit 19,5 Wochenstunden eingerichtet. Startschuss für eine Anlaufstelle und dafür, Alleinerziehenden eine Lobby zu schaffen.
„Seit dieser Zeit haben wir uns immer an den Fragen, Sorgen und Nöten der Alleinerziehenden orientiert und unser Beratungsangebot an den Klienten orientiert weiterentwickelt“, sagen Ulrike Terhaar und Margret Keck-Brüning .
Dass es einen Bedarf dafür gab, bestätigte sich kontinuierlich: Waren es 2009 noch 37 Klienten und 231 Beratungskontakte mit Alleinerziehenden, lag die Zahl 2017 bei 82 Klienten und 503 Beratungskontakten.
„Alleinerziehende verdienen unseren Respekt. Sie meistern ihr Leben oft unter erschwerten Bedingungen“, stellen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle fest. „Sie stehen allein vor den Erziehungs- und Alltagsherausforderungen und müssen oft Organisations- und Zeitmanagementtalente sein.“ Alleinerziehende im Alltag praxisnah zu helfen und Informationen zu Existenzsicherung, Kinderbetreuung, Wohnen, Erwerbstätigkeit, Besuchsregelungen und vieles mehr zu geben, ist neben der psychosozialen Unterstützung Aufgabe der Beratungsstelle.
„Wir sind Ansprechpartner für alle Ein-Eltern-Familien aus Gronau und Epe und bieten kompetente Beratung und Hilfestellung an“, erklärt der SkF in einer Mitteilung. Thematisiert würden alle Bereiche, die sich aus der Familienform „alleinerziehend“ ergeben. Neben der klassischen Einzelberatung gibt es heute auch Gruppen– und Freizeitangebote. Im Verlauf der zehn Jahre entwickelten sich immer wieder verschiedene Projekte, auch mit Ehrenamtlichen. Wichtig sei dabei auch immer die gute Vernetzung mit anderen Diensten in Gronau.
„Es war und ist unsere Aufgabe, immer die Bedarfe der Alleinerziehenden im Blick zu haben“, sagen Ulrike Terhaar und Margret Keck-Brüning. „Aber es ist gar nicht so leicht, eine Lobby für die Betroffenen zu schaffen. Das Familienmodell Ein-Eltern-Familie gibt es inzwischen viel häufiger als früher. Es erscheint nicht mehr so besonders, trotzdem sind die Anforderungen sehr hoch.“ Alleinerziehend zu sein bedeute auch immer noch ein höheres Armutsrisiko, auch im Hinblick auf Altersarmut. Da sei die Politik gefordert.
Das zehnjährige Bestehen wollen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle zum Anlass für einige „schöne Angebote“ für ihre Klientel nehmen. „Wir wollen nicht uns feiern, sondern mit den Alleinerziehenden und deren Kindern.“ Freizeitangebote seien immer mit hohen Kosten verbunden. „Einige Ideen für 2019 haben wir, und einige Spenden für die Realisierung gibt es dankenswerterweise auch.“ Weitere Spenden seien natürlich weiterhin willkommen. 

[Fachbereich Arbeit mit Alleinerziehenden]


Freude und Verbundenheit im Ehrenamt

Neujahrsempfang mit Frühstück
Neujahrsempfang mit Frühstück
Neujahrsempfang mit Frühstück
Neujahrsempfang mit Frühstück
Pfarrer Plaßmann
Pfarrer Plaßmann
Vorstand und Ehrengäste
Vorstand und Ehrengäste
Vorstand und Mitglieder
Vorstand und Mitglieder

Januar 2019

Sozialdienst katholischer Frauen lud zum Neujahrsempfang

Ahaus- Zahlreiche Ehrenamtliche und Mitglieder aus Ahaus, Vreden und Gronau waren der Einladung des SkF zum Neujahrsempfang gefolgt. In der Gaststätte Hovestadt konnte Mathilde Fischer, die erste Vorsitzende des SkF, die Gäste zu einem gemeinsamen Frühstück begrüßen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Ausschau auf das begonnene Jahr 2019 zu  halten. Pfarrer Plaßmann als geistlicher Beistand ging zunächst auf das Verhältnis von Vertrauen und Kontrolle ein. Gerade in Beratungssituationen müsse immer wieder der Spagat  zwischen Vertrauen und Kontrolle gelingen, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und gleichzeitig rechtliche Aspekte nicht außer Acht zu lassen. „Mit dem Beistand Gottes können Begegnungen auf Augenhöhe immer wieder gelingen“ ermutigte Plaßmann die Ehrenamtlichen.
„Im Grunde sind es die Begegnungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben“. Dieses Zitat griff Angelika Litmeier, Freiwilligen-Agentur handfest auf, um auf den Wert von Begegnungen mit Menschen im Ehrenamt hinzuweisen. Sei es als Sprachpate in der Flüchtlingshilfe, als Organisator in den Interessengruppen des Treff 55+ oder als Seniorenbegleiter im Besuchsdienst, immer wieder treten Ehrenamtliche in Kontakt und lassen sich auf  Begegnungen ein.
Mit Blick auf die anderen Bereiche war im vergangenen Jahr das Jubiläum der Tafel unter Mitwirkung der Ehrenamtlichen des SkF an der Schloßstraße ein besonderer Höhepunkt, an den alle noch gerne zurück denken. „Im Alltag der Tafel sei es immer wieder eine Herausforderung ca. 380 Kunden mit Waren zu versorgen“, so Johannes Lügering, Koordinator der Ahauser Tafel.  Aber aufgrund der Spendenaktionen der Pfarrcaritas zu Weihnachten und diversen Einzelspenden sei der Vorrat mit haltbaren Lebensmitteln  wieder gut gefüllt.
Ehrenamtskoordinatorin Silke Temming berichtete aus Vreden, dass die beiden ehrenamtlichen Angebote „Dit un Dat“ und „Klamotte & Co.“ sehr gut von der Bevölkerung angenommen werden. Die Ehrenamtlichen dort dürfen sich im Jahr 2019 auf eine Einladung des Bundestagsabgeordneten Johannes Röring nach Berlin freuen.
In Gronau können sich junge Eltern über den ehrenamtlichen Besuchsdienst vom Projekt „Hallo kleiner Mensch“ im Krankenhaus freuen und bei Bedarf auch später eine ehrenamtliche Familienpatin bei Ulrike Terhaar vom SkF in Gronau anfragen.
Zum Schluss verabschiedete Mathilde Fischer die Ehrenamtlichen mit dem Wunsch dem SkF verbunden zu bleiben und sich im nächsten Jahr  bei guter Gesundheit wieder zu sehen.


Infotag "Rund um die Geburt"

Foto: WN Christiane Nitsche
Foto: WN Christiane Nitsche

Januar 2019 (aus WN vom 16.01.2019)

Geballte Expertise rund ums Thema Geburt (v. l.) beim Infotag am 10. März: Elisabeth Grote, Judith Tasche, Diana Ricker, Ulrike Terhaar, Dr.?Senait Berhane und Milena Naundorf. Beim Pressetermin nicht dabei war Stephan Groepler. (Foto WN: Christiane Nitsche)

Erstes Wissen zum ersten Kind

Gronau- Das Thema ist so alt wie die Welt, doch bei Fragen rund um die Geburt stehen besonders jene, die ihr erstes Kind erwarten oder noch junge Eltern sind, vor einem Schritt ins Unbekannte. Beim Infotag „Rund um die Geburt“, den die Familienbildungsstätte Gronau ( FBS) in Kooperation mit Diakonie und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am 10. März (Sonntag) ausrichten, soll ihnen dieser Schritt erleichtert werden.
Dr. Senait Berhane weiß: „Je informierter die Frauen zu uns kommen, desto besser klappt die Zusammenarbeit.“ Die Oberärztin an der Gynäkologie im St.-Antonius-Hospital stellt darum ihre Abteilung vor. Angefangen von den Räumen über das Personal bis hin zu medizinischen Fragen informiert sie zu Beginn des Programms über grundlegende Fragen. „Wann muss ich mich auf den Weg machen, wann habe ich Zeit?“
Besonders für die, die noch keine Kinder haben, gehe es darum, Unsicherheiten zu nehmen. Etwa auch in Bezug auf das Thema Kaiserschnitt. „Wir liegen hier mit den Zahlen unter dem Durchschnitt.“ Wohl nicht zuletzt dank guter Aufklärung. „Wenn man nachhakt, ist es oft Angst, die die Frauen dazu bringt, danach zu fragen.“
Dem tragen auch die Veranstalter Rechnung: Die Teilnahme ist nicht nur kostenlos, sondern auch ohne Anmeldung möglich. „Das erste Kind ist immer ein einschneidendes Erlebnis“, sagt Diana Ricker von der FBS. Darum ist die Bandbreite an Informationen und Institutionen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen können, groß: Die Tagesmütter aus der Kindertagespflege von SkF und Diakonie sind vertreten, dazu gibt es einen Infostand zum Thema Taufe und zu den Familienpaten des SkF.
Bei den Workshops, die alljährlich zum Konzept des Infotages gehören, gibt es ein neues Gesicht: Stephan Groepler kam zunächst als Teilnehmer in einen der Eltern-Kind-Kurse der FBS, nun leitet er als Entspannungspädagoge und Stressmanagement-Trainer selbst einen Workshop zum Thema „Entspanntere Geburt“. Dabei nutzt er Techniken aus der Progressiven Muskelentspannung (auch: „Progressive Muskelrelaxation“).
Zum Thema „Die erste Zeit zu dritt“ bieten Elisabeth Grote und Ulrike Terhaar von der Schwangerenberatungsstelle des SkF einen Workshop an. „Wir schauen uns an, wie sich die Partnerschaft verändert – durch die Geburt und auch dadurch, dass ein Baby ins Haus kommt“, erklärt Elisabeth Grote. „Eventuell auch schon durch die Schwangerschaft.“
„Der Weg ans Licht“ ist Titel des Workshops von Milena Naundorf. Die freie Hebamme klärt über den Ablauf einer normalen Geburt auf, „angefangen von den Unterlagen, die man mitbringen muss bis hin zur eigentlichen Geburt.“ Fragen zum Stillen oder zur Ernährung mit der Flasche werden im Workshop von Judith Tasche beleuchtet. Die Hebamme und Heilpraktikerin betont: „Wichtig ist, dass die Frauen selbst die Entscheidung treffen.“ Es gehe nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger eine einzig wahre Ernährungsform zu propagieren. „Die Familienbalance muss stimmen“, sagt sie. „Und das kann und sollte auch ohne Stillen so sein.“
Der Infotag ist für alle Interessierte gedacht – manche brächten ihre Kinder mit, manche eine Freundin. Aber auch viele Väter – werdende oder frisch gebackene – nehmen die Gelegenheit wahr. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass zunehmend mehr Pärchen kommen“, sagt Diana Ricker, „sich die Väter also zunehmend einbringen.“ Und wer kurz vor der Entbindung steht, könnte sich kaum besser aufgehoben fühlen, als am 10. März in der FBS. Judith Tasche lacht und sagt: „Eine Geburt kriegen wir zur Not auch hin.“
Der Infotag „Rund um die Geburt“ bei der FBS an der Laubstiege 15 in Gronau beginnt am 10. März (Sonntag) um 14.30 Uhr, die erste Workshop-Runde um 15.15 Uhr, die zweite um 16.30 Uhr. Neben Kaffee und Kuchen (gegen Spende) gibt es für jede Schwangere ein kleines Geschenk. Geplantes Ende der Veranstaltung ist 17.15 Uhr.

[Info zu den Workshops]

[Originalbericht aus Westfälischen Nachrichten]


Infoveranstaltung des SkF

Zeit der Trennung – das Leben geht weiter

Am Dienstag, den 15.01.2019 findet in der Zeit von 17-19 Uhr die erste von insgesamt fünf Seminareinheiten zum Thema „Rechtliche Aspekte bei Trennung und Scheidung“ in den Räumlichkeiten des JFB, Weststraße 9, in Stadtlohn statt.
Was muss bei einer Trennung beachtet werden? Wie kann jeder Partner seine Existenz sicherstellen?
Unter anderem geht es um den Auszug aus der Wohnung, Wohnungszuweisung, Mietverhältnis, Trennung nichtverheirateter Paare und Weiteres. Einzelfälle sollen hier nicht gelöst werden, dienen jedoch als Beispiel insbesondere der Diskussion über Bewältigungsstrategien.
Das Seminar wird angeboten von Impulse- Treffpunkt Alleinerziehender beim Sozialdienst kath. Frauen e.V. und wird unterstützt und begleitet durch den Stadtlohner Rechtsanwalt Wilfried Steinhage (Fachanwalt für Familienrecht und Strafrecht).
Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ansprechpartner sind Eva Schweers und Silke Temming des Sozialdienst kath. Frauen e.V. Telefon: 02564 9328-20.


Sprachkurs mal anders!

Foto: Privat
Foto: Privat

Dezember 2018

Gronau- Sie kommen aus Afghanistan, Ghana und dem Iran. Seit Februar dieses Jahres nehmen die Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus ihrer Heimat flüchten mussten, mit viel Freude an einem Sprachkurs des SkF Ahaus-Vreden in Gronau teil.
Es handelt sich um ein offenes, niederschwelliges und kostenloses Angebot, das dank einer großzügigen Spende des „LIONS Club Nordwest-Münsterland“ ins Leben gerufen werden konnte.
Einmal wöchentlich treffen sich inzwischen sieben Frauen mit Kursleiterin Ulla Tieck-Kratz für 1,5 Stunden in der Familienbildungsstätte Gronau, um die deutsche Sprache für alltägliche Dinge zu erlernen. Die Kinder werden währenddessen von einer Fachkraft betreut.
In der vergangenen Woche trafen sich die Frauen zum vorweihnachtlichen Plätzchenbacken. Neben dem gemeinsamen Backen ging es darum, wie Weihnachten traditionell in Deutschland gefeiert wird.
Aufgrund des guten Erfolges soll der Sprachkurs im Jahr 2019 fortgesetzt werden.


Offene Sprechstunde zum Thema Kindertagespflege

Foto: Privat
Foto: Privat

Qualifikation in der Kindertagespflege

Südlohn- In Südlohn gibt es ab Januar 2019 eine neue Sprechstunde zum Thema Kindertagespflege. Etwa 45 Kinder insgesamt werden zur Zeit in Südlohn und Oeding von Tageseltern betreut, teilweise auch in Randzeiten. Da gerade junge Eltern immer noch viele Fragen zur Kindertagespflege und vor allem zu den Kosten haben, bietet Raphaela Südfeld, Fachberaterin für Kindertagespflege vom SKF Ahaus-Vreden, eine offene Sprechstunde an.

ab Januar 2019  donnerstags 9 - 10 Uhr im Haus Wilmers, Kirchplatz 9

[Straßenkarte]       

Zum Beispiel sei häufig unbekannt, dass der Elternbeitrag für die Betreuung des Kindes durch eine Tagesmutter identisch ist mit dem Elternbeitrag in einer Kindertageseinrichtung. Auch für interessierte Menschen, die gerne Tagesmutter oder -vater werden wollen, steht Raphaela Südfeld zur Verfügung. Die Kinder, die donnerstags im kleinen Saal spielen, interessieren solche Fragen wenig. Sie sind mehr damit beschäftigt, auf Spielblöcken und unter dem Fallschirm zu klettern.

[Fachbereich Kindertagespflege]


Wenn Mama psychisch krank ist

Foto: Rainer Hülskötter
Foto: Rainer Hülskötter

November 2018  (aus Westfälischen Nachrichten vom 01.12.2018)

Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen

Gronau- Selbst wenn Kinder kerngesund auf die Welt kommen, hängt ihr Leben in den ersten Monaten und sogar Jahren an einem dünnen Faden. Sie sind auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass die Erwachsenen in ihrem engen Umfeld sich liebevoll um sie kümmern, sie versorgen und schützen. Aber was tun, wenn Eltern das nicht können, weil sie psychisch oder Suchtkrank sind?

Genau um diese Frage drehte sich der jüngste Netzwerktag des Netzwerks Frühe Hilfen im Walter-Thiemann-Haus. Organisiert wurde er vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und dem Jugendamt der Stadt Gronau. Als Referent war Prof. Dr. Albert Lenz eingeladen, der auf diesem Themenfeld als ausgewiesener Experte gilt. Er hat unter anderem ein vorbeugendes Gruppenprogramm zur Stärkung von Ressourcen psychisch erkrankter und suchtkranker Eltern entwickelt. Dieses stellte er den Teilnehmern des Fachtags vor.
Das Interesse der Gronauer Fachkräfte war groß: Die Teilnehmerzahl war auf 50 Personen beschränkt. „Angefragt hatten aber deutlich mehr“, so Claudia Mersmann vom SkF. Schließlich vertraten die 50 Teilnehmer beim Fachtag zehn verschiedene Professionen. Das Spektrum reichte vom Sozialarbeiter bis zum Arzt und von der Hebamme bis zum Polizisten. Dass die Teilnehmer mit dem Fachtag sehr zufrieden waren, hätten die schriftlich abgefragten Rückmeldungen ergeben, berichtet Rainer Hülskötter, Sachgebietsleiter Soziale Dienste des Jugendamtes.
Neben der großen Nachfrage verdeutlichen auch einige Zahlen von Prof. Lenz die Bedeutung des Themas: Deutschlandweit seien rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen, darunter 500?000 bis 600?000 Säuglinge und Kleinkinder. Rechnet man diese Zahlen auf Gronau runter, so kommt man auf bis zu 400 Kinder, für die Frühe Hilfen in diesem Bereich relevant wären.
Neben dem geballten fachlichen Input zum Thema erbrachte der Fachtag ein zweites Resultat: Es hat sich eine 16-köpfige, multiprofessionelle Arbeitsgruppe gebildet, die weiter an dem Thema arbeiten möchte. Im Frühjahr 2019 soll ein erstes Gruppentreffen stattfinden. Die Mitglieder wollen das Thema aus dem Blickwinkel ihrer jeweiligen Profession heraus analysieren und einen gemeinsamen Arbeitsansatz entwickeln, wie man damit in Gronau umgehen kann.

(Bericht Frank Zimmermann WN)

[Fachbereich Frühe Hilfen]  [Originalbericht aus WN]


Neue Weiterbildung startet

Qualifikation in der Kindertagespflege

Gronau- Um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, suchen viele Eltern eine gute Tagesbetreuung für ihre Kinder. Tagesmütter und Tagesväter bieten ihnen dabei eine familiäre und sehr flexible Betreuungsmöglichkeit.

Die Familienbildungsstätte (FBS) Gronau bietet in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Kindertagespflege Gronau (angehenden) Tageseltern die Möglichkeit, sich in verschiedenen Fortbildungskursen für ihre pädagogische Tätigkeit zu qualifizieren und weiterzubilden, heißt es in einer Pressemitteilung der FBS. Am 1. Februar 2019 startet ein neuer Ausbildungskurs. Dieser wird regelmäßig freitagvormittags in der Zeit von 9-12 Uhr in der FBS Gronau stattfinden.

Interessenten sollten sich zunächst an den Fachdienst Kindertagespflege, Hörster Straße 5, Tel. 02562 70111-20 wenden. Danach kann eine Anmeldung bei der FBS erfolgen, heißt es weiter in einer Mitteilung der FBS.

[Fachbereich Kindertagespflege]


Qualifikationskurs in Borken erfolgreich absolviert

Foto: Kreis Borken/Pressestelle
Foto: Kreis Borken/Pressestelle

Oktober 2018

Foto: Die neuen qualifizierten Tagesmütter mit Markus Grotendorst (li., Kreis Borken) und Michael Schoppen (re., Stadt Borken)

12 neue Kindertagespflegersonen erhielten jetzt ihre Abschlusszertifikate
Gemeinsame Maßnahme von Familienbildungsstätte, Kreis und Stadt

Borken- Die Stimmung ist gelöst, die Anstrengung hat sich gelohnt: Zwölf Tagesmütter haben jetzt ihr Zertifikat als qualifizierte Tagesmütter aus den Händen von Markus Grotendorst, Kreis Borken, und Michael Schoppen, Stadt Borken, erhalten. Regelmäßig trafen sie sich über 18 Monate jeden Donnerstagabend in der Familienbildungsstätte Borken zur Ausbildung. Grundlage dafür ist das Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes München, das bundesweit für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen anerkannt ist.
Die Referentinnen Anne Zorn und Ruth Kämper bildeten  die Tagesmütter in 130 Stunden fort, nachdem sie vorher bereits einen 30-stündigen Grundkurs absolviert hatten. Sie beschäftigten sich verstärkt mit der Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung von kleinen Kindern in der Tagespflege. Schwerpunkt waren die Entwicklung von Kindern, Medien im Erziehungsalltag, schwierige Erziehungssituationen und Zusammenarbeit mit Eltern.
Die meisten Tagesmütter konnten sich während des Kurses auch in der Praxis bewähren. So kamen Fragen zur Reflexion des eigenen Erziehungsverhaltens und Anregungen zur Förderung von Kindern ebenso zur Sprache wie die Vernetzung der Tagesmütter. Zum Abschluss stellten die Frauen ihr Wissen und ihre Kompetenzen in der Erstellung eines pädagogischen Konzeptes ihrer Tagespflegestelle und einem Fachgespräch unter Beweis. Ganz unterschiedliche praxisgerechte Ideen und Vorstellungen sind dabei zu Tage getreten.
"Der Bedarf an Tagesmüttern und Tagesvätern wächst weiter. Vor allen Dingen ist die Kindertagespflege durch ihre familienähnliche Betreuung für die ganz Kleinen zwischen  ein und drei Jahren geeignet", sagte Markus Grotendorst in seiner Ansprache. "Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule der Kindertagesbetreuung und ermöglicht den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf flexible Weise", ergänzte Michael Schoppen. Deshalb galt der besondere Dank den Teilnehmerinnen für ihr großes Engagement, die sich neben der Betreuung von Tagespflegekindern und eigener Familie, abends und am Wochenende qualifiziert haben.
Folgende Frauen haben den Kursus erfogreich abgeschlossen: Zina Amoyan, Katja Büning, Claudia Fischedick, Daniela Heim, Viktoria Jungblut, Christiane Kunz, Darinka Lammering, Andrea Münx, Maria Schaaf, Mechthild Stuke, Silvia Wesseler, Hiltrud Wilger-David.

(Bericht: Kreis Borken/Pressemeldestelle)  [ Originalpressemeldung]

Der nächste Qualifizierungskurs für Männer und Frauen, die gerne in der Betreuung von Kindern arbeiten möchten, beginnt Ende Januar 2019. Für Interessierte bietet die Familienbildungsstätte Borken vorab in Kooperation mit den Fachberaterinnen der Kindertagespflege des Kreis- und Stadtjugendamtes Borken einen Informationsabend
am Donnerstag, 17. Januar 2019, zum Thema "Kindertagespflege – kein Job wie jeder andere!?" an. Die Informationsveranstaltung findet ab 19 Uhr im Treff, Breslauer Straße 6, in Borken statt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird jedoch zur besseren Planbarkeit um Anmeldung bei der Familienbildungsstätte Borken Tel. 02861 892120-0 gebeten. 

[Fachbereich Kindertagespflege]


Kreisweiter Fachtag Kindertagespflege


18. Oktober 2018

Familie im Wandel

Ahaus- Nachdem lange das bürgerliche traditionelle Familienbild (Vater, Mutter, Kind) vorherrschte, werden heute vielfältige andere und neue Formen von Familie (z. B. veränderte Erwerbsbiographien von Frauen und Männern, Patchwork, Alleinerziehende) gelebt. In der Kindertagespflege haben veränderte Familienformen längst Einzug gehalten. Tagespflegepersonen gehen professionell mit den veränderten Lebenswirklichkeiten um. Sie stellen sich den vielfältigen, sich teilweise sogar widersprechenden Herausforderungen.          „Familie im Wandel“ – unter diesem Motto fand daher am 18.Oktober 2018 der zweite Fachtag für Kindertagespflege im Jugendamtsbezirk des Kreises Borken statt.
Der Einladung des aktuellen forums Ahaus mit vielen Kooperationspartnern folgten an diesem Tag über 100 Tagespflegepersonen aus dem gesamten Kreisgebiet.
   Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten u.a. von Frau Brigitte Watermeier als Leiterin des Kreisjugendamtes sowie des Ersten Beigeordneten der Stadt Ahaus Herrn Hans-Georg Althoff und dem Leiter der Volkshochschule Ahaus, Dr. Nikolaus Schneider.
In einem einführenden Vortrag schilderte Frau Prof. Dr. Ecarius von der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln den Wandel von Familie aus soziologischer Perspektive.
   Welche Familienbilder gibt es? Womit sind (Tages-) Elternhäuser als Orte der Erziehung und Bildung konfrontiert? Wie fügt sich das Verschwinden von handlungsorientierten Erfahrungen und Erwartungen durch einen sozialen Wandel in das Aufwachsen von Kindern ein? Und nicht zuletzt: Wie steht das Idealbild von Familie dem Alltagsbild von Familie gegenüber?
Im Anschluss an den Impulsvortrag hatten die Teilnehmerinnen in verschiedenen Workshops die Möglichkeit, ihre eigene individuelle Perspektive und professionelle Haltung in Bezug auf veränderte Lebenswelten der Familien und Kinder in den Blick zu nehmen:
-    Eigene Ressourcen
-    Interkulturelle Betrachtungen von Familie
-    Elternarbeit und Gesprächsführung
-    Familien mit besonderen Belastungen
-    Grundschulkinder in der Kindertagespflege
-    Zusammenhang zwischen Bindung und Bildung (verplante Kindheit)
Ein interdisziplinäres Team aus fachkundigen Referenten stand den Teilnehmenden der     Workshops zu einem intensiven Austausch zur Verfügung.
Ein musikalischer Abschlussimpuls durch Saxophon und Klavier rundete den Fachtag ab. Eine wichtige Rückmeldung der Tagespflegepersonen war, dass man sich auf den nächsten Fachtag freut.

[Fachbereich Kindertagespflege]


Kindertagespflege in Gronau

Foto: Rainer Jensen/dpa
Foto: Rainer Jensen/dpa

Oktober 2018

Foto: Eine junge Mutter arbeitet in einem Straßencafé am Laptop. Ihr schlafendes Kind liegt im Kinderwagen neben ihr. Wird das Kind älter, ist dieses Modell wahrscheinlich nicht mehr praktikabel. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind viel Eltern auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Dabei spielt auch die Kindertagespflege eine zunehmend wichtige Rolle.

Ein Wachstumsfaktor

Gronau- Was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht, bekommt die Stadt Gronau seit Jahren keine Verbesserungen hin. „Wir müssten eigentlich mehr tun“, sagte Norbert Ricking (SPD) während der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Da wurde im Gremium die Bedarfsplanung der Betreuungsplätze für Kinder in Kitas und bei Tagesmüttern bis 2022 diskutiert.

In gleicher Sitzung stellte sich auch der Trägerverbund aus Diakonie und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) vor, dem die Stadt vor zehn Jahren die Aufgabe Kindertagespflege übertragen hat. Dass die Kindertagespflege ein Wachstumssektor ist, belegen auch die Zahlen, die Mechthild Glandorf (SkF) und Angelika Pflugrad (Diakonie) präsentierten. Wurden im Jahr 2008 63 Kinder von Tagesmüttern betreut, so waren es im Juni 2018 schon 260 Kinder, davon 123 unter Dreijährige. Die Zahl der Tagesmütter ist von 32 im Jahr 2008 auf 71 im Juni 2018 gestiegen.
Auf Nachfrage informierte Mechthild Glandorf auch darüber, was Tagesmütter, die freiberuflich und in der Regel in den eigenen vier Wänden tätig sind, verdienen. 5,50 Euro bekommt eine Tagesmutter pro Stunde für die Betreuung eines Kinder unter drei Jahren, für ältere sind es 5,20 Euro. In dieser Summe ist allerdings schon eine Sachkostenpauschale von 1,90 Euro enthalten. Für Betreuung in Randzeiten und am Wochenende kommen noch mal zwei Euro pro Kind und Stunde obendrauf. Für Kinder mit Handicap gibt’s den doppelten Stundensatz. „Das entspricht ja nicht mal dem Mindestlohn“, merkte Maria Strestik (Pro Bürgerschaft/Piratenpartei) an.
Das wollte Mechthild Glandorf so nicht stehenlassen, denn in der Regel würden die Frauen mehrere Kinder betreuen und somit auch ein höheres Stundeneinkommen erzielen. Außerdem würden – je nach Betreuungsumfang – sogenannte Verfügungsstunden für die Vor- und Nachbereitung sowie die Bildungsdokumentation bezahlt.

(Bericht: Frank Zimmermann WN)  [ Originalbericht aus WN]

 

Kindertagespflege in Gronau
Gronau ist für den Aufgabenbereich seit zehn Jahren ein Trägerverbund aus Diakonie und SkF zuständig. Dort arbeiten zurzeit Mechthild Glandorf (SkF, volle Stelle) sowie Magda Agten und Angelika Pflugrad (beide Diakonie, 30-Stunden). Die drei Frauen sind Ansprechpartnerinnen für Eltern, die einen Betreuungsplatz suchen, für die Tagespflegepersonen und für Personen, die Tagespflegeperson werden möchten. Weitere Infos gibt es unter anderem auf der Internet-Seite des Jugendamts. 

[Fachbereich Kindertagespflege]


Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen

Foto: Norbert Diekmann WN
Foto: Norbert Diekmann WN

26. September 2018

Foto: Die Teilnehmerinnen der Feierstunde vor dem FBS-Haus.

Neue Tagesmütter können starten.

Gronau- Damit angehende Tageseltern den Herausforderungen dieser Tätigkeit gerecht werden können, bietet die Gronauer Familienbildungsstätte Qualifizierungskurse an. Jetzt erhielten die Absolventinnen ihre Zertifikate. Eine Tagesmutter (und ganz selten: ein Tagesvater) betreut regelmäßig einige Kleinkinder. Das ist eine anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit. Damit angehende Tageseltern den Herausforderungen dieser Tätigkeit gerecht werden können, bietet die Gronauer Familienbildungsstätte Qualifizierungskurse an. Zum Abschluss des aktuellen Kurses mit zehn Teilnehmerinnen unter der Leitung von Annemie Eling und Tilla Vogelsang wurden in einer kleinen Feierstunde die Zertifikate überreicht. Die Teilnehmerinnen sind: Isabel Möllers, Nadine Viehfues, Marcella Stern, Maria Stamenovic, Sarah Lohmann, Christiane Strfesewski, Andrea Tan, Elif Dural, (alle Gronau), Katja Tenwinkel (Vreden) und Birgit Simon (Steinfurt).
In 160 Unterrichtsstunden wurden unter anderem pädagogische und entwicklungspsychologische Aspekte behandelt. Dazu gehören Themen wie gewaltfreie Erziehung und Stressprävention ebenso wie der bildungspolitische Auftrag in der Kindertagespflege. Auch konkrete Fragen wie Gesundheitsförderung und Gefahrenabwehr wurden besprochen.
Die erfolgreiche Teilnahme an dieser Qualifikation bescheinigten neben den beiden Kursleiterinnen Gerd Büscher als Leiter der Familienbildungsstätte, Kirsten Raible vom Jugendamt der Stadt Gronau und die Vertreterinnen des Fachdienstes Kindertagespflege der Diakonie und des Sozialdienstes katholischer Frauen, Magda Agten, Mechthild Glandorf und Angelika Pflugrad.

Diese Zeugnisse bestätigen den erfolgreichen Absolventinnen, dass sie den Titel „Qualifizierte Tagespflegeperson nach dem Gütesiegel Kindertagespflege“ führen dürfen.
Im Frühjahr beginnt ein neuer Ausbildungskurs.

Interessierte sollten mit dem Fachdienst Kindertagespflege Gronau Kontakt aufnehmen, um zu klären, ob diese Tätigkeit für sie das Richtige sein könnte, Tel.: 02562 70111-22 oder -23.

(Bericht: Norbert Diekmann WN)

[Fachbereich Kindertagespflege]


Alleinerziehende auf Tour zum Sea Life

22. September 2018

Hai und Rochen hautnah

Gronau- Haie, Rochen, Piranhas, Seepferdchen, Seeotter und viele weitere Fischarten lockten: Viel Spaß und Freude hatten 50 Alleinerziehende mit ihren Kindern während eines Ausfluges, zu dem die Gronauer Beratungsstelle für Alleinerziehende des SkF Ahaus-Vreden eingeladen hatte. Ziel: Deutschland größtes Sea Life-Aquarium in Oberhausen.
„Wir hatten so viele Anmeldungen und mussten leider vielen absagen, da wir nur ein begrenztes Budget hatten“, so die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle in einer Pressemitteilung. „Daher sind wir für jede Spende dankbar. Freizeitmaßnahmen und Urlaub können sich die meisten Alleinerziehenden nämlich kaum leisten“.
Für die teilnehmenden Alleinerziehenden und besonders für deren Kinder gab es im Sea Life viele schöne Stunden, die den Tag zu einer unvergesslichen Zeit machten. „Da wären wir nie hingekommen, da wir kein Auto haben und der Eintritt zu teuer ist. Es war der schönste Tag seit langen“, so  und ähnlich lauteten zum Abschluss des Tages die Aussagen vieler Alleinerziehenden, wie die Beratungsstelle berichtet. Der Dank gilt dem Spender, der den Alleinerziehenden diesen wunderschönen Tag beschert hat.

[Fachbereich Arbeit mit Alleinerziehenden]


10 Jahre Kindertagespflege

Foto: Angelika Hoof WN
Foto: Angelika Hoof WN

September 2018

Foto: Die Fachberaterinnen und die geehrten Tagesmütter: (v.l.) Angelika Pflugrad, Mechtild Glandorf, Ute Böcker, Tina Rymarczyk, Monika Bachmann, Petra Melzer, Magda Agten

Tagesmütter auf Tour.

Gronau- Das zehnjährige Bestehen des Tagesmütter-Angebotes nutzte jetzt der Trägerverbund von Diakonie und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), um den Tagesmüttern für ihr – teilweise seit der Gründung – andauerndes Engagement zu danken. Nach einer Begrüßung durch die Fachberaterinnen für Kindertagespflege, Angelika Pflugrad, Mechtild Glandorf und Magda Agten, bei der Diakonie an der Hörster Straße, nahm der Gronau-Kenner Georg Frieler die Jubiläumsgesellschaft mit auf eine besondere Stadtführung. Frieler berichtete den Teilnehmerinnen dabei viel Wissenswertes aus der Heimatgeschichte, gab aber auch manche Episonde aus Gronaus Entwicklung zum Besten.
Zurück von der Tour, wurden sieben Tagesmütter geehrt, die seit der Gründung des Angebotes aktiv sind. Dies sind: Ute Böcker, Tina Rymarczyk, Monika Bachmann, Silke Isufi, Marlies Ostendorf und Eleonore Schurinck.
Zum Abschluss ließen die Teilnehmerinnen Luftballons mit angehängten Wünschen in den Himmel steigen, ehe das Treffen zwanglos ausklang.

(Bericht: Angelika Hoof WN)  [ Originalbericht aus WN]

[Fachbereich Kindertagespflege]


"Morgensonne" leistet frühe Hilfen für Familien

Foto: Frank Zimmermann WN
Foto: Frank Zimmermann WN

13. August 2018

Der Austausch führte die Teilnehmer auch in den Kreißsaal: (v.l.) von der Stadt: Sandra Cichon (Erste Beigeordnete), Rainer Hülskötter (Fachbereichsleiter im Jugendamt), Doris Ströing (Jugendamtsleiterin); vom SkF: Judith Tasche (Familienhebamme), Martin Mehring (Geschäftsführer) und Claudia Mersmann (Fachbereichsleiterin Frühe Hilfen); vom St.-Antonius-Hospital: Hebamme Ruth Hendriks, Dr. Wilhelm Steinmann ( Ärztlicher Leiter der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe) und Kinderkrankenschwester Claudia Andres. Foto: Frank Zimmermann

Davon haben alle was

Gronau-Die „Morgensonne“ hat sich in Gronau fest etabliert. Seit zwölf Jahren schon bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF, Dekanat Ahaus-Vreden) das Projekt im Auftrag der Stadt an. Als dritter Projektpartner ist seit zehn Jahren das St.-Antonius-Hospital mit im Boot. An dieser Konstellation wird sich wohl auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Denn: Alle Beteiligten sind gut zufrieden mit der Zusammenarbeit.
Die Mitarbeiterinnen der „Morgensonne“ beraten werdende und frisch gebackene Eltern – wenn diese das möchten. Sie vermitteln Informationen und bei Bedarf auch Unterstützung. Dabei haben sie ein breites Spektrum von möglichen Problemen im Blick: von der Gesundheit von Mutter und Kind über Geldsorgen bis hin zu Beziehungsproblemen und Fragen rund um die Versorgung des Säuglings und/oder der Geschwisterkinder.
Die „Morgensonne“ ist dabei ein Bindeglied zwischen den Familien und anderen Einrichtungen, unter anderem dem Hospital und dem Jugendamt.
Am Donnerstag kamen Vertreter der drei Institutionen zusammen, um sich über die Zusammenarbeit auszutauschen. Einhelliges Fazit: Es läuft gut und nützt allen. Beim SkF seit den Anfängen dabei und inzwischen Fachbereichsleiterin für Frühe Hilfen ist Claudia Mersmann. Zum Gronauer Team gehören aktuell Judith Tasche (Familienhebamme), Jutta Nyssen (Familienkinderkrankenschwester) und Silke Uelsmann (Diplom-Pädagogin). Kontinuierlich konnten die Frauen ein Netzwerk knüpfen und ihr Angebot in der Stadt bekannt machen.
Eine Besonderheit bei ihrer Arbeit: Obwohl das Projekt von der Stadt finanziert wird, bleiben ihre Klienten gegenüber den Ämtern anonym. „Darum beneiden uns viele Kolleginnen“, hat Judith Tasche unlängst bei einer internationalen Fortbildung erfahren. „Und wir kommen auch zu einem guten Zeitpunkt in die Familien, wenn das Kind schon geboren, aber noch nichts passiert ist“, sagt Tasche.
Das ist ein Aspekt, der auch für das Jugendamt wichtig ist. Einerseits sind viele Menschen einem freien Träger der Jugendhilfe gegenüber unbefangener als gegenüber dem Jugendamt. Andererseits kann die vorbeugende Hilfe der „Morgensonne“ auch dazu beitragen, dass das Amt gar nicht erst tätig werden muss. Und wenn es in der Familie doch zu einer Kindeswohlgefährdung kommen sollte, informieren die Frauen von der „Morgensonne“ die Kollegen vom Jugendamt – immer mit dem Wissen ihrer Klienten. Denn „Transparenz ist bei unserer Arbeit ganz wichtig“, betont Claudia Mersmann.
Auch im Krankenhaus übernehmen die Frauen von der „Morgensonne“ wichtige Aufgaben: Sie sind Ansprechpartnerinnen für das Personal und bieten auch Fortbildungen zu Themen aus dem Jugendhilfebereich an. Und sie übernehmen gegebenenfalls die Betreuung einer jungen Mutter, wo das Krankenhaus spätestens mit der Entlassung der Frau aus dem Geschäft ist. „Diese niederschwelligen Angebote werden sehr gut angenommen“, hat Dr. Wilhelm Steinmann, Chefarzt der Geburtshilfe des St.-Antonius-Hospitals, festgestellt.
Damit die Frauen von der „Morgensonne“ aktiv werden können, sind sie darauf angewiesen, dass sie mit Familien in Kontakt kommen, die ihre Hilfe brauchen könnten. Natürlich können sich diese selbst bei der „Morgensonne“ melden. Oft werden die SkF-Mitarbeiterinnen aber auch von anderen Helfern – zum Beispiel Ärzten, Jugendamtsmitarbeitern oder Flüchtlingshelfern – auf Familien hingewiesen. In den zehn Jahren der Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital haben die Frauen 381 Fälle betreut. Auf 91 davon wurden sie durch Krankenhausmitarbeiter aufmerksam gemacht.

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Tagesmütter in Inklusion geschult

Foto: Kreis Borken
Foto: Kreis Borken

Juli 2018

Tagesmütter aus dem Bereich des Kreisjugendamtes und des Stadtjugendamtes Borken haben sich erfolgreich weitergebildet: (hinten v. l.) Eva-Maria Weidemann, Julia Heuer, Anja Gesing und (vorne v. l.) Karen Müller sowie Beate Rademacher. foto kreis borken.

Fünf Teilnehmerinnen aus Südlohn und Borken haben ein Zertifikat bekommen.

Kreis Südlohn- Inklusion ist ein wichtiger Baustein in der Kindertagespflege. Um diese Herausforderung zukünftig mit noch mehr Fach-, Sach- und Persönlichkeitskompetenz zu meistern, haben fünf Tagespflegepersonen aus dem Bereich des Kreisjugendamtes und dem der Stadt Borken am Zertifikatskurs des Landesjugendamtes „Betreuung von Kindern mit Behinderung in der Kindertagespflege“ teilgenommen.
Über zehn Monate haben sich die Teilnehmerinnen aus Borken und Südlohn in sieben Wochenend-Modulen fortgebildet, schreibt der Kreis in eine Pressemitteilung. Unter anderem ging es um rechtliche Rahmenbedingungen, Entwicklungspsychologie, Bildungsdokumentation, Motorik, Sprachentwicklung, Autonomieentwicklung, kollegiale Beratung und Vernetzung verschiedener Fachdisziplinen. Selbstlerneinheiten mit viel Praxisbezug und Reflexion ergänzten die jeweiligen Moduleinheiten. Alle Teilnehmerinnen habev darüber hinaus das Konzept ihrer eigenen Tagespflegestelle überarbeitet und in Hinblick auf die inklusive Betreuung von Kindern erweitert. Ein Kolloqium auf Grundlage einer Präsentation bildete den Abschluss der Fortbildungszeit. Und so konnten sich alle fünf Teilnehmerinnen über ihr Zertifikat freuen.
Lange Tage
„Nach einem ereignisreichen Tag mit fünf Kindern in der Betreuung war es manchmal gar nicht so leicht, sich abends oder an den verbleibenden Wochenenden nochmal vor den PC zu setzen“, sagt Tagesmutter Beate Rademacher. „Aber wir alle würden sofort wieder teilnehmen.“ Die anderen vier Teilnehmerinnen nicken einvernehmlich.
Insgesamt sind nun 25 Tagespflegepersonen aus dem Kreisjugendamtsbezirk für die Betreuung von Kindern mit einer Behinderung gemäß dem Lehrplan des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) qualifiziert.

[Fachbereich Kindertagespflege]


14 neue Kindertagespfleger

14 neue Kindertagespfleger

Juli 2018

Foto:Zertifizierte Kindertagespflegepersonen mit den Fachberaterinnen des Kreises Borken, der Stadt Ahaus, des SKF, den VHS-Dozentinnen und Dr. Nikolaus Schneider, VHS-Direktor.

Die Volkshochschule hat nach fast einem Jahr Ausbildung die Zertifikate übergeben

Ahaus/Kreis- An 14 Kindertagespflegepersonen aus Ahaus, Stadtlohn, Vreden, Heek und Gescher wurde im VHS-Haus Ahaus während einer kleinen Feierstunde nun das Zertifikat „Kindertagespflege“ vergeben. Das teilt das aktuelle Forum Volkshochschule in einer Pressemitteilung mit. VHS-Direktor Dr. Nikolaus Schneider sowie die Fachberaterinnen des Kreises Borken, der Stadt Ahaus und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) dankten den Teilnehmerinnen und dem Teilnehmer in ihren Grußworten für das Engagement und die Leistung der Kindertagespflegepersonen, die sich seit August 2017 mit verschiedenen Themen der Kindertagespflege auseinandergesetzt hatten. Vom eigenen Erziehungsverhalten über Bildungsthemen, von der Ernährung bis zur Zusammenarbeit mit den abgebenden Eltern – diese und weitere Themen stehen im Lehrplan des Deutschen Jugendinstitutes, das die Grundlage der Qualifizierung ist. Die Teilnehmer hoben insbesondere das gestiegene professionelle Selbstverständnis hervor, das sich durch die Fortbildung weiter entwickelt hat und den guten kollegialen Austausch in der Gruppe. Mit einem Blumengruß bedankte sich die Gruppe bei den Dozentinnen der Fortbildung.

[Fachbereich Kindertagespflege]


Ausflug nach Hoge Boekel

Ausflug nach Hoge Boekel

Juli 2018

SkF lud Alleinerziehende und ihre Kinder ein

Gronau- Einen Ausflug der Gruppe junger Mütter mit ihren Kindern hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) organisiert, der die jungen Mütter betreut. Ziel war der Freizeitpark Hoge Boekel in Enschede. Mütter und Kinder erlebten dort mit den vielen Angeboten wie Seilbahn, Trampolin oder Wasserspielen einen unterhaltsamen Tag.
Der Ausflug stellt in jedem Jahr vor der Sommerpause den Abschluss der „Gruppe junger Schwangerer und junger Mütter mit ihren Kindern“ der Schwangerschaftsberatung des SkF dar. Die Gruppe bietet eine gute Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, Menschen in ähnlichen Lebenssituationen kennenzulernen und voneinander zu lernen.
Eine Kinderbetreuung sorgt dafür, dass auch die Kinder Gemeinschaft erleben und die Mütter ihren Freiraum genießen können. „Es ist die Mischung aus Spaß, Lernen und Austausch, die uns im ersten Halbjahr einen regen Gruppenzulauf bescherte“, zieht Elisabeth Grote Bilanz, die die Gruppe seit vielen Jahren gemeinsam mit Mechtild Glandorf begleitet.
Freuen können sich alle Teilnehmerinnen auch wieder auf ein neues Programm für das zweite Halbjahr. Neben den zahlreichen offenen Treffen ist unter anderem auch die Behandlung des Themas „Erste Hilfe für den Säugling und das Kleinkind“ geplant.
Anfragen zur Teilnahme an der Gruppe beantwortet Elisabeth Grote unter 02562 8173-41.

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


Schwangerschaftsberatung des SkF zog Bilanz

Foto: Josef Barnekamp WN
Foto: Josef Barnekamp WN

Juli 2018

Foto v.l.: Elisabeth Grote, Alexandra Siems und Ruth Upgang von der Schwangerschaftsberatung des Skf Ahaus-Vreden e.V.

Es fehlt an günstigen Wohnungen.

Kreis Borken- Eine Erstausstattung fürs Kind, Hilfe beim „Behördenkram“, Unterstützung bei Betreuung und Pflege: Wenn junge Frauen, zumal solche in wirtschaftlich und persönlich unsicheren Verhältnissen, ein Kind bekommen, ist jede Hilfe willkommen. Welche Hilfen am nötigsten sind – und wo es besonders eng wird, das wissen Elisabeth Grote-Scharfbilling, Alexandra Siems und Ruth Upgang vom Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) sehr genau. Sie sind für das SKF im Altkreis Ahaus in der Schwangerenberatung tätig und haben jetzt Bilanz gezogen. Zu den Zahlen: 712 Frauen haben im Vorjahr eines der SKF-Büros aufgesucht und wurden bei 3339 Terminen beraten. Rund 280 Frauen waren jünger als 24 Jahre. Fast die Hälfte der Hilfesuchenden waren Ausländerinnen. Zwei Drittel der Frauen, die Rat suchten, hatten keinen Schulabschluss. „Finanzielle Fragen nehmen einen großen Raum ein“, weiß Elisabeth GroteScharfbilling aus den vielen Gesprächen. Die Beziehungen der Frauen, sofern es welche gebe, seien oftmals „fragil“ und die Schwangerschaft nicht selten Grund für
eine Trennung. Auch befristete Arbeitsverträge von Mutter und/oder Vater und ein geringes Einkommen bereiteten Probleme. Bei nichtdeutschen Ratsuchenden kämen sprachliche Hürden hinzu: Wer Formulare nicht verstehen könne, könne eben oft auch damit verbundene Fristen nicht einhalten. Kleine und bezahlbare Wohnungen zu finden, sei für viele Schwangere und junge Mütter im Kreis Borken ein großes Problem, sagen die drei Beraterinnen. Für das
Geld, das Kommunen oder Jobcenter den Hilfesuchenden zur Verfügung stellten, „kriegt man nichts. Und wenn, dann sind das oft wirklich alte Kaschemmen“, sagt Grote-Scharfbilling. Besser bestellt sein könnte es laut SKF-Beraterinnen auch um die Betreuung durch Hebammen: Es gebe kreisweit schlichtweg zu wenig, weswegen viele Schwangere händeringend suchten. Besser bestellt ist es nach Ansicht der SKF-Fachfrauen um die Betreuung der Kin
der im Westmünsterland. Die Versorgung mit Kitas und Tagesmüttern sei im Kreis Borken recht gut, auch wenn es zu den Randzeiten hier und da mehr Angebote geben sollte. Auch weil vielen Arbeitgebern daran gelegen sei, Fachkräfte zu binden, sehe es bei der Vereinbarkeit von Kind und Beruf besser aus. „Da gibt es schon viel Entgegenkommen durch die Arbeitgeber“, sagt Ruth Upgang. Zur Beratung und Unterstützung kommt beim SKF
in bestimmten Notfällen auch eine finanzielle Hilfe: Allein 131.700 Euro hat das SKF Ahaus-Vreden aus Mitteln der bischöflichen Tenhumberg-Stiftung weitervermittelt. Weitere 80.000 Euro kamen aus anderen Stiftungen. Zudem hat das SKF eine Menge Hilfsangebote wie Gesprächskreise, Gruppenangebote, „offene Treffs“ und gemeinsame Frühstücksrunden im Angebot.

(Bericht: Josef Barnekamp WN)

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


Alleinerziehende auf Tour zum Zoo in Münster

Alleinerziehende auf Tour zum Zoo in Münster

09. Juni 2018

Wunderschönes Erlebnis im Zoo

Gronau- Giraffen, Affen, Zebras und viele Spielplätze: Viel Spaß hatten 45 Alleinerziehende mit ihren Kindern, die die Gronauer Beratungsstelle für Alleinerziehende des SkF Ahaus-Vreden in den Allwetter-Zoo nach Münster eingeladen hatte. Bei strahlendem Sonnenschein gab es dank eines Spenders viele wunderbare Erlebnisse. Ein Straßenkünstler-Festival und eine Spinnen-Sonderausstellung machten den Tag zu einem Erlebnis. Ein kostenloser Schlüsselanhänger mit Foto von jedem war ein weiterer Höhepunkt. „Das war der schönste Tag, den ich seit ewigen Zeiten hatte“, so die Aussagen einiger Alleinerziehenden. „Das hätten wir uns nie leisten können“, waren weitere Äußerungen der Alleinerziehenden.

[Arbeit mit Alleinerziehenden]


Selbstbemalte Postkarten steigen in den Himmel


10. Mai 2018

Legden- Die Legdener Tagesmütter mit ihren Tageskindern und ihrer Fachberaterin vom SKF nahmen bei strahlendem Sonnenschein an der Aktionswoche zur Kindertagespflege des Bundesverbandes teil. Wie an drei weiteren Standorten des Kreises Borken, ließen die Kinder heliumgefüllte Luftballons mit einer informativen und dazu noch selbst bemalten Postkarte in die Luft steigen, um auf die Kindertagespflege aufmerksam zu machen. Im Anschluss daran war viel Zeit zum Austausch und die Kinder nutzten die vielen Spielangebote im Dahliengarten.

Tagesmütter machen auf sich aufmerksam


10. Mai 2018

Mit einer Luftballonaktion machten Tagesmütter auf ihr Betreuungsangebot aufmerksam und informierten Interessierte – hier auf dem Markt in Stadtlohn. MLZ-FOTO DIRKING

Stadtlohn- Der Stadtlohner Marktplatz war am Dienstagmorgen das Ziel von Tagesmüttern mit ihren kleinen Schützlingen aus dem Kreis Borken , herzlich begrüßt von Waltraud Ostendarp-Deggerich vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) aus Stadtlohn.
Der Bundesverband für Kindertagespflege hat zu einer deutschlandweiten Aktionswoche unter dem Leitsatz „Gut betreut in Kindertagespflege“ aufgerufen, verbunden mit einem Flashmob und einer Luftballon-Aktion. Für die Kleinen, ob im Kinderwagen, Buggy oder an der Hand der Tagesmutter, war es eine schöne Abwechslung und ein Vergnügen im geschäftigen Treiben auf dem Stadtlohner Marktplatz – es war ja auch noch Krammarkt in der Stadt – dabei zu sein. Dann zogen alle zum Figurenbrunnen und ließen die bunten Luftballons in den tiefblauen Himmel steigen und mit staunenden Blicken verfolgten die Kinder das Geschehen.
Mit dieser Aktion, die am Dienstag zeitgleich in Vreden sowie am Mittwoch in Südlohn und Legden stattfand, wolle der Bundesverband neue Tagespflegepersonen gewinnen, da diese an allen Orten des Kreises gesucht würden, erläuterte Ruth Franzbach, Koordinatorin für die Kindertagespflege im Kreis Borken. Nun hoffen alle auf eine positive Reaktion.

(Bericht: MLZ)

bunte Ballons und Infos


10. Mai 2018

Südlohn- Bei schönstem Sonnenschein und mit viel guter Laune ließen am Mittwochmorgen die Südlohner Tagesmütter mit ihren kleinen Schützlingen viele bunte Ballons steigen. Ähnlich schöne Bilder sah man auch bei den Vredener, Legdener und Stadtlohner Tagesmüttern. Die bundesweite Aktionswoche dient dazu, die Kindertagespflege als ein qualitatives Betreuungsangebot für Kinder von 0 bis 14 Jahren weiter bekannt zu machen. Darüber hinaus ist diese Aktion ebenfalls dazu gedacht, interessierte neue Tagespflegepersonen zu gewinnen.

Ein schönes Bild auf dem Marktplatz

Foto: stroetmann MLZ
Foto: stroetmann MLZ

Vreden- Ein schönes Bild bot sich am Dienstag auf dem Markt: Innerhalb der bundesweiten Aktionswoche hatten sich Tagesmütter mit ihren Tagespflegekindern auf dem Markt versammelt und ließen bunte Luftballons in den Himmel steigen. Damit wollten sie auf diese Art der Betreuungsmöglichkeit aufmerksam machen und standen für Informationen zur Verfügung.

[Fachbereich Kindertagespflege]


SkF stellt sich auf dem Katholikentag in Münster vor

SkF stellt sich auf dem Katholikentag in Münster vor

Mai 2018

Foto: Heike Lukas (li) und Claudia Mersmann.

Münster/Ahaus- Auf dem Katholikentag 2018 in Münster wurden verschiedene Aufgabenbereiche vom SkF vorgestellt und einzelne Fachbereiche präsentierten den vielen Besuchern ihre Arbeit. Der Fachbereich „Frühe Hilfen“ war dort mit unterschiedlichen Ortsverbänden vertreten. Claudia Mersmann (Fachbereichsleitung „Frühe Hilfen“) und Heike Lukas (Familienkinderkrankenschwester) vom SkF e.V. Dekanate Ahaus und Vreden waren bei bestem Wetter in Münster und konnten ihre Arbeit den Besuchern mit praktischen Beispielen näher bringen.

[Fachbereich Frühe Hilfen]


Digitalisierung bei den Tagesmüttern

Die geehrten Tagesmütter
Die geehrten Tagesmütter

08. Mai 2018

Die geehrten Tagesmütter: Angelika Gewers, Tanja Schüring , Britta Schüring, Nadine Waning, Claudia Albersmann, Bärbel Richter, Marita Sues, Kerstin Esseling, Pia Waschk, Melanie Winking, Edith Levers- Kropp, Doris Huning, Anja Gesing. Foto: privat

Tageseltern-Verein traf sich zur Mitgliederversammlung

Vreden-Der Tageseltern-Verein hat bei seiner Mitgliederversammlung auf die Erfolge des vergangenen Jahres zurückgeblickt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Bündnis für Familien“ konnte in Vreden zum Beispiel im Stadtpark eine Rutsche für kleine Kinder unter drei Jahren errichtet werden. In allen Orten bestehen Kontakte zu den Pfarreien, den Kindergärten und anderen Institutionen. So können zum Beispiel die Räumlichkeiten der Institutionen von den Tagesmüttern für gemeinsame Treffen genutzt werden.
Ruth Franzbach vom Kreis Borken schlug den Bogen zu einer Veranstaltung des Kreises Anfang März, bei der die neuen Richtlinien der Kindertagespflege für die Tagespflegepersonen erläutert wurden. Die Umsetzung der Richtlinien erfolgt zum 1. August 2018. Stefanie Horst von der VHS informierte über die Digitalisierung in der Kursarbeit der VHS. Einzelne Kursinhalte sollen künftig als Ergänzung online vermittelt werden. 17 Tagesmütter, die zehn Jahre oder länger Kinder in der Tagespflege betreuen, wurden geehrt: zwei aus Stadtlohn, fünf aus Südlohn und zehn aus Vreden.

Wahlen und Verabschiedungen
Neues Leitungsteam: Anette Rosing, Kerstin Esseling, Ruth Lansing (alle Vreden), Sabine van Almsick, Miriam Fischer, Stefanie Wilde (beide Stadtlohn), Tanja Karkutsch, Doris Huning (beide Südlohn)
Verabschiedet: Sabrina Stowermann, Claudia Müller-Brunzlow, Edith Levers-Kropp (alle Vreden), Melanie Winking, Anne Schlüter (beide Stadtlohn), Mechthild Busch, Anja Hartog, Katrin Wansing (alle Südlohn)

[Fachbereich Kindertagespflege]


Gefühle ändern sich, Familien auch

Foto: Susanne Menzel WN
Foto: Susanne Menzel WN

11. April 2018

Die Alltagsorganisation gestaltet sich für Alleinerziehende nicht immer einfach.

Gronau- „Alleinerziehend zu sein, hat negative, aber durchaus auch positive Seiten“, gibt Eileen (Name von der Redaktion geändert) nach kurzem Nachdenken zu. „Es ist mitunter schwierig, den Alltag zu strukturieren und zu organisieren, so dass alles reibungslos läuft. Auf der anderen Seite kann man sein Kind so erziehen, wie man es selbst für richtig hält und muss nicht ständig über alles mögliche diskutieren. Vor allem, wenn man wie ich gebürtig aus einer anderen Kultur kommt“, sagt die 36-jährige Mutter einer vierjährigen Tochter.
Wenn Mama oder Papa entgegen der Absprache bei einem Besuchstermin auf sich warten lassen, leiden im Falle einer Trennung besonders die gemeinsamen Kinder.
Eileen lebt seit 15 Jahren in Deutschland, ist geschieden und hat die Tochter zusammen mit einem neuen Partner, von dem sie getrennt lebt. Während der Schwangerschaft ist sie nach Gronau gezogen und „musste hier nicht nur eine andere Umgebung, sondern auch neue Menschen kennenlernen.“
Familiäre Strukturen fehlen ihr, aber „das hat auch den Effekt, dass meine Tochter unbelastet aufwachsen kann. Ich möchte den Erziehungshintergrund von mir und meinen Eltern für mein Kind nicht übernehmen. Ich möchte, dass es mit deutschen Werten aufwächst“, so ihre bewusste Entscheidung. Ihr Ex-Partner ist beruflich viel unterwegs „und sieht die Tochter deshalb nur unregelmäßig.“
Was ihr besonders fehlt, „ist mal ein Austausch über alltägliche Schwierigkeiten. Oder das Gespräch mit einer Freundin. Auch abends mal raus zu gehen, ist kaum möglich.“ Mit dem Vater ihrer Tochter „versteht sie sich mal mehr, mal weniger gut. Wenn es zwischen uns kriselt, dann macht sich das oft auch für das Kind bemerkbar. Es ist nicht immer leicht, hier die Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit unsere Tochter nicht auch unter den Konflikten leidet.“
Und genau an diesem Punkt liegt der Ansatz, den die Beratungsstelle für Alleinerziehende sowie die Familienbildungsstätte Gronau mit ihrem zweiteiligen Angebot „Gefühle ändern sich, Familien auch“ bezwecken will: „Wir möchten Paare darin unterstützen, eine geplante Trennung möglichst für alle Beteiligten erträglich zu gestalten“, sagen Diana Ricker (FBS) und Ulrike Terhaar (SKF-Beratungsstelle für Alleinerziehende).
„Aus der täglichen Praxis weiß ich, dass sich oft eine Vielzahl von Problemen entwickelt“, schildert Ulrike Terhaar. „Und besonders die Kinder leiden dann, wenn sich die Erwachsenen nicht einig sind. Das Aufgeben einer Partnerschaft ist ja nicht gleichbedeutend mit dem Aufgeben der Elternschaft. Vater oder Mutter bleibt man ein Leben lang.“
Die klassische Familienstruktur – Vater, Mutter, Kind – gebe es schon lange nicht mehr, so die Fachfrauen. „Um die Menschen da nicht alleine zu lassen, müssen auch wir mit Beratungs- ebenso wie mit Unterstützungs- oder Freizeitangeboten reagieren.“ Ulrike Terhaar: „Mitunter reicht den Frauen und Männern manchmal auch eine neutrale Person, die von außen auf die Situation schaut und Anregungen zur Konfliktlösung gibt.“ Speziell, wenn es um Streitigkeiten in Erziehungs- oder Geldfragen geht, wird automatisch den Kindern oft ein zusätzliches Päckchen aufgebürdet. „Sei es, dass Absprachen über das Abholen zu Besuchen oder zur Betreuung des Nachwuchses nicht eingehalten werden, oder dass kein finanzieller Spielraum mehr für Freizeitaktivitäten der Kids bleibt“, nennen Ricker und Terhaar nur zwei von zahlreichen Beispielen.
Sie haben sich deshalb für die geplanten Infoveranstaltungen neben Rechtsanwältin Silke Bartels auch Jugendamts-Mitarbeiterin Silke Herbrand mit ins Boot geholt.
„Silke Bartels kennt als Familienanwältin zahlreiche Facetten einer Trennung aus ihrer Praxis“, sagt Diana Ricker. Sie wird sicherlich auf die ein oder andere Einzelfrage an dem Abend eingehen können – sofern sie auch für andere von Interesse ist.
Silke Herbrand wird dagegen ihr Augenmerk auf die Situation der Kinder legen. Das Jugendamt wird vom Amtsgericht im Falle einer eingereichten Scheidung automatisch in Kenntnis gesetzt und bietet den Betroffenen dann auf freiwilliger Basis Beratung an. „Dass das Jugendamt eingeschaltet wird, hat nichts damit zu tun, dass es darauf aus ist, der Familie oder der erziehenden Person das Kind bzw. die Kinder wegzunehmen. Das ist bei vielen immer noch die große Sorge. Einzig und allein das Kindeswohl steht im Mittelpunkt.“ Auch das will Silke Herbrand am 23. April noch einmal ausdrücklich betonen.
Zurück zu Eileen: Sie „bedauert zwar manchmal, keine Zeit mehr für mich selbst zu haben. Andererseits bin ich auch niemandem mehr über mein Leben Rechenschaft schuldig“.

(Bericht: Susanne Menzel WN)

[Flyer zur Infoveranstaltung]

[Fachbereich Arbeit mit Alleinerziehenden]


Eine wichtige Säule der Kinderbetreuung

04. April 2018

Infoabend für Tagespflegepersonen

Kreis Borken- Seit mehr als zehn Jahren ist die Kindertagespflege eine wichtige Säule in der Betreuung von Kindern im Kreis Borken. Darauf hat Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster bei einer Infoveranstaltung im Kreishaus hingewiesen. Auf dieser stellte der Kreis Borken rund 150 Interessierten die neuen Richtlinien zur Förderung von Kindern in Tagespflege vor. Neben Tagesmüttern und –vätern waren Vertreter von Berufskollegs, Familienzentren, Unternehmen mit betrieblicher Großtagespflege und von Weiterbildungsträgern gekommen.
Aktuell, so Hörster, würden etwa 700 Kinder von 220 Tagespflegepersonen betreut. Rund 65 Prozent der Kinder seien jünger als drei Jahre. Der Kreisdirektor, zugleich Jugenddezernent des Kreises, skizzierte Eckpunkte der Richtlinien, die sein Haus gemeinsam mit den Stadtjugendämtern Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau sowie den politischen Entscheidungsträgern im Kreisgebiet abgestimmt hatte. Er lobte die Tagesmütter und –väter: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder im Kreis Borken“: Auch Christel Wegmann, Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, machte deutlich: „Es ist uns ein großes Anliegen, die Kindertagespflege auch künftig weiter auszubauen und zu stärken.“
Ruth Franzbach, Koordinatorin der Kindertagespflege im Kreis Borken, berichtete über die regionalen Zahlen und Daten zur Kindertagespflege und ging näher auf die geänderten Richtlinien ein. Sie sagte, dass die kurzzeitige Betreuung außerhalb der gewöhnlichen Betreuungszeiten (Randzeiten und Wochenendbetreuung) und Großtagespflegestellen stärker gefördert werden solle. Außerdem sei die Regelung von Vertretungssituationen weiterentwickelt worden. Für Vor- und Nachbereitungszeiten des pädagogischen Alltags werde künftig eine Verfügungszeit vergütet. Hingewiesen wurde darauf, dass das Kreisjugendamt seinen Tagespflegepersonen die Möglichkeit geben will, an einer Fortbildung zur alltagsintegrierten Sprachbildung teilzunehmen. Zudem ist ein Fachtag auf Kreisebene am 18. Oktober in Ahaus geplant.
Wer sich für die Arbeit als Tagespfleger interessiert, kann sich bei Ruth Franzbach, Tel.: 02861 / 822242 oder Email: r.franzbach@kreis-borken.de melden.

(Bericht MLZ)

[Fachbereich Kindertagespflege]


Die ersten Jahre in der Erziehung sind entscheidend

Foto: vhs
Foto: vhs
Foto: vhs
Foto: vhs

27. März 2018

Foto: Angelika Wennemar gav den Tagesmüttern hilfreiche Tipps für den Alltag.

Tagesmütter und -väter tauschten sich über Kindesentwicklung aus.

Heek/Legden- Was ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes in den ersten drei Lebensjahren? Das Wissen darüber vertieften die Tagesmütter und -väter aus Heek, Legden und Schöppingen bei einem Fortbildungsabend im Haus Hugenroth in Nienborg. Durch den von der VHS und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) organisierten Abend führte Angelika Wennemar, Diplom-Heilpädagogin, Kinderkrankenschwester und Beraterin für Emotionelle Erste Hilfe.
Der Themenabend richtete sich an die 28 Tagesmütter und zwei Tagesväter, die derzeit in Heek, Schöppingen und Legden tätig sind. Sie betreuen 106 Kinder, koordiniert durch die Fachberaterinnen Jutta Büning, Anne Hoff und Diane Langel des SKF. Es wurde deutlich, dass die Grundsteine für das gesunde Aufwachsen als „kleiner Mensch“ in den ersten Monaten und Jahren eines Kindes gelegt werden. Es wurde aus entwicklungspsychologischer Sicht gezeigt, wie wichtig eine sichere Bindung der Kinder zu den Eltern und Tagesmüttern und -vätern ist. In den ersten Jahren, in denen sich das Urvertrauen entwickelt, werden demnach wichtige Grundlagen für die spätere Entwicklung des Kindes geschaffen. „Diese Bindung ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinder Vertrauen zu sich selbst und zu anderen entwickeln. Das befähigt sie, ihre Umwelt neugierig zu erkunden, soziale Beziehungen einzugehen und Neues zu lernen“, sagte die Referentin.
Bedürfnisse beachten: Die Tagesmütter und -väter bestätigen: Jedes Kind zeigt auf seine Weise, welche Bedürfnisse es hat. Dabei sei es wichtig, aufmerksam und einfühlend darauf zu reagieren und regelmäßig mit den Eltern darüber im Austausch zu bleiben, wie das Kind sich entwickelt.
Die Erkenntnisse aus diesem Abend sollen an einem weiteren Termin im Mai durch konkrete Erfahrungen und mitgebrachte Beispiele der Teilnehmer aus der Praxis vertieft werden.

(Bericht: MLZ)

[Fachbereich Kindertagespfle]


1200 neue Taschen für Projekt

Foto: Stadtwerke Gronau
Foto: Stadtwerke Gronau

Ende März 2018

Foto: 1200 Willkommenstaschen übergab Sylvia Rasokat-Poll (rechts) von den Stadtwerken Gronau nun an Ulrike Terhaar.

"Hallo kleiner Mensch" erhält 1200 neue Taschen von den Stadtwerken Gronau

Gronau- 1200 weitere Willkommenstaschen mit der passenden Aufschrift „Neue Energie-Quelle“ übergab Sylvia Rasokat-Poll, Teamleiterin Marketing bei den Stadtwerken Gronau, nun an Ulrike Terhaar vom Sozialdienst katholischer Frauen Ahaus-Vreden (SkF) in Gronau. Im Rahmen des Projektes „Hallo, kleiner Mensch“ besuchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen vom SkF alle Mütter von Neugeborenen im Gronauer St. Antonius Hospital. Die Mütter erhalten dann die so genannte „Willkommens-Tasche“, gefüllt mit vielen Informationen, Beratungsadressen und Begrüßungsgeschenken, allesamt gespendet von verschiedenen Gronauer Firmen und Institutionen (die WN berichteten).

Die Stadtwerke Gronau unterstützen das Projekt schon von Beginn an. „Mit den weiteren 1200 Taschen sind wir für die nächsten beiden Jahre wieder gut versorgt,“ so Ulrike Terhaar. „Das Projekt läuft nach wie vor sehr gut und die Taschen sind bei den Familien äußerst beliebt. Natürlich würden wir uns auch über weitere Projekt-Partner sehr freuen."

[Hallo kleiner Mensch...]


Tag "Rund um die Geburt"

Tag "Rund um die Geburt"

04. März 2018

Internet-Recherche sorgt oft nicht für erhoffte Klarheit

Gronau- Ängste vor der Schwangerschaft und der Geburt nehmen. Das war das Ziel der Organisatoren des Infotags Rund um die Geburt. Viele werdende Eltern nutzten am Sonntag im Pfarrzentrum St. Antonius die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Themen Tipps aus erster Hand zu holen.
„Die Geburt ist eine unvertraute Situation“, sagte Hebamme Judith Tasche. Viele werdende Mütter informierten sich im Internet. Doch das verwirre manchmal mehr, als es Klarheit schaffe. So gerieten die Frauen in Stresssituationen, meinte Judith Tasche.
Die Hebamme hat außerdem festgestellt, dass die Schwangeren sich heute viel früher um eine Hebamme bemühten als früher. Tasche: „Früher hat sich bis zur zwölften Woche niemand gemeldet.“ Das sei heute ganz anders. Oft hätten die Frauen Angst, keine Hebamme mehr zur Betreuung zu bekommen. Auch in Gronau komme das aufgrund der zeitlichen Überlastung der Hebammen schon vor, so Judith Tasche. Auch Geburtsvorbereitungskurse seien zuweilen knapp.
Dr. Senait Berhane, Oberärztin am St.-Antonius-Hospital, erläuterte den Ablauf und die Möglichkeiten rund um die Geburt.
Mary Strestik gab Tipps zum Stillen. Sie sprach den Frauen Mut zu, dass sie mit Problemen nicht alleine gelassen würden. Ein ebenfalls oft nachgefragtes Thema ist Elterngeld. Hier gab Renate Krandick von der Elterngeldstelle des Kreises Borken fundierte Auskünfte.
Des Weiteren beantworteten Frauen der Schwangerschaftsberatung und der Kindertagespflege Gronau Fragen. Zudem stellte der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) das Prinzip der Familienpaten vor. Im Foyer gab es auch noch Infos rund um die Taufe.

(Bericht Westfälische Zeitung)

[Fachbereich Schwangerschaftsberatung]


"Anwalt der Kinder und Eltern sein"

Foto: privat
Foto: privat

27. Februar 2018

Auf dem Foto v.l.: Waltraud Ostendarp-Deggerich (Sozialdienst katholischer Frauen), Ursula Schulte, Ruth Franzbach (Kreis Borken – Kindertagespflege) mit Katharina Dobbrunz und Pia Waschk (Leiterinnen der Turmvilla)

Stadtlohn- Die Großtagespflege „Turmvilla“ nimmt am Bundesprogramm „Kita Plus“ teil. Ursula Schulte hat sich bei einem Besuch ein Bild von der Einrichtung gemacht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte hat sich ein Bild von der Großtagespflege „Turmvilla“ gemacht. Diese ist im alten Pfarrgebäude von St. Joseph gegenüber dem Krankenhaus untergebracht. Hier werden zurzeit neun Kinder im Alter von vier Monaten bis zwölf Jahren betreut. Bei ihrem Besuch fiel Ursula Schulte die familiäre Atmosphäre auf. Den Kindern stehen ausreichend Räume für Schlaf- und Spielmöglichkeiten sowie ein großer Garten zur Verfügung. Die Tageskinder werden zu flexiblen Öffnungszeiten betreut. Wichtige Rahmenbedingungen, denn Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten, Platz zum Toben und etwas Freiheit.
Die Turmvilla nimmt am Programm des Bundesfamilienministeriums „Kita Plus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ teil. „Noch in der letzten Woche war ein Team im Auftrag des Bundesfamilienministeriums in Stadtlohn , die sich für eine Evaluation einen Überblick verschafft haben“, sagen die Tagesmütter Katharina Dobbrunz und Pia Waschk. Der Bedarf von Betreuung in den Randzeiten steigt. Viele Arbeitgeber sind nicht flexibel genug auf junge Familien eingestellt. Durch das Bundesprogramm wurde das Betreuungsangebot in der Turmvilla möglich.
Besonders Alleinerziehende stellen ungünstige Arbeitszeiten oft vor Betreuungsprobleme. Ursula Schulte ärgert das. „Auch Arbeitgeber sind bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pflicht. Es darf nicht nur darum gehen, Familien kompatibel für den Arbeitsmarkt zu machen, sondern die Arbeitswelt muss sich auch an den Bedürfnissen der Familien orientieren. Man muss hier Anwalt der Kinder und Eltern sein“, fordert Schulte.

Informationen: Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm „Kita Plus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ gestartet. Damit fördert das Bundesfamilienministerium erweiterte Betreuungszeiten in der Kindertagespflege, um bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

[ Fachbereich Kindertagespflege ]


Mehr Geld für Tagesmütter

Foto: Münsterlandzeitung
Foto: Münsterlandzeitung

01. Februar 2018

Kreisjugendamt stellt künftig eine Million Euro mehr zur Verfügung

Kreis Borken- Am Ende fasste Alfred Wellers (FDP) die Meinung wohl aller Mitglieder des Jugendhilfeausschusses zusammen: „Das ist gut angelegtes Geld“. Gut angelegt, das sind nach Auffassung der Kreispolitiker die 1,057 Millionen Euro, die der Jugendhilfeausschusses am Dienstag für die Neuregelung der Kindertagespflege im Bezirk des Kreisjugendamtes ausgeben will. Ohne Gegenstimme wurde der Vorschlag der Verwaltung vom Gremium angenommen.
Die Neuregelung sieht unter anderem vor, dass die Kindertagesmütter und –väter mehr Geld bekommen. Je nach Qualifikation (87 Prozent sind in der höchsten Qualifikationsstufe ) bekommen sie bis zu 50 Cent mehr pro Stunde. Bislang bekam beispielsweise eine voll qualifizierte Tagesmutter, die ein Kind unter drei Jahren in ihrem eigenen Haushalt betreute, fünf Euro pro Stunde. Hinzu kommen im Einzelfall Beteiligungen an Versicherungen.
Weitere Neuregelungen: Künftig werden Aufgaben, die außerhalb der Betreuungszeit liegen (etwa die Vorbereitung der Stunden) vergütet. Summa Summarum zahlt das Jugendamt rund 630.000 Euro mehr pro Jahr. Weitere 230.000 Euro zahlt der Kreis, damit die Betreuung auch zu Randzeiten wie früh morgens und spät abends sowie am Wochenende besser bezahlt wird. Weitere Verbesserungen gibt es bei Vertretungen für Urlaubs- und Krankheitszeiten und für sogenannte Großtagespflegestellen. Das sind Einrichtungen, in denen bis zu neun Kinder betreut werden können. Davon gibt es sieben im Kreisjugendamtsbezirk, zu dem gesamte Kreis ohne Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau gehört. Sie bekommen künftig 516 Euro statt 436 Euro im Monat als Zuschuss zur Miete.
Nach Angaben der Kreisverwaltung werden aktuell 669 Kinder in Tagespflege betreut, davon 233 im Alter von drei Jahren und darüber, 436 im Alter von unter drei Jahren. Zum Vergleich: das sind fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren und mehr als zehn Mal so viele wie Ende 2005. Durchschnittlich 91 Stunden werden dabei Kinder aus Familien betreut, in denen beide Elternteile erwerbstätig sind oder in denen Alleinerziehende im Beruf stehen und mitunter auch auf Betreuungszeiten angewiesen sind, die von Kitas nicht abgedeckt werden.
Bei der Sitzung am Dienstag hat sich der Jugendhilfeausschuss in einen weiteren Tagesordnungspunkt ebenfalls einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ahaus-Vreden für weitere zwei Jahre im Auftrag des Kreises das Thema Tagespflege im Norden des Jugendamtsbezirks besetzt. Das SkF berät dabei Eltern, vermittelt Tagesmüttertreffen an und bildet sie fort. „Ein verlässlicher Partner“, fasste Ausschussmitglied Barbara Seidensticker-Beining (SPD) ihren Eindruck von der Arbeit des SkF zusammen.

(Bericht: MLZ)

[Fachbereich Kindertagespflege...]


Ehrenamtliches Engagement macht glücklich

Ehrenamtliches Engagement macht glücklich

Januar 2018

Vereinsvorstand des SkF, Geschäftsführer und Ehrengast: v.l. Mathilde Fischer, Agnes Schültingkemper, Doris Niewöhner, Irmgard Segbert, Hilke Bramkamp, Marlies Feldmann und Martin Mehring.

Ahaus- Laut einer amerikanischen Studie sind Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, glücklicher und zufriedener als Nichtengagierte. Dies konnte die 1. Vorsitzende des SkF, Mathilde Fischer, in ihrer Begrüßungsansprache bestätigen. Sie bedankte sich bei den engagierten Ehrenamtlichen, informierte über die Aufgabenbereiche und hielt Ausblick auf das Jahr 2018.

So habe der Babykorb mit den Räumlichkeiten an der Hindenburgallee im Sommer 2017 eine vorübergehende Bleibe gefunden. Zusammen mit der Kleiderstube der Pfarrgemeinde würde das Bekleidungsangebot von deutschen und ausländischen Familien gut angenommen. Insbesondere bedankte sich Mathilde Fischer bei der bisherigen Leitung Helga Kattmann, die nach 20- jähriger Tätigkeit im Babykorb mit Irmgard Hüsing eine Nachfolgerin gefunden habe.
Aufgrund der hohen Nachfrage in der Ahauser Tafel auch durch den Zustrom der Flüchtlinge sei die Ausgabe der Waren auf einmal wöchentlich umgestellt worden. Aktuell sind 85 Ehrenamtliche im Einsatz, davon halten 25 seit der ersten Stunde dem SkF die Treue.
Aber auch ein kurzzeitiges Engagement sei wertvoll und wichtig für Menschen, die nur begrenzt Zeit haben, so Fischer. Damit leitete sie zur Freiwilligen-Agentur handfest über, die bereits 10 Jahre als zentrale Anlaufstelle von der Stadt Ahaus gefördert wird. Verschiedenste Projekte seien in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht worden und damit viele Ehrenamtliche in ein Engagement, das hoffentlich glücklich macht, so die 1. Vorsitzende.
Nicht zuletzt beschrieb sie das Wirken der Ehrenamtlichen an den Standorten des Skf in Gronau, Vreden und Stadtlohn. Die ehrenamtlichen Familienpaten seien in allen Orten unterwegs, um dort Familien und Alleinerziehende zu unterstützen. Außerdem habe ein ehrenamtlicher Begrüßungsdienst in Gronau 700 Kindern und deren Eltern ein Willkommenspräsent überreicht.
Zum Schluss erwähnte sie das Haushaltslädchen mit dem originellen Namen „Dit und Dat“, welches von der Vredener Bevölkerung sowohl mit Spenden von Waren, aber auch als Einkaufsmöglichkeit gut genutzt wird.

In einem besinnlichen Impuls vertiefte Marlies Feldmann vom Vorstand den Glücksgedanken: Das Glück guter Freunde und Menschen, die versuchen zu helfen und für gläubige Menschen, das Glück, einen Gott zu haben, der uns nahe ist.
Der Vormittag klang bei einem gemütlichen Frühstück und guten Gesprächen aus.


Da kommt was in die Tüte

Foto: Guido Kratzke WN
Foto: Guido Kratzke WN

05. Januar 2018

Foto: Freuen sich auf ein erfolgreiches Aktionsjahr(v.l.): Schwester Claudia Andres, Ruth Hendriks, Oberärztin Senait Berhane, chefarzt Dr. Wilhelm Steinmann, Adelheid Schlardant und Ulrike Terhaar.

Aktion "Hallo kleiner Mensch" startet mit Rekord ins neue Jahr

Gronau- "Es ist einfach schön, von den Müttern angestrahlt zu werden." Adelheid Schlardant kommt richtig ins Schwärmen, wenn sie von ihren Besuchen auf der Geburtsstation im St.-Antonius-Hospital berichtet. „Wir sind ein gern gesehener Besuch."
Schlardant ist eine von sechs ehrenamtlichen Mitstreiterinnen der Aktion "Hallo, kleiner Mensch", die vor rund vier Jahren in Gronau ins Leben gerufen wurde. Die Frauen kommen nämlich nicht mehr leeren Händen als Besucherinnen. Sie bringen den Müttern einen Textilbeutel mit, in dem die Eltern zahlreiche Informationen vorfinden – und sogar kleine Geschenke.
"Das geht nur, weil wir von Sponsoren unterstützt werden", erklärt Ulrike Terhaar vom SkF Ahaus-Vreden, der gemeinsam mit dem Krankenhaus und der Stadt Gronau die Aktion trägt.
"Wichtig ist, dass die Eltern auch Ansprechpartner außerhalb des Krankenhauses genannt bekommen", erläutert der Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe, Dr. Wilhelm Steinmann. "Wir haben die Kooperation mit unserer Oberärztin Berhane als Ansprechpartnerin betont hoch angesiedelt." Zudem betont er die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt als Kooperationspartner.
"Wir erreichen eigentlich fast jede Mutter", verweist Ulrike Terhaar auf die Besuchstermine an zwei Tagen in der Woche. "Es ist auch schon vorgekommen, dass Mütter sich bei uns gemeldet haben, weil wir sie im Krankenhaus nicht angetroffen haben und diese gerne auf unser Info-Material zurückgreifen wollten." Der Kindergeldantrag befindet sich ebenso in der Stofftasche, die die Stadtwerke Gronau zur Verfügung stellt, wie beispielsweise eine Liste mit Adressen von Kinderärzten oder auch eine Checkliste, die als Orientierungshilfe dient.

Dass sich ebenfalls kleine Geschenke in der Tasche befinden, hat auch schon Tradition. Zu Anfang wurde ein Rauchmelder beigelegt. "Doch dazu gibt es ja mittlerweile rechtliche Regelungen", verweist Terhaar darauf, dass inzwischen Vermieter zur Anbringung in Wohnungen verpflichtet sind. "Statt dessen gibt es heute einen Schutz für die Steckdosen, den uns der DM-Markt sponsert." Der werde zwar nicht sofort benötigt, schütze die Kinder aber später, wenn das Entdeckerstadium erreicht wird. "Dazu gibt es kleine Söckchen, die von der Kongo-Hilfe in Epe gestrickt und von der Stadt Gronau gesponsert werden", freut sich Terhaar über den doppelten guten Zweck, der so erfüllt wird.

Angesichts des Geburten-Booms, den das Gronauer Hospital im vergangenen Jahr zu verzeichnen hatte, gab es eine ganze Menge Arbeit für die ehrenamtlichen Besucherinnen. "719 Geburten waren es im vergangenen Jahr", blickte Berhane zurück "und 720 Kinder." Einmal waren es nämlich Zwillinge, die in Gronau das Licht der Welt erblickten.

(Bericht: Guido Kratzke Westfälische Nachrichten)  [ Originalbericht WN ]

[Hallo kleiner Mensch...]


"Wir gehen in's Kino"

"Wir gehen in's Kino"

03. Dezember 2017

Gelungenes Angebot für Alleinerziehende in Gronau

Gronau- 41 glückliche Gesichter (große und kleine) waren am Sonntag der Einladung der Beratungsstelle für Alleinerziehende des SkF gefolgt und verbrachten schöne Stunden gemeinsam im Kino. Die Beraterinnen Frau Terhaar und Frau Keck-Brüning freuten sich mit für die Alleinerziehenden und deren Kinder. Ich war noch nie im Kino sagte ein kleines Mädchen und die Augen strahlten. Viele aufgeregte Gesichter waren zu sehen. Dieses Angebot war nur aufgrund einer Privatspende möglich geworden. Solche Freizeitangebote sind für viele aufgrund der finanziellen Lage kaum möglich und so war dieses Angebot gerade in der Vorweihnachtszeit eine  Gelegenheit für alle einmal schöne Stunden zu verleben. Für 2018 würden wir uns weitere Freizeitangebote für die Alleinerziehenden und deren Kinder wünschen und sind immer wieder auf Spenden angewiesen so die Beraterinnen des SkF.

[Arbeit mit Alleinerziehenden]


[ Archiv 2017 ]